Berichte


Berichte aus der Sektion


Kleine Lichter auf großer Tour

 

Der Walker-Pfeiler ist eine der Touren, zu der es nicht nur Routenbeschreibungen und Topos gibt, sondern Geschichten und Geschichte. In den 1930-er-Jahren gehörte die Grandes-Jorasses-Nordwand zusammen mit der Eiger-Nordwand und der Matterhorn-Nordwand zu den drei letzten großen Problemen der Alpen. Dramen spielten sich hier ab. Solche Geschichten wiegen mitunter schwer im mentalen Rucksack.
Mit entsprechendem Respekt haben wir - mein langjähriger Bergsteigpartner Achim Noller vom DAV Ludwigsburg und ich - uns also dieser Tour genähert. Immer wieder haben wir uns in den 20 Jahren, die wir inzwischen gemeinsam unterwegs sind, gefragt, ob wir bereit sind für den Walker Pfeiler. Und nachdem uns in den vergangenen Jahren unter anderem die drei großen Grate auf der Mont-Blanc-Südseite - Peuterey, Innominata und Brouillard-Integral – geglückt sind, fühlten wir uns nun bereit. Die Bedingungen sind perfekt: Der Pfeiler ist trocken und weitgehend schneefrei.

1200 Meter Wandhöhe, 1800 Meter Kletterstrecke, rund 56 Seillängen, knapp 20 davon im 5. und 6. Grad, sonst selten leichter als 4, Eis bis 45 Grad – das sind die nackten Zahlen. Mit 14 bis 24 Stunden wird die Kletterzeit bis auf den 4208 m hohen Gipfel veranschlagt. So starteten wir trotz sparsamem Packen mit einem 16 Kilogramm schweren Rucksack auf dem Rücken, weil klar war, dass wir zwei Tage brauchen werden und wir Biwakzeug mitnehmen müssen.
Von Chamonix mit der Montenvers-Bahn hoch, in drei Stunden flach übers Eis zur Leschaux-Hütte. Durchs Fernrohr beobachten wir mehrere Seilschaften, die im Walkerpfeiler zugange sind. Am nächsten Tag sind wir um 6 Uhr am Einstieg über dem Bergschrund und einer Eisrampe mit etwa 45 Grad. Was folgt, ist Warmklettern durch brüchiges Gelände – zehn Seillängen im dritten und vierten Grad. Dann wird‘s ernst. Kletterschuhe an. Nach zwei Fünfer-Längen wartet schon die Schlüsselstelle - der Rebuffat-Riss, frei geklettert 7-.
Und wir machen - tja - einen Anfängerfehler. Ich gehe den Riss, in dem kein einziger Haken steckt, mit dem Rucksack auf dem Rücken an. Im Wissen, dass bei einem Abflug 16 Kilo zusätzlich an den mobilen Sicherungen zerren werden, lege ich üppig Friends und Keile. Nach gut der Hälfte der 35-Meter-Seillänge sind allerdings sowohl meine Kraft als auch mein Vorrat an Sicherungsmaterial erschöpft. Achim lässt mich ab und startet selbst einen Versuch. Seinen Rucksack lässt er zum Nachziehen bei mir. Im Toprope sammelt er unterwegs Material ein, das er weiter oben noch dringend brauchen wird. So packt er‘s souverän und holt mich nach.

Die bittere Bilanz des Kraftakts: Meine Finger krampfen so, dass ich nicht mehr sicher vorsteigen kann. Achim übernimmt. Ich folge und ziehe in den schwereren Seillängen seinen Rucksack nach. Zweifel an unserem Treiben kommen wundersamer Weise trotzdem nicht auf. Der Fels ist warm, das Wetter stabil.
Wir sind gut ausgerüstet. Nur langsam wird man, wenn man nicht permanent überschlagen klettert. Am Fuß des Grauen Turms, etwa auf halber Höhe der Wand, machen wir nach 14 Stunden Kletterei um 20 Uhr Pause, schmelzen Schnee und füllen unsere Wasservorräte auf. In der Abendsonne eine letzte 6er-Länge auf den Pfeiler hinauf zum Biwak.

Um 21 Uhr verkriechen wir uns endlich halb sitzend im Schlafsack. Zum Essen Kochen sind wir zu müde. Nur ein kleiner Snack. Der Biwakplatz ist windgeschützt, aber klein. Unsere Füße baumeln auf gut 3500 m über dem Abgrund. Der Schlaf ist unruhig. Uns bleibt viel Zeit, in der sternklaren Nacht den Kometen Neowise und die Stirnlampen der Seilschaften an der gegenüberliegenden Aguille Verte zu beobachten. Gegen 2 Uhr nachts sehen wir zwei Seilschaften von der Leschaux-Hütte auf den Walker- und den benachbarten Croz-Pfeiler zusteuern.

Nach einem Kaffee stehen wir um 6 Uhr wieder am Grat. 150 Meter im 4. bis 5. Grad. Die Zehen schmerzen höllisch nach 14 Stunden in den engen Kletterschuhen am Vortag. Aber sonst läuft es gut.
Am Firndreieck, einem 45 Grad steilen, 40 Meter langen Eisaufschwung, wechseln wir – das einzige Mal in der kompletten Route – von Kletterschuhen auf Bergstiefel und Steigeisen. Über vier Seillängen im 5. und 6. Grad geht's den brüchigen, vereisten Roten Kamin und auf den Roten Turm hinauf. Hier endlich legt sich der Pfeiler etwas zurück. Für die restlichen zehn Seillängen im 3. und 4. Grad schalten wir um auf Running Belay – sprich, wir gehen gleichzeitig am mittellangen Seil und legen zwischen uns immer ein paar Schlingen oder Friends zur Sicherung.

Um 14 Uhr steigen wir über die Gipfelwächte der Pointe Walker. Geschafft! Der Blick wandert rüber zum Mont Blanc. Ein kleines Glücksgefühl stellt sich ein. Wir sind trotz der Strapazen körperlich eigentlich noch ganz gut drauf. Aber die Anspannung bleibt groß. Der Abstieg auf die italienische Seite ist nämlich noch einmal eine ausgewachsene Bergtour für sich: mehrfach abklettern, abseilen, Gletscher queren. Sechs Stunden lang.

Unterwegs überholen uns die beiden Franzosen, die den Pfeiler spielerisch an einem Tag durchgezogen haben. Einmal seilen wir gemeinsam ab, quatschen, lachen, dann packen sie ein und sind weg. Jeder Handgriff sitzt, alles läuft super-effizient. Ohne Biwakzeug sind sie deutlich leichter unterwegs als wir.

Auf der Boccalatte-Hütte (2800 m) ein herzlicher Empfang. Was wir gemacht haben? Den Walkerpfeiler. Die Cassin? Ja. Schwups holt der Hüttenwirt den Genepi und wir stoßen mit dem Schnaps an auf den großen italienischen Meister Riccardo Cassin, der die Tour 1938 erstbegangen hatte, nachdem ihm die Eiger-Nordwand vor der Nase weggeschnappt wurde.

Zwei Stunden später kommen noch drei Franzosen, die am Croz-Pfeiler in der Grandes-Jorasses-Nordwand eine Route im 9. Schwierigkeitsgrad mal kurz an einem Tag durchgezogen haben. Wir fühlen uns endgültig wie ganz kleine alpine Lichter.

Am nächsten Tag joggen sie beim Abstieg ins Tal an uns vorbei. Tage später werde ich über die Sozialen Medien rausfinden, wer uns da so hat stehen lassen: Ein Trio um Benjamin Guigonnet, Piolet d‘Or-Gewinner 2018 - dem Jahr, in dem die Huberbuam leer ausgegangen sind und der Franzose für seine Erstbegehung in der Nuptse-Südwand ausgezeichnet wurde. Die beiden anderen, die uns am Walker-Pfeiler eingeholt hatten, stellten sich auf Instagram dann als Bergführer-Anwärter aus Chamonix heraus. Und das relativiert die eigene gefühlte Langsamkeit dann doch wieder etwas...

Text: Sven Bernhagen, Fotos: Achim Noller und Sven Bernhagen


Monte Disgrazia Ein Traumgipfel im Bergell

 

Das wuchtige und imposante massiv aus Talk-Olivin-Schiefer und Serpentinit im Bernina Gebiet ist ein Berg der Superlative. Seine lange und anspruchsvolle Besteigung bietet alles was Bergsteigerherzen höher schlagen lässt. Steiler Gletscheranstieg, tolle, teils ausgesetzte Gratkletterei bis UIAA 3, anspruchsvolle Routenfindung und eine traumhafte Aussicht.

Angefangen beim Frühstück auf dem Refugio Ponti bei zwei Stück Zwieback und drei Schokokeksen. Komisch, denn der obligatorische Corona Fieberscan, ja wir waren in der Lombardei, ergab keine Krankheitssymptome. Dafür war der Kaffee, typisch italienisch, sehr lecker. Leider hatte ich schon nach 1 Stunde, am Gletscherfuß, einen Mordshunger. Egal... kurzer, schwungvoller Gletscheranstieg legte den Fokus aufs Wesentliche.

Steigeisen aus, Pickel an Rucksack, der lange Nordwestgrad beginnt gleich mit einer schönen Platte. Im weiteren Verlauf ist die ideale Linienführung nicht immer selbsterklärend. Jörg beweist hier ein gutes Näschen und steigt zwei markante Stellen souverän vor. Am Cavallo Bronzo (Schlüsselstelle) kurz vor dem Gipfel müssen Jörg, Steffen, Björn, Uli und der andere Jörg kurz warten. Kurzer Plausch mit megastolzem 64-jährigen Italiener mit Bergführer. Dann endlich, noch 2-3 Steilstufen und die Madonna am Gipfel nimmt uns bei herrlicher Weitsicht, in ihre Obhut. Done!
Mit himmlischem Beistand, vor allem aber mit Trittsicherheit und Konzentration ging's den Grad zurück, den Gletscher runter, auf zur Cocktailparty??? Yep, Jörg mixte uns, ganz stilecht, mit Limetten und braunem Kandis den feinsten Caipi aller Zeiten, mit echtem Gleschereis! Natürlich aus Blechbechern, ganz nachhaltig. Saluti... das haben wir uns verdient.

Es gibt sie noch, die Geheimtipps! Sie garantieren oftmals eher was ein Bergsteiger sucht: Ruhe, unberührte Natur, Grenzerfahrungen...

Text/Bild: Jörg Tanneberger


Familiengruppe im Ötztal

 

Donnerstag, 30.07.2020, der erste Ferientag und wir, die Familiengruppe, müssen früh raus. Um sechs Uhr morgens packten wir noch die letzten Sachen ins Auto, bevor es losging in Richtung Ötztal.
Die Fahrt war für fast alle erfolgreich: Fernpass ohne Stau und mit gutem Wetter, aber... der Mammut Store. Seine magischen Kräfte zogen ein Auto aus dem Verkehr. Die schöne leere Autobahn war nach der Bummelrunde nur noch ein kleiner Traum.

Um 13 Uhr trafen dann auch die Letzten ein und wir starteten unsere Ausfahrt mit einer kleinen Mittagspause im Schatten des Hauses. Gemeinsam bei Kaffee und Snacks planten wir die nächsten Tage. Nach der langen Autofahrt verlangte es vielen nach Bewegung und so liefen wir eine kleine Runde zur Ambergerhütte. Kaiserschmarren- und Limopause auf der Sulzbachtalhütte brachte die perfekte Stimmung. Zurück auf der Tiroler Hütte kam auch der Hunger wieder und wir setzen das Wasser für die Nudeln auf. Ein langer Abend wurde dieser allerdings nicht, denn für einen Teil der Gruppe ging es am nächsten Tag wieder früh los.
Wer will schon lange ausschlafen, wenn er auch um fünf Uhr aufstehen kann?! Quietschender und knarzender Weise machte sich die eine Hälfte in Richtung Gletschertour auf. Beim anderen Teil startet der Tag erst um acht Uhr.
Die Gletschertour... für den größten Teil, die Erste. Mit viel Respekt starteten wir um sechs Uhr in die geplante 8h-Tour. Unser erstes Ziel war die Winnebachseehütte auf 2362m. Schon etwas verschwitzt machten wir dort eine kleine Pause und luden uns mit Kaffee und heißer Schokolade wieder auf, denn der nächste Teil hatte es in sich!
Während wir oben unsere Getränke genossen, startete der zweite Teil der Gruppe in den Tag:
Wir fuhren ca. 20 Minuten mit dem Auto nach Umhausen, um den Klettersteig Stuibenfall mit anschließendem Schwimmen im Naturbadesee Umhausen zu genießen. Nach einen halbstündigen Zustieg zum Klettersteig unter blauem Himmel begann er nach einer kurzen Anziehpause (Klettersachen) direkt mit einer Stahlhängebrücke über einen reißenden Fluss. Nach einem weiteren kurzen Anstieg ging es endlich los!! Der Kletterstieg war aufgrund seiner einfachen Schwierigkeit sehr begehbar, aber leider auch sehr voll.

Zurück zur Gletschertour.
Voller Energie gingen wir wieder. Ein steiler Anstieg bis zum Gletscher erwartete uns. Körpereinsatz und Geduld, bis er sich endlich hinter einer Kuppel zeigte. Flott waren wir nun am Fuße des Bachfallferners und genossen hier die kühle und frische Luft. Die Mittagspause brachte uns die nötigen Nährstoffe für den Aufstieg.
Ausgerüstet mit Steigeisen und Pickel, angeseilt als eine Seilschaft legten wir los. Es war anstrengend, denn die Sonne brannte, doch nach einer guten Stunde erreichten wir den Einstieg in unsere letzte Aufstiegsetappe.

Zurück zur Klettersteiggruppe.
Den Namen Stuibenfall bekam der Klettersteig durch seine direkte Nähe zum Wasserfall Stuibenfall, an dem er sich direkt vorbeischlängelt. Der Stuibenfall ist mit seinen 159 Metern der höchste und meistbesuchte Wasserfall Tirols. Kurz vor Ende des Klettersteigs konnte man abermals den Wasserfall via Hängebrücke überqueren. Auch die Aussicht kommt im Klettersteig nicht zu kurz, da man im gesamten Klettersteig eine tolle Aussicht über das Ötztal hat. Nach dem Ausstieg konnte man stolz auf seine 230 Höhenmeter herunter gucken. Nach weiteren 5 Minuten kehrten wir im Gasthaus Stuibenfall ein und genossen einen wohlverdienten Topfenstrudel mit Sahne. Beim Abstieg über den Stuibenfall spritzte uns auf einer Aussichtsplattform ein angenehmer Sprühregen des Wasserfalls ins Gesicht. Nach weiteren 60 Minuten gingen wir noch in den Naturbadesee Umhausen schwimmen und ließen uns von dem kalten Wasser abkühlen.

Zurück zur Gletschertour.
Den letzten Anstieg bewältigten wir durch einen Klettersteig. Für manche auch hier das erste Mal, doch als Klettergruppe liegt hier unsere Stärke. Gekonnt meisterten wir auch die letzten Höhenmeter und genossen unseren wohlverdienten Ausblick.
Die Gaislehnscharte auf 3.054m!
Nach 1500 Höhenmetern nach oben, folgte nun der Abstieg.
Für diesen, den kräftezehrendsten Teil, sammelten wir nun unsere letzte Energie zusammen.
Über ein Geröllfeld mit Schneefeldern und Wiesen liefen wir nun in Richtung Tal. Die Füße schmerzten und wir waren genervt, als wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich die Sulzbachtalhütte erreichten. Hier beendeten wir unsere Tour mit Bier und Limo.
Es war ein sehr erfolgreicher Tag und die andere Gruppe erwartete uns, dankenswerter Weise, schon mit Spätzle an der Tiroler Hütte.
Gemütlich bei Tratsch und Klatsch ließen wir den Abend ausklingen.
Ausgeschlafen und mit voller Energie starteten wir in den nächsten Tag. Ein gemütliches Frühstück brachte auch gute Laune in die Gesichter der Morgenmuffel und so packten wir gemeinsam die Kletter- und Schwimmsachen ins Auto und fuhren zurück ins Tal. Hier starteten wir mit einer Kletterrunde, die ziemlich erfolgreich endete. Ob Playboy, Aquarell oder Hobbit... für jeden war etwas dabei.
Nassgeschwitzt und platt machten wir uns dann in Richtung Badesee auf. Eine kleine Runde in den See gesprungen, dann kam das schlechte Wetter. Geübt aus dem letzten Jahr, verdorb uns dieses jedoch nicht unseren lang geplanten und ersehnten Grillabend. Bei Gewitter genossen wir unser Grillgut in gemütlicher Runde. Auch dieser Tag ging zu Ende.

Unser letzter Tag in Tirol bringt immer auch das Putzen mit sich. Gemeinsam ist das aber schnell gemacht. Bevor wir dann die lange Fahrt zurück antraten, wanderten wir noch zur Nisslalm. Ein steiler Anstieg forderte uns, doch mit gutem Kaiserschmarren und Skiwasser wurden wir belohnt. Die Rückfahrt, leider nicht ganz staulos beendete unsere schöne Ausfahrt.

Danke an Alle für dieses mega Wochenende und auf weitere Ausflüge gemeinsam!

Hannah Wolff & Gideon Schindel


Wildspitze der schöne Klassiker

 

Es liegt in der Natur des Menschen das er immer nach höherem strebt. Auf geht's zum höchsten Tiroler Gipfel 3768 m.
Treff Pforzheim 5 Uhr, Abmarsch Vent 11 Uhr, Ankunft Breslauer Hütte 13 Uhr. Pause: Kuchen, Suppe, Trinken. Erkundungstour ob eine Rund Tour möglich ist. Lustige abendliche Runde bei gutem Essen und Rotwein.
So, jetzt wird´s ernst... 4:45 Uhr wecken. 5 Uhr Frühstück. Abmarsch Richtung Mitterkarjoch. Es ist noch kühl, ab 3000 m liegt Neuschnee. Wer tut sich das mitten im Sommer an? Dunja, Birgit, Nick, Alex, Steffen, Thomas und Jörg. Man könnte ausschlafen, am Pool liegen, im Meer planschen, in der Sonne einen Aperol Spritz genießen...
Seine Grenzen kennen lernen oder selbst gesteckte Ziele abzuschließen oder einfach ein Naturerlebnis erfahren, bedarf zunächst Leidensfähigkeit zu zeigen.
Erste Steilflanke hoch zum Mitterkarjoch. Timing ist gut, keine Wartezeit. Mit Steigeisen geht's über Klettersteig hoch zum Joch 3400 m. Frühstücksplatzl, yep... so auch für uns. Kurzes Vesper und weiter geht's. Anseilen zum Gletscheraufstieg. Gemächlich schreiten wir voran. Die Luft wird dünner und der Ruf nach Pausen häufiger :-) Kein Problem, Zeitfenster ist okay, Wetter auch. Der Grad zum Gipfel läuft gut bis zur Schlüsselstelle (2+). Stau auf 3700 m. Tja, dass haben die Alpenklassiker halt so an sich. Bandschlinge um Köpfel und auf geht's zum Finale. 11:45 Uhr, das ist ja der Gipfel... eine freche Wolke nimmt uns die Sicht. Und dann doch, die Sonne kommt, auf geht's zum Posen vor dem Gipfelkreuz. Kurze Sicht zeigt auch, dass eine Umrundung heute bei diesen Wetterverhältnissen und schlechter Sicht ein Wagnis wäre. Das gehen wir nicht ein, stattdessen geht's am Fixseil über Schlüsselstelle, bei aufgeschlossenen interessanten Gesprächen, back to Breslauer Hütte. Am Sonntag geht's über einen netten Steig zum wilden Mannle (3023 m) Und ab ins Tal. Vent: umziehen, einladen, abfahren.

Kleine Anekdote am Rande. Abschlußessen in einem klassischen Tiroler Lokal in Sölden. Nick fragt nach Pizza. O-Ton Wirt: ...Du kannst mich am Arsch lecken mit Pizza, bei uns gibts gute Tiroler Küche... Gastfreundlichkeit ist eben eine typische Söldner Tugend. Dass Essen war tatsächlich gut und wir wissen nun auch, das nicht nur das Klima in den Bergen rauh ist...

Ankunft in Pforzheim planmäßig 18:30 Uhr.
Jörg Tanneberger


Ersatztour Verwall für die 16. Partnerschaftstour 12.-17.7.20

 

Dieses Jahr sollte von unserer Sektion die 16. Partnerschaftstour mit den Bergfreunden aus Vicenza und Gernika organisiert werden.
Doch leider machte die Corona-Situation uns allen einen Strich durch die Rechnung. Weder unsere baskischen noch italienischen Freuden konnten rechtzeitig ihre Teilnahme zusagen und baten um Verschiebung ins nächste Jahr. Diesen Wunsch, kamen wir natürlich nach.
Um unseren Sektionsmitgliedern ein Tourenangebot zu unterbreiten, entschlossen sich Bruno Kohl (stv. Vorsitzender) sowie Christoph Senger (Fachübungsleiter Bergsteigen) nach entsprechender Lockerung der Corona-Hygienebestimmungen eine Bergfahrt anzubieten, die der vorgesehenen Partnerschaftstour entsprach.
Zuerst hatten 8 Sektionsmitglieder Interesse bekundet, aber letztlich fuhren 6 Sektionsmitglieder (Andrea Mania, Petra Müller, Sybille Kohl, Bruno Kohl, Bernhard Zelinka und Christoph Senger) am 12.7.20 nach St. Anton Parkplatz bei der Rendl-Bergbahn.
Bei Sommerwetter erreichten die Wanderer nach ca. 3 Stunden Weg durch die Rosannaschlucht und dem von Mountainbikern frequentierten Weg die Konstanzer Hütte.
Leider gab es hier die erste Überraschung, weil uns der Hüttenwirt mitteilte, dass er im nächsten Jahr keine Übernachtungszusage für unsere Gruppe der Partnerschaftstour geben kann.

Am nächsten Tag gingen wir über den Bruckmannweg in 7 1/2 Std. zur Neuen Heilbronner Hütte. Wir genossen in der bestens ausgestatteten Hütte das kostenlose Duschen.
Am Dienstag starteten wir, um die Östl. Fluhspitze anzugehen. Der Weg über Wiesen war bis zum „Brüllender See" gut gekennzeichnet, doch dann gab es so gut wie keine Markierungen mehr. Wir stiegen durch eine Rinne zum Beginn des östl. Gipfelgrates. Auf dem nicht leichten Weg bewiesen unsere drei tapferen Damen eine ausgezeichnete Kondition, Klettergeschick und spornten uns immer wieder zum Weitergehen an, wenn in dem unwegsamen Gelände Zweifel aufkamen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.
Am Einstieg des Gipfelgrates entschlossen wir uns, auf den zu schweren Ostgrat zu verzichten. Belohnt wurden die Aufstiegsmühen mit einem beeindruckenden Tiefblick auf den Zeinissee sowie die Silvretta.
Bernhard und Christoph stiegen nach der Pause ein Stück ab, um die Nordflanke der Östl. Fluhspitze zu queren und dann über den leichteren Westgrat zum Gipfel zu steigen.
Dieser Weg erfordert nur am Gipfelaufstieg leichte Kletterei. Die Route können wir auch mit Teilnehmern bei unserer Partnerschaftstour angehen.
Bruno stieg mit den drei bergbegeisterten Damen durch das weitläufige Schotterkar zur Neuen Heilbronner Hütte ab. Eine „Mensch-ärgere-Dich-nicht"-Spielrunde rundete den Bergtag ab.

Über das Muttenjoch ging es am nächsten Tag bei angekündigtem Regenwetter zur Friedrichshafener Hütte. Beim Abzweig des Georg-Prasser-Weges trennten wir uns. Während Bruno mit den Damen direkt zur Hütte ging, wählten Bernhard und Christoph die längere Variante über den Georg-Prasser-Bergweg und den Vertinespleiskopf sowie das Schafbichljoch. Zuvor wurde aber noch trotz drohendem Regen der Vertinesberg mit einem Gipfelkreuz auf ausgesetztem Felsgipfel erstiegen. Kurz vor der mit einer Kette abgesicherten Kletterei zum Gipfel schlug das Wetter mit einem heftigen Graupelschauer und heftigem Wind zu und vermieste uns die Gipfelrast. Leider ist der anspruchsvolle Auf- und Abstieg und der kleine Felsgipfel für unsere Partnerschaftstour nicht geeignet.
Das Regenwetter hatte uns nun fest im Griff, dichte Nebel umhüllten die Berge. Nach kurzen Kletterpassagen am Vertinespleiskopf gelangten wir auf gut markiertem Weg zum Schafbichljoch und zur Friedrichshafener Hütte. Es regnete ständig und auch für die nächsten Tage war keine Besserung angesagt.

So blieb uns keine andere Wahl als uns am nächsten Morgen wetterfest anzuziehen und uns auf den 9-stündigen Weg über das Schafbichel- und Kuchenjoch zur Darmstädter Hütte zu machen. Es gab nur kurze Regenpausen und so blieb uns vor dem Aufstieg zum Kuchenjoch nur eine kurze Rast im Stehen unter einer schützenden Kiefer. Regen und kalter Wind erschwerten den Aufstieg und dann hatte der Übergang des Kuchenjoches noch eine Überraschung. Ein Felsabbruch hatte den mittelschwer eingestuften Bergweg erschwert. Zum Glück war in dem steilen Gelände ein kurzes Drahtseil zur Absicherung angebracht worden. So konnten wir die Stelle doch gefahrlos passieren, nachdem Bruno noch zwei lange Bandschlingen zur Verlängerung der Sicherung eingehängt hatte.
Auf der Darmstädter Hütte fand gerade ein Ausbildungskurs des DAV statt und für die Teilnehmer gab es auch kein schlechtes Wetter. Der Trockenraum war bereits voll und wir fanden für unsere Sachen kaum ein Plätzchen. So trockneten wir die nassen Kleider in der Gaststube am Körper so gut es eben ging. Andy, der Hüttenwirt, teilte uns mit, dass das Kuchenjoch demnächst zum schwarzen Bergweg aufgestuft wird und dass im gesamten Verwall durch Felsstürze und Erdrutsche sowie Steinschlag fast alle anspruchsvolleren Wege und Übergänge schwerer geworden sind.
Bei Regen stiegen wir dann wie geplant am Freitag nach St. Anton ab. Der Regen ließ später nach und so kamen wir einigermaßen trocken bei unserem Auto an. Bei einem Abschlussessen in Nesselwang wurden erste Pläne für eine neue Tourenplanung 2021 geschmiedet.
Wir hoffen dazu auf schöneres Wetter und eine von Coronaproblemen freie Bergfahrt.
Dank an: Text: CS, Fotos: Bernhard Zelinka.


Von der Coburger Hütte über den Taja-Klettersteig zum Vorderen Tajakopf

 

Auch im Jahr 2020 wurde wieder eine Bergtour für alle interessierte Sektionsmitglieder angeboten, das sich auch an die Mitglieder aus dem Hüttenhelferteam richtete. Leider hatte aus dem Helferteam nur Thomas Thomsen, unser Wegewart, Interesse und sich zusammen mit zwei weiteren Sektionsmitgliedern angemeldet. Krankheitsbedingt fiel eine Teilnehmerin leider kurzfristig aus.

So starteten am Montag, 29.6.20 drei Sektionsmitglieder der Gruppe Bergsteigen (Thomas Thomsen, Dieter Hartung und Christoph Senger) bei heftigem Regenwetter nach Ehrwald. Die Parkplätze an der Ehrwalder Almbahn darf man nur benutzen, wenn man mit der Seilbahn fährt. Weitere kostenfreie Parkplätze sind so gut wie nicht vorhanden.
Mit der Seilbahn fuhren wir zur Ehrwalder Alm, der leichte Regen verhinderte den evtl. Aufstieg über den Seeben-Klettersteig und der Hohe Gang als üblicher kürzester Zugang zur Coburger Hütte war wegen eines Erdrutsches gesperrt.
Das Wetter besserte sich und so kamen wir trocken auf der Coburger Hütte (1920 m) an. Die geltenden Corona-Hygieneregeln waren problemlos einzuhalten, der mitgenommene Schlafsack füllte den Rucksack eben etwas mehr. Der Hüttenpächter hatte im Gastraum zwischen den Tischen hölzerne Trennwände mit Klarsichtscheiben sowie in den Schlafräumen ebenfalls Trennelemente angebracht.

Am Dienstag stiegen wir bei sicherem Wetter in den sehr ausgesetzten und langen Taja-Klettersteig (Kategorie D, eine Stelle E) auf 1850 m ein. In der Literatur wird der Tajas-Steig als langer, aber lohnender Klettersteig mit teils ausgesetzten Kletterpassagen im Schwierigkeitsgrad D/E (sehr schwierig) sowie auch einfachen Gehpassagen beschrieben. Er wird mit zu den schönsten Klettersteigen in Österreich gezählt, gute Kondition und durchgehende Konzentration sind erforderlich.
Nach kräftezehrender Kletterei in dem bestens abgesicherten Steig erreichten wir nach 4 Stunden und rund 600 Höhenmeter Aufstieg den Gipfel. Ein imposanter Tiefblick in den Talkessel mit den Drachensee, dem Seebensee und der Coburger Hütte sowie dem Felsmassiv der Zugspitze belohnte schon während des Aufstiegs und erst recht am Gipfel für die Mühen. Nach drei Stunden Abstieg waren wir wieder an der Coburger Hütte, zufrieden über die gelungene Klettersteig-Tour ohne Blessuren.

Die Coburger Hütte ist eine sehr empfehlenswerte Hütte, bestens bewirtschaftet mit guter Küche und einem gemütlichen Ambiente. Weitere anspruchsvolle Klettersteige z.B. der Coburger Klettersteig (D/E), der Seebensteig sowie ein Klettergarten in Hüttennähe und natürlich die Ehrwalder Sonnenspitze sind lohnende Ziele für Kletterbegeisterte.

Am nächsten Tag sollte die Überschreitung der Ehrwalder Sonnenspitze angegangen werden. Doch eine unsichere Wetterprognose, es waren Gewitter ab dem frühen Nachmittag vorhergesagt, bewog uns, dem Rat des Hüttenwirtes zu folgen und eine kürzere Tour auf den Vorderen Drachenkopf (2302 m) zu unternehmen. Ein gut begehbarer markierter Steig und zum Schluss etwa 15 Min. leichte Kletterei (I/I+) führen uns zum Gipfel von dem wir einen guten Blick auf die Aufstiegsroute der Ehrwalder Sonnenspitze hatten. Gegen 13.00 Uhr waren wir wieder auf der Coburger Hütte und machten uns gleich auf den Weg ins Tal, denn bei ausgeprägter schwüler Witterung zogen sich schon die ersten großen Kumuluswolken zusammen und wurden zusehends dunkler.
Kurz vor der Bergstation war es dann soweit, ein kurzes Gewitter mit heftigen Regen holte uns ein. Die
Sonnenspitze war schon viel früher davon betroffen und wir waren froh, nicht in dem steilen ausgesetzten Gelände unterwegs zu sein.
Die Seilbahn brachte uns trocken zurück zum Auto und die Heimfahrt verlief überraschend problemlos ohne Staus.
CS


Einsteigerkurs Klettersteig

 

Eigentlich...
...war der Kurs wegen Corona bereits abgesagt....
...haben sich Ariane und Stefan viiiiel zu spät angemeldet...
...ist Annette zu klein für einen Klettersteig....
...war Günter auf Regen eingestellt...
...aber wen kümmert das schon

Sehr kurzfristig konnten wir uns dank der gelockerten Corona-Regelungen am 14.6.20, eine Woche vor dem anvisierten Kurstermin, zur Vorbesprechung im Walter-Witzenmann-Haus treffen und somit unseren eisernen Willen zur Begehung des Klettersteigs in Form immenser Flexibilität unter Beweis stellen. Bereits dort stellte sich heraus, dass diese Truppe einiges zu bieten hat. Unter anderem bot uns Stefan die Mitfahrt in einem Corona-Abstands-Kompatiblen-Fahrzeug an, was unsere umweltbewussten Herzen höherschlagen ließ.

Annette reiste zur bestmöglichen Akklimatisation bereits einen Tag früher an. Auch unser Leiter Frank mit seiner Lebensgefährtin (und unserer offiziellen „Lumpensammlerin") Astrid genossen die Nacht in Oberjoch, um dem Morgenmuffel (lat. cras muffle, Vorkommen: weltweit zu unmenschlichen Weckzeiten) die Stirn zu bieten.

Der Wettergott war uns hold und so trafen wir uns am 21.06.2020 um 9 Uhr wohlgemut, voller Tatendrang und optimal gerüstet inklusive „Mauldäschle" an der Iselerbergbahn, Parkplatz Oberjoch, wo wir zunächst sehr bequem per Bahn den ersten Abschnitt des Weges genießen durften. Nach ca. 30-minütigem Zustieg wurden wir dann am Einstieg des Salewa-Klettersteigs zur Zwangspause verurteilt. Dank des doch relativ großen Andrangs im 1. Abschnitt konnten wir unsere Kräfte gut einteilen und diesen mithilfe von Franks technischen Tipps und Astrids pädagogischem Geschick (Danke für das nette Gespräch unter Kollegen) in sauberer Kletterei sehr gut meistern. Diese fast schon gemsenhafte Leistung führte natürlich ohne Umschweife zu der mutigen Entscheidung, sich auch dem zweiten und dritten Abschnitt des Klettersteigs zu stellen, was umgehend mit Jauchzern und Jubelrufen von Frank zu Beginn des zweiten Teils beim Abstieg einer spektakulär steilen Steinplatte belohnt wurde. Mit Freude und Schweiß konnten auch die Schlüsselstellen des 2. und 3. Abschnitts mit variationsreichen Trittkombinationen, die den „minimalen" Größenunterschieden der Teilnehmer geschuldet waren, bewältigt werden.
Getreu dem Sprichwort „The best view comes after the hardest climb" hatten wir uns die Rast am Kühgund mit traumhaften Blick auf Ponten, Geißhorn, Rauhhorn & Co redlich verdient. Die Iseler Überschreitung am Grat ließ das Panoramagemüt noch einmal Purzelbäume schlagen. Dann jedoch musste die Konzentration beim Abstieg geballt auf den doch recht steilen Schmugglersteig gerichtet werden, wobei wir schmunzelnd Franks heimliche Liebe für Geröllwege entdeckten.
Nach 6:30 Stunden, mit einem Aufstieg von ca. 540 Hm und einem Abstieg von ca. 840 Hm konnten wir uns schlussendlich an der Erdinger Urweiss'n Alpe mit flüssigen und festen Köstlichkeiten ausgiebig für die Anstrengungen belohnen.

Fazit:
Was bleibt sind wunderschöne Erinnerungen und wertvolle Erfahrungen am Iseler mit kompetenter und humorvoller Leitung, einer sehr harmonischen Gruppe und natürlich dem Gefühl nach mehr... Klettersteige, wir kommen!!


Neues Schild am Ausbildungszentrum mit viel Schweiß erstellt

 

Thomas Thomsen, Bruno Kohl, Bernd Reister, Christoph Senger und Frank Reuter waren im Außenbereich des Sektionszentrums aktiv. Schon lange ging es darum auf das Ausbildungszentrum entsprechend aufmerksam zu machen. Im Vorstand und Beirat stellte Bruno Kohl entsprechende Überlegungen vor, die dann in die Tat umzusetzen waren. Der Rahmen des gewaltigen Schildes, das beim Vorbeifahren nicht zu übersehen ist, entstand mit Unterstützung der Firma Witzenmann auf dem Fabrikgelände mit Hilfe von Bruno Kohl und Thomas Thomsen die Rahmenanfertigung. Nach inhaltlicher Vorgabe gestaltet vom Mitglied Uwe Herrmann der Firma Weeber Stempel und Schilder dann der Hinweistext.

Wegen der Corona Epidemie kam es immer wieder zu Verschiebungen bei den Arbeiten zur Erstellung des massiven Schildes in den Alpenvereinsfarben. Neben Sägen und Schweißen bei der Firma Witzenmann erfolgte dann der Aushub und das Betonieren vor Ort. Mehr als einen Arbeitstag investierten dann die Montierer. Thomas Thomsen legte während der Wanderung von Bruno Kohl auf seinem Weg in Richtung Italien den letzten Schliff an. Jetzt geht es noch um technische Feinheiten. Über einen Sensor wird mit Solarenergie das Schild am Abend von beiden Seiten entsprechend beleuchtet. Gleichzeitig sorgt auch eine neue Polleuchte mit Bewegungsmelder, dass der Zugang zum Ausbildungszentrum eine bessere Ausleuchtung erfahren hat. Auch dafür war das Team zuständig und unser FÜL Oliver Wenzel von der Firma Wenzel Elektroanlagen GmbH hat die Stromversorgung hergestellt.

Der Vorsitzende bedankte sich für den großartigen Einsatz, der in der Sektion, ob rund um das Berghaus oder im Bereich des Ausbildungszentrums immer wieder freiwillige Helfer findet.

rolf constantin


Impressionen einer Fortbildung für Fachübungsleiter/Trainer

 

"Eines der wichtigsten Anliegen des DAV gemäß seines 2012 in Stuttgart verabschiedeten Leitbildes ist es, sich für Sicherheit in den Bergen zu engagieren. Wesentlich ist dabei der hohe Qualitätsstandard seiner Aus- und Fortbildungen. Jedem verantwortungsbewusstem Bergsteiger und Ausbilder muss klar sein, dass sicherer Bergsport nur mit einer umfassenden und vollständigen Ausbildung möglich ist." *

Nach den Richtlinien muss jeder ausgebildete Fachübungsleiter/Trainer nach spätestens 3 Jahren eine Fortbildung absolvieren, wobei bei den Fortbildungen das gesamte Spektrum des Bergsportes spezifiziert zur Auswahl durch die Betroffenen angeboten wird. Die Sektion Pforzheim unterstützt großzügig ihre Fachübungsleiter bei allen erforderlichen oder gewünschten Fortbildung, die in der Regel 2,5 Tage dauern. So wird gewährleistet, dass alle Fachübungsleiter/Trainer im Interesse der Sicherheit über den aktuellen Ausbildungsstand nach der Lehrmeinung des DAV verfügen.
Vom 5. - 7.7.2020 nahmen aus unserer Sektion die Fachübungsleiter Markus Bauer (Bergsteigen und Skibergsteigen) sowie Christoph Senger (Bergsteigen) an einer Fortbildung für Fachübungsleiter Bergsteigen, Hochtouren und Alpinklettern in Längenfeld im Ötztal zum Thema "Begehen von Klettersteigen mit Gruppen" teil. Äußerst komfortabel erwies sich dabei die Unterkunft im Tal im 3-Sterne-Hotel "Alpenblick", während sonst die Fortbildungen natürlich auf DAV-Hütten stattfinden. Anhand der übersandten Ausrüstungsliste wurde zunächst die eigene Ausrüstung auf Vollständigkeit und Verwendungsfähigkeit geprüft. Dabei wurden einige doch in die Jahre gekommene Ausrüstungsgegenstände ersetzt (z.B. Bandschlingen, Reepschnüre), damit durch überaltertes Material kein Sicherheitsrisiko entsteht.

Zu Beginn eines jeden Kurses findet eine Vorstellungsrunde statt, bei dem sich die Teilnehmer kennenlernen und die Fortbildungsthemen entsprechend den Wünschen der Teilnehmer vereinbart werden. Unsere beiden Kursleiter aus dem Bundeslehrteam des DAV, Berthold Schmidt und Florian Hänel, stellten ein abgerundetes Programm aus Theorie und Praxis zusammen, das den Teilnehmerwünschen und den Ausbildungsvorgaben des DAV gerecht wurde.
Ein theoretischer Schwerpunkt war die Materialkunde, haben sich doch in der letzten Zeit immer wieder neue Erkenntnisse und Erfahrungen ergeben, die uns Fachübungsleitern nicht immer im "alltäglichen Leben" so bekannt wurden. Wir erhielten wertvolle Hinweise zu der Lebensdauer und Verwendbarkeit von Seilen, Bandschlingen, Klettersteig-Sets und Klettergurten, wobei die Ausrüstungsgegenstände oftmals aus unterschiedlichen Materialen (Polyester, Kevlar, Dyneema) mit ihren besonderen Eigenschaften sowie den damit verbundenen Vor- und Nachteilen bestehen. Neben der Materialkunde war bei der Tourenplanung ein Knackpunkt, wie kann ich als"Führer/Verantwortlicher" feststellen, ob die Teilnehmer der vorgesehenen Klettersteigtour gewachsen sind, um unangenehme Überraschungen wie Erschöpfung oder gar Blockaden sowie Unfälle zu vermeiden. Eine richtige Einschätzung der Schwierigkeitsangaben (A, B, C, D und E) ist hier auch unerlässlich, genauso wie alle anderen Faktoren einer sorgfältigen Tourenplanung (3x3-Methode: Verhältnisse, Gelände, Mensch).
War man dabei noch etwas ungläubig, dass eine Rettung aus einem Klettersteig fast nur mit Hilfe der Bergwacht machbar ist, so wurde dies an den Folgetagen bei der Begehung und den entsprechenden Übungen im "Lehner Wasserfall- und Reinhard Schiestl-Klettersteig" jedem klar. Express-Flaschenzug, Flaschenzug mit Körperhub, Verwendung neuer Sicherungsmittel z.B. Seilrolle mit Rücklaufsperre, Nachsicherungsmöglichkeiten im Steig waren wichtige und praxisorientierte Übungen, die in guter Kameradschaft auch allen Spaß machten.

Ein Erfahrungsaustausch am Abend nach ausgezeichneter Verpflegung und einem kühlen Durstlöscher rundet die Ausbildungstage ab. Es lohnte sich, auch bei dieser Fortbildung zwei Urlaubstage zu opfern, denn so konnte der Kurs am Montag und Dienstag stattfinden, wo wesentlich weniger Betrieb in den Klettersteigen herrschte.
Zufrieden mit dem Kurs und im Bewußtsein, wieder auf dem neuesten Stand zu sein, erfolgte die Heimfahrt.

Dank an: Text: Christoph Senger, Bilder: Markus Bauer
* (Quelle: Vorwort Handbuch Ausbildung des DAV).


Adolf Witzenmann ein großer Bergsteiger, der in den Dolomiten viele Erstbesteigungen durchführte - Mit Leib und Leben den Bergen verschrieben

 

Am 11. Oktober 1872 in Pforzheim in einem Pforzheimer Patrizierhause geboren, wuchs er mit dem Dichter Emil Strauß auf. Die Ahnen beider waren Musiker. Daraus entwickelte sich nicht nur die Beziehungen der Familien sondern auch der Sinn für Harmonie, das sich in den künstlerischen Lichtbildern von Adolf Witzenmann zeigte. Eigentlich wollte Adolf Witzenmann sich den Naturwissenschaften widmen. Aber die Entwicklung der väterlichen Fabrik machte den Eintritt der beiden Söhne Emil und Adolf erforderlich. Als knapp 18- jähriger widmete sich Adolf Witzenmann bereits ausschließlich der Abteilung für Metallschlauchfabrikation und war wesentlich am Aufbau der Firma beteiligt.

Mit sieben Jahren bekam er über seine Eltern erstmals Kontakt mit den Alpen und mit 18 Jahren bei einer Ferienfahrt nach Bozen ging es an die ersten Gipfelbesteigungen. Die trotzigen Felstürme der Dolomiten hinterließen bei ihm einen gewaltigen Eindruck, die ihn sein Leben lang fesselten. Für die Bergsteiger ist sein Name untrennbar mit der Erschließung der Sextener Dolomiten verbunden. Hier erwarb er sich in den 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zusammen mit seinem Bruder Emil große Verdienste. Nicht umsonst hat man einen der Sextener Dolomitentürme den Namen „Cima Witzenmann" gegeben. Der Berg ist damit zum unvergänglichen Denkmal seiner Leistungen geworden.
Besonders bekannt ist seine kühne Erstbesteigung der Kleinen Zinne über die Ostwand am 31. August 1906 mit dem bekannten Bergführer Sepp Innerkofler und die Dreischusterspitze über den Nordostgrat am 12. September 1907. Zu Sepp Innerkofler entwickelte er eine ideale und freundschaftliche Bergkameradschaft. Leider fand dieser, der im Gebirgskrieg zwischen Österreich und Italien kämpfte, am Paternkofel 1915 den Tod. Die Liebe zu Südtirol fand für Adolf Witzenmann ihren Ausdruck mit dem Bau des ersten Pforzheimer Berghauses am Schlinigpass gegenüber dem gewaltigen Bergmassivs des Ortlers. Seine Verbundenheit zu Südtirol brachte ihm bei einem Besuch des Berghauses, das 1919 an Italien fiel, im selben Jahr zum Kriegsgericht nach Trient. Nach neuntägiger qualvoller Haft, wie der Berichterstatter festhielt, kam es zur Freilassung.

Nach dem Tod seines Freundes Innerkofler führte er eine Reihe von Erstbesteigungen allein durch. So in den Münstertaler Alpen, im Gleierschtal, im Gebiet der neuen Pforzheimer Hütte und im Wetterstein. In den Westalpen bestieg er das Zinalrothorn über die Südostkante und daneben eine Reihe Waliser Berge. Auch der Gipfel des Matterhorns fehlte nicht. Er war in Fels und im Eis unterwegs, war mit Berg – und Kletterschuhen bewandert und daneben auch noch ein hervorragender Schifahrer.

Geschätzt waren seine Lichtbildvorträge. Über 10 000 Diapositive, etwa 850 Gipfelbesteigungen und nahezu 600 verschiedene Gipfel und mehr als 50 Erstbesteigungen runden sein Bergsteigerleben ab. Er war Mitglied im Verwaltungsausschuss Stuttgart des DAV und DAV Sachverwalter für Wege – und Hüttenbauten. Daneben setzte er sich auch intensiv für die von ihm mitbegründete Sektion Pforzheim ein, war deren Vorsitzender und Hüttenwart des ersten Berghauses in Südtirol. Von ihm gibt es auch eine Reihe Veröffentlichungen über seine zahlreichen Tourenerfahrungen und so war er über Deutschland hinaus auch in Österreich, der Schweiz und in Ungarn bekannt. Seine bescheidene Wesensart lobten alle, die mit ihm zu tun hatten. Ihm zu Ehren erhielt das neue Pforzheimer Berghaus den Namen Adolf Witzenmann Haus. Adolf Witzenmann starb am 1. Dezember 1937.

rolf constantin


Die große Tour durch Europa: Pforzheim - Mittelmeer

 

Dass Pforzheim der Wandermittelpunkt von Europa ist wissen nur wenige, oder es ist etwas übertrieben. Gemessen an den Fernwanderwegen, die durch Pforzheim führen, bzw. mit den drei großen Schwarzwaldfernwanderwegen, die hier beginnen, kann sich unsere Stadt sehen lassen.

Der Europäische Fernwanderweg Nr. 1, vom Hauptfriedhof kommend, führt zum Kupferhammer und auf dem Westweg weiter nach Süden.
Um den Wandermittelpunkt zu unterstreichen haben sich sieben Unerschrockene unserer Sektion am 09.06.2020 ab dem Kupferhammer auf den Weg gemacht. Leider stand die erste Etappe Pforzheim – Bad Wildbad und die sechste Etappe Kalte Herberge – Schattenmühle (Wutachschlucht) nicht unter einem guten Stern. Die fest eingeplanten Teilnehmer für alle 61 Etappen, Klaus Bogner und Frank Haase, mussten verletzungsbedingt aufgeben. Den Starttermin haben wir auf den 09.06.2020 verschoben, um in die Schweiz einwandern zu können.
Ich möchte mich in diesem Bericht auf die verschiedenen Eindrücke, bedingt durch Landschaften und Menschen
beschränken. Die einzelnen Etappenbeschreibungen sind im DAV-Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com im Detail zu finden.

Welche Kontraste: Die Stille des Waldes der Schwarzwald Höhenzüge, dann wieder entlang an Schnellstraßen und die hektische Betriebsamkeit der Städte und Täler. Durch Landschaften, die von Wanderwegen kaum erschlossen sind, entlang an Flüssen, wie dem Rhein, an dem direkt am Wasser natürliche Uferwege verlaufen, die fast nicht benützt werden. Quer durch die Schweiz mit seiner schönen Seenlandschaft. Um einige zu nennen, sei der Greifensee, Zürichsee, Sihlsee bei Einsiedeln und der Vierwaldstättersee zu erwähnen.
Im Tal der Reus (Vierwaldstätter See – Gotthard), wird man mit unserer modernen Infrastruktur konfrontiert. Autobahn, Bundesstraße, mehrere Bahngleise und der Fluss in der Enge des Reustales. Auf den restlichen Talböden und hoch über dem Tal sind blühende Almwiesen und kleine Felder zu sehen.

Im Schöllenen (Schlucht zwischen Göschenen und Andermatt) wird es noch enger.
Durch den Bau der Häderlis- und Teufelsbrücke im Jahr 1872 wurde es ermöglicht die direkte Reisepostverbindung im Sommer und Winter zwischen Flüelen, am Vierwaldstätter See nach Chiasso am Lago Lugano zu ermöglichen. Später wurde die Postlinie ab Basel und auch ab Amsterdam sowie bis Mailand ausgeweitet. Heute ist es im Sommer wieder möglich mit Pferden in einer Higthec-Kutsche von Andermatt über den Gotthard bis Airolo zu reisen.
Beim neueren Ausbau der Straße von Göschenen nach Andermatt, wurde auch an die Radfahrer und Wanderer gedacht.
Der Wander-/Radweg berührt nur an den Spitzkehren die Autostraße.
Am Ufer der Reus habe ich gegenüber vom Golfplatz von Andermatt eine Pause eingelegt. Was soll man denken, wenn die Schönen und Reichen mit Maserati, Ferrari, Bugatti, Porsche und Co vorbei „posern"! Meine Gedanken waren: Hoffentlich hat die heimische Bevölkerung auch einen wirtschaftlichen Nutzen davon. Und ein Golfplatz lässt sich schnell wieder in Agrarland verwandeln, im Gegensatz zu den Bettenburgen von Sedrun.
Nachdem ich alleine bis zur Capanna Corno Gries gewandert bin, wollte ich mir für die hohen Pässe und einsamen Wege des Piemonts Verstärkung holen und habe am Griespass die Tour unterbrochen.
Ingrid Mettler, Rosa Buchwald-Sätje und ich, freuen uns bereits auf den zweiten Abschnitt.
Ab 25.07.2020 werden wir den Weg ab der Capanna Corno Gries fortsetzen und erwarten hochalpines und ursprüngliches Gelände des stillen Piemonts.
Euer Bruno Kohl


„Wieder-Anklettern“ der Klettersteiggruppe in Corona-Zeiten am 19. Juni

 

Die Klettersteiggruppe hat am 19.06.2020 wieder ihr reguläres Training aufgenommen. Hierbei durfte natürlich das obligatorische „Abstandmessen" (siehe Bild) nicht fehlen.

In dezimierter Teilnehmerzahl ist der Auftakt erfolgt und seither findet der Übungsabend wieder regelmäßig Freitags an den ungeraden Kalenderwochen statt. Bis zu 20 Mitglieder der Klettersteiggruppe können nach vorheriger Anmeldung beim Gruppenleiter zeitgleich am Übungsabend teilnehmen – was bisher kein Problem darstellte.
Das gute Wetter kam uns bisher entgegen, so dass der Trainingsbetrieb innerhalb und außerhalb der Halle, trotz Corona-Beschränkungen, sehr entspannt durchgeführt werden konnte.

FS


Wandern bis zum Mittelmeer

 

Mitglieder des Alpenvereins laufen 1200 Kilometer in 61 Etappen!

Auszug aus der Pforzheimer Zeitung


Team verteidigt Gütesiegel

Erfolgreiches Jahr und Bestätigung des Gütesiegels für unser Berghaus

 

Unter unserem neuen Pächter Florian Mader und seiner Partnerin Sonja Prepstl hatte das Berghaus im vergangenen Jahr einen hervorragenden Aufschwung erfahren. 5200 Übernachtungen sind dabei ein deutliches Zeichen, dass der Pächter mit einigen kreativen Ideen für Schwung und Elan gesorgt hat. Die Zahl der Übernachtungen ist angestiegen und die Besucher fühlen sich auf dem Berghaus wohl. Gleichzeitig haben beide auch ihre Familien mit eingespannt. Von daher gab es Grillfeste und Aktionen zum 150 – jährigen Bestehen des Deutschen Alpenvereins.

Florian Mader konnte auch erfolgreich das Gütesiegel verteidigen, das bei jedem neuen Pächter wieder neu zu erwerben ist. Eine Reihe von Grundvoraussetzungen sind dazu erforderlich und das Prüfungsteam des Deutschen Alpenvereins geht dabei sehr gründlich vor. Leitbild, umweltgerechtes und energieeffizientes Betreiben und Bewirtschaften des Hauses, die Beachtung aller bundes- und landesgesetzlichen Regelungen und darüber hinaus alle Neuinvestitionen für die Ver– und Entsorgungsanlagen dem aktuellen Stand anzupassen. So geht die Überprüfung von der Betriebsführung über Energie und Klimaschutz bis hin zur Behandlung des Abfalls. Nichtraucherbetrieb ist erforderlich und es sollen keine Duftsprays oder Duftspender Verwendung finden. Auch die Eihaltung der Hüttenruhe ist ein Kriterium. Lebensmittel aus lokaler Produktion bis hin zu Tisch – und Raumdekorationen reichen die Vorschriften, die mit Bravour geschafft wurden.

Der Betrieb sollte auch in Winter – und Sommersaison 2020 eine entsprechende Fortsetzung finden. Doch leider kam es anders. Am 13. März war die Wintersaison zu Ende. Dafür sorgte die Corona – Pandemie in Ischgl. Sofort mussten alle Hütten und Hotels geschlossen und die Heimreisenden in eine vierzehntägige Quarantäne. Da unser Hüttenreferent Bruno Kohl gerade auf unserem Berghaus war, traf es auch ihn mit der Quarantäne. Auf die Umsatzpacht die Wintersaison hat die Sektion verzichtet, um dem Pächter zu motivieren den erfolgreich eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Nach derzeitigem Stand öffnen die Berghütten in Österreich und der Schweiz zwischen dem um den 15. Juni und dem 1. Juli. Das Pforzheimer Berghaus am 1. Juli. Dabei gelten die gleichen Bedingungen wie für die Gastronomie und Hotels im Tal, was zu reduzierten Schlafplätzen auf den Hütten führt. Die Pforzheimer Hütte kann dann zwischen 24 und 32 Personen einen Schlafplatz bieten je nach Risikogemeinschaft. Alle Übernachtungsgäste müssen dabei einen Schlafsack mitbringen. Die Matratzen müssen in desinfizierbare, wasserfeste Überzüge eingepackt werden, da sie dann stets nach einer Übernachtung zu desinfizieren sind. Ohne vorherige Anmeldung ist dann eine Übernachtung nicht möglich. Trotzdem kann auf diese Art der Betrieb wieder anlaufen, was durch die vorgeschriebenen Desinfektionen mit hohen Kosten verbunden ist. Ebenso muss der Tages- und Nächtigungsgast zur Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten entsprechende persönliche Daten hinterlegen. Ein Raum für einen möglichen Quarantänebereich ist vorzuhalten.

Im Juni finden Verhandlungen mit der TIWAG der Tiroler Wasserarbeitsgemeinschaft statt, was die Wegerneuerung und Befestigung bis zur Seilstation angeht. Auch sonst stehen einige wichtige Arbeiten an wie die Spurenbeseitigung aus der Baumaßnahme Trinkwasseranlage und die Terrasse mit einem Holz-Blanken-Boden zu verschönern. Die Terrasse wurde mit weiteren Sitzplätzen zwischen Haus und Seilbahnstation etwas erweitert. Dies ermöglichst einen schattigen Sitzbereich während der Mittagssonne.Die Brücke an der Seilbahnstation über den Gleirschbach ist inzwischen erneuert und im hinteren Bereich des Gleirschtals eine neue Brücke über den Gleirschbach auf Höhe des Wasserfalls geschlagen. Dadurch ist der Weg vom Westfalenhaus zur Hütte auch über die Seen möglich.

Rolf Constantin

Auszug aus der Pforzheimer Zeitung

Auszug aus dem Kurier


Bruno Kohl 70-Geburtstag

Motor in vielfacher Hinsicht - Bruno Kohl - konnte seinen 70. Geburtstag begehen

 

Im Mai konnte unser Hüttenreferent Bruno Kohl seinen 70. Geburtstag begehen. Seit 2005 begleitet er dieses Amt mit ungeheurem Einsatz, wie überall, wo er sich einbringt. Unser Berghaus mit Anbauten und Lagerraum an der Seilstation hat während dieser Zeit eine gewaltige Veränderung erfahren. Mit seinem Helferteam hat er den Innenausbau vorangetrieben, die Heizung von Diesel -Kraftstoff auf Rapsöl umstellen, die Trockenanlage auf den Weg gebracht, die Wasserleitung erneuern lassen und das Haus so in positive Schlagzeilen gebracht. Der Innenausbau mit Brandschutztüren, funktionierenden Duschen, Neustrukturierung des Lagers und der einzelnen Räume bis hin zur Hochzeitssuite sowie die Neugestaltung der Kellerräume als Lagerräume zeugen von seinem Engagement und seiner Tatkraft. Von daher war es nicht verwunderlich, dass im vergangenen Jahr das Haus unter dem neuen Pächter Florian Mader 5200 Übernachtungen zählte.

Die Sellrainer Hüttenrunde, die Bergwanderer und Bergsteiger mit der Ötz- und Inntalschlaufe die Schönheit der Stubaier erschließen lässt, hat er vorbildlich vorangetrieben. Aber auch international war er aktiv. So entstand nach dem Friedensmarsch von Pforzheim in unserer Partnerstadt Gernika, die 2005 auch Mitglieder der Sektion Pforzheim bestritten, das Miteinander der Bergfreunde vom Baskenland, dem sich 2007 auch noch die Bergkameraden der Partnerstadt Vicenza anschlossen. War es im Jahr 2006 das Aosta- Tal mit der Besteigung des Gran Paradiso (4061 m), der aufgesucht wurde, fand dann im Dreierverbund mit dem Club Alpini die Wanderung um den Bona -Cossa – Steig mit Wandertour um die der Drei Zinnen 2007 statt. Danach plante er mit den Partnerstädten und dem Fachübungsleiter " Bergsteigen" Christoph Senger jedes Jahr diese Touren, die jeweils in Regionen der Partnerstädte führten. Durch die Corona – Krise klappt es in diesem Jahr erstmals nicht. Eigentlich war das Verwallgebiet vorgesehen.

Daneben hat er mit Christian Langer und seiner Bergsteiger – und Wandergruppe das Herbstfest wieder auf die Beine gestellt. Auch das Behindertenklettern im Ausbildungszentrum betreut er und hat es auf den Weg gebracht. Die Sektion Pforzheim ist durch ihn in die Spendenaktion des DAV eingebunden und kann so zusätzliche Mittel für die Sektion erhalten. Den Verbund mit der Volkshochschule, was die jährlichen Vortragsreihen angeht, hat die Sektion ihm zu verdanken. Nach dem Weggang von Baubürgermeister Alexander Uhlig als Erster Bürgermeister nach Baden – Baden wählte ihn die Mitgliederversammlung am 10.Oktober 2017 als sein Nachfolger als zweiten Vorsitzenden der Sektion. Der 24 Stundenmarsch, den es seit sieben Jahren gibt und der mit dem Schwarzwaldverein und der City – Marketing Pforzheim durchgeführt wird, ist auf seine Idee hin entstanden und verlangt von ihm ein großes logistisches Können, da mit diesem Event sich jährlich zwischen bis zu 200 Wanderer auf den Weg machen. Das Kappelhofprojekt bei der Altstadtkirche für behinderte Menschen hat er mit zwei Mitstreitern durch Spendenaufrufe nachhaltig unterstützt und daneben zwei Rund- Karussells für Alle im Wildpark und im Enzauenpark auf den Weg gebracht, dass Familien, Omas und Opas sowie behinderte und nichtbehinderte Kinder mit Begeisterung nutzen.

Bei seinem Geburtstag brachte der Wege-Wart Thomas Thomsen im Auftrag des Vorstands der Sektion ein Präsentkorb mit regionalen Produkten vorbei und seine treue Bergsteigergruppe unter Christoph Senger sorgte ebenfalls mit einem Präsent mit regionalen Produkten, dass er auf seinem Weg, den er im Juni vom Kupferhammer aus in zwei Langzeitetappen an die Cote d´ Azur antreten will, nicht verhungert.

Lieber Bruno, weiter so „ Berg Heil" und herzlichen Glückwunsch von uns allen!

Rolf Constantin
Vorsitzender der Sektion Pforzheim


Roland Volz 20 Jahre Hüttenwart
Roland Volz 20 Jahre Hüttenwart

20 Jahre war Roland Volz Hüttenwart – Während seiner Zeit verwandelte sich die Hütte in ein stattliches Berghaus- Auch er konnte einen runden Geburtstag begehen

 

Ein Urgestein der Sektion Pforzheim, Roland Volz, konnte im Mai seinen 80. Geburtstag begehen. 20 Jahre war er Hüttenwart und ihm ist es zu verdanken, dass die Adolph- Witzenmann -Hütte sich in ein staatliches Berghaus verwandelte. Er löste als Hüttenwart den bekannten Bergsteiger der Sektion Fritz Kast ab, der von 1956 bis 1988 diese Funktion innehatte. Fritz Kast hatte auch Touren mit dem Extrembergsteiger Walter Stösser unternommen, der am Morgenhorn in der Schweiz mit einem Bergkameraden abstürzte. Von 1989 bis 2009 war danach Roland Volz für das Berghaus verantwortlich. Roland Volz konnte sich vehement für den dritten Umbau des Berghauses 1999 einsetzen. Der Anbau brachte eine neue WC-, Wasch- und zwei Duschanlagen sowie eine Erweiterung der Küche und einer Pächterwohnung. Küche und Lagerräume waren danach den heutigen Gastronomiebedingungen angepasst. Während der letzten großen Umbauphase, die natürlich nicht immer problemlos verlief, pendelte Roland Volz ständig zwischen Pforzheim und dem Berghaus hin und her. Auch sonst hat er mit seiner leider inzwischen verstorbenen Frau Christa manches für die Verschönerung des Hauses und den Außenbereich getan. So auch die Gestaltung der Panoramatafel vor dem Berghaus. Immer gab es auch Helfer, die mit zu packten. Roland sorgte als Vollblutmusiker auch für Leben auf dem Berghaus. Ob mit Akkordeon oder Gitarre zu denen er sich auch oft Verstärkung aus dem Tal besorgte, fehlte es nicht an zünftigen Hüttenabenden bei denen die Nachtruhe auch etwas kürzer ausfiel. Sein großer Wunsch war aber immer eine Orgel, die er sich in seinem Wohnzimmer aufbauen ließ. Mit Michael Eckerle, dem leider bereits verstorbenen Organisten und Chorleiter der Franziskuskirche, und einer kleinen Gruppe Musikbegeisterte traf sich die Gruppe immer wieder zum Musizieren. Auch Ruth Witzenmann lauschte mit über 100 Jahren beim Besuch bei Roland der Toccata und Fuge von Johann Sebastian Bach. Allerdings versicherte er mir bei seinem Geburtstag, dass es ihm dabei nicht ganz wohl in seiner Haut war, da Frau Witzenmann ein feinfühliges Musikverständnis hatte. Roland Volz unterstützte auch das Pachten des Geländes hinter dem Ausbildungszentrum. Die Ausgestaltung soll jetzt in Angriff genommen werden. Roland Volz war über lange Zeit Chef des Pforzheimer Bauhofes und konnte so auch bei der Gestaltung rings um das Ausbildungszentrum mitreden. Das Pächterpaar Helene und Lampert Winkler, die über 20 Jahre das Berghaus bewirtschafteten, hatten ein gutes Verhältnis zu dem Ehepaar Volz. Im Sommer 2009 traf Roland Bruno auf dem Berghaus. Sie kamen miteinander ins Gespräch und Roland konnte dabei Bruno als Nachfolger gewinnen. Bei der Mitgliederversammlung 2009 wählte die Versammlung dann Bruno als Nachfolger. Mit großer Begeisterung war Roland Volz in der längsten Gebirgskette der Welt in den Anden in Peru unterwegs. Rolf Constantin übergab Roland Volz an seinem Geburtstag als kleines Dankeschön ein Präsent mit italienischen Weinen und Roland versicherte, dass er bei Festen der Sektion auch gerne wieder die musikalische Bereicherung übernehmen will. Lieber Roland auch Dir eine herzliches „Berg Heil" und weiterhin viel Freude an den Bergen sowie Gesundheit Rolf Constantin Vorsitzender der Sektion Pforzheim


Auch Ehrenamt kann stressig werden ;-)

 

Die letzten Sektionsnachrichten wurden zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in eigener Regie postfertig gemacht. Ehrenamt macht's möglich und lässt die Sektion ein wenig einsparen. Doch Ehrenamt hat seine Tücken, vor allem wenn keiner vom Fach ist!

Zunächst fing alles ganz planungsgemäß an, die Hefte wurden nach Postleitzahlen in die Kisten verteilt und wie von der Post verordnet mit dem entsprechenden Porto frankiert. Bruno leistete hier perfekte Vorarbeit. Doch eine kleine Fehlinformation brachte beinahe den gesamten Zeitplan durcheinander.

Im Verteilzentrum angekommen hatten wir noch eine üppige dreiviertel Stunde Zeit. Doch dann der Schock, der nette Postmitarbeiter offenbarte uns dass die Sektionsnachrichten nicht Hochkant sondern liegend in die Postkisten sortiert werden müssten. Kurzes durchatmen... und los ging's, circa 2000 Hefte neu sortieren. Zunächst etwas unkoordiniert, dann zunehmend eingespielt, machten sich fünf Helfer an ein strammes Unterfangen. Um 19:15 Uhr (15 Minuten nach Feierabend der Beamten!) waren dann circa 50 Kisten neu gepackt, beschriftet und mit dem richtigen Porto versehen. Der Mann am Schalter etwas murrig, wir hingegen ordentlich verschwitzt, dafür umso gelassener, diese Aufgabe doch noch rechtzeitig bewältigt zu haben.

Im Nachhinein lustig, während der Aktion... nicht ;-)
Danke an alle Helfer!

Ach, übrigens... wer hat Lust beim nächstenmal mitzumachen? Meldet Euch gerne unter: redaktion@alpenverein-pforzheim.de

Die digitale Ausgabe gibts hier, der Umwelt zu Liebe ;-)
sektionsheft.html 


Schrauberkurs der MTB-Gruppe am 22.1.2020:

 

Zum Jahresbeginn 2020 fand erneut unser alljährlicher Schrauberkurs bei Mr. Bike in Pforzheim statt. Aufgrund der großen Nachfrage war der Kurs mit 14 Teilnehmern ruck-zuck ausgebucht. Sehr gefreut haben wir uns dabei über die große Zahl von neuen Mitgliedern, die großes Interesse am Thema Mountain-Bike haben.

Mit seinem unermüdlichen persönlichen Einsatz hat Rainer Altmann auch dieses Jahr bis nach Mitternacht die Teilnehmer begeistert und zahlreiche Einblicke in die Reparatur, Pflege und Optimierung von Mountain-Bikes gegeben. Die beigefügten Bilder sprechen für sich. Aber auch in diesem Jahr mussten wir am Ende des Kurses um Mitternacht wieder feststellen, dass wir nicht alle Themen abarbeiten konnten, da das Thema Mountain-Bike auch im Bereich Technik mittlerweile viele zusätzliche Facetten bietet.

Auch haben zahlreiche praktische Beispiele an defekten Teilen den Teilnehmern sehr eindrucksvoll die laufende Kontrolle von Verschleißteilen nähergebracht (siehe beigefügtes Bild => an dieser ursprünglichen Bremsscheibe wurde das Verschleißminimum zum Beispiel deutlich überschritten ?!).

Wir haben den Kurs auch zum Anlass genommen, Rainer Altmann und dem Mr. Bike Team zu ihrem 30-jährigen Firmenjubiläum zu gratulieren und uns ganz herzlich für die langjährige und gute Zusammenarbeit zu
bedanken, welche auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass wir den Schrauberkurs nunmehr im 16. Jahr in Folge durchgeführt haben!!!!
Herzlichen Glückwunsch.

Euer Fachübungsleiter Mountain-Bike,
Ralf Kreisl


Schneeschuheinsteigerkurs

 

...im Allgäu bei frühlingshaften Temperaturen
Am 15. und 16. Februar 2020 fand der diesjährige Einsteigerkurs „Schneeschuhgehen" statt. Bei der Anfahrt ins Allgäu zeigten sich schon die ersten Probleme: Wollten doch viele das schöne Wochenende nutzen und nach dem Neuschnee Skifahren gehen. Folge für uns: Wir standen erst mal im Stau ?.
Doch dann in Unterjoch angekommen waren wir etwas überrascht. Wir konnten tatsächlich direkt am Parkplatz mit den Schneeschuhen losgehen und das bei blauem Himmel und Sonnenschein. Nach kurzer Einweisung, LVS-Check ging es dann los über die Buchelalpe hoch zum Wertacher Hörnle. Auf der Tour bestand tatsächlich die Möglichkeit ein Stück in „unverspurtem" Schnee zu gehen, was allen großen Spaß bereitete.
Beim Abstieg merkte man schon die Kraft der Sonne, der Schnee wurde schwerer und die Sonne knabberte deutlich am kühlen Weiß. Eine kurze Einkehr auf der Buchelalpe und das letzte Stück zurück zum Parkplatz - ein herrlicher Tag im Freien ging dem Ende zu.

Beim Abendessen wurden dann noch einige theoretische Themen rund ums Schneeschuhgehen, Lawinenkunde, usw. besprochen und so fand der Tag seinen Ausklang.

Unsere zweite Unternehmung am Sonntag führte uns ins Tannheimer Tal. Von Tannheim starteten wir in Richtung Älpele. Durch den Föneinbruch kam es tatsächlich zu Temperaturen deutlich über der 10 Grad-Marke. Der Schnee wurde nass und schwer.
Natürlich durfte an diesem Tag die klassische Verschütteten-Übung nicht fehlen. Ein LVS-Gerät wurde eingegraben und jeder musste das Gerät suchen und sondieren. Tja, solange das ganze kein Ernstfall ist, kann solch eine Übung auch richtig Spaß machen.
Oberhalb vom Älpele war dann das Tagesziel erreicht. Nach den Strapazen des Vortages beschloss die Gruppe, dass ein „Berg-Vesper" statt einem Gipfelvesper ausreiche!

Gesund wieder zuhause angekommen ist ein interessantes, sonniges, teilweise anstrengendes Schnee-Wochenende zu Ende gegangen, das allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Spaß bereitet hat.

Vielen Dank für die gute Organisation und das schöne Wochenende...

... die Teilnehmer.


Familiengruppe im Ötztal

 

Donnerstag, 05.09.2019...
für viele ein normaler Tag der Sommerferien, doch für uns nicht. Es war ein Tag mit gemischten Gefühlen, da uns der Wetterbericht für das ganze Wochenende schlechtes Wetter vorhersagte. 3 Familien, 10 Personen stellten sich dem Abenteuer und meisterten es fabelhaft.

Am ersten Abend auf der Tiroler Hütte in Gries war die Laune bestens. Als die letzten eintrafen war das Essen bereits vorbereitet und der Tisch gedeckt.
Gesellig saßen wir in der warmen Stube, genossen das Beisammensein, erzählten von den Ferienerlebnissen und besprachen die Vorhaben für das Wochenende. Gemütlich bei Gemeinschaftsspielen und Getratsche klang der Abend aus.

Der nächste Tag brach an. Nach einem reichhaltigen Frühstück stand eine Wanderung bevor. In 2 Stunden sind wir bei leichten Niederschlägen zur Winnebachseehütte gelaufen. Eine Schneeballschlacht brachte Spaß und kalte Finger.
Oben angekommen setzten wir uns bei schlechter Aussicht und Nebel zuversichtlich in das Panoramazimmer. Nach einer guten halben Stunde zog es dann tatsächlich auf und wir hatten einen tollen und wohlverdienten Blick auf die herumliegenden Berge. Der Abstieg tat nach einer ordentlichen Portion Kaiserschmarren sehr gut. Unten am Haus angekommen wurden schnell die Schwimmsachen zusammengepackt und es ging eine Runde ins Thermalbad. Dort erholten wir uns für den nächsten Tag. Wohlduftend lieferten wir uns, zurück in der Hütte, einige Runden Stratego. So ging auch dieser Tag zu Ende.

Tag 3! Eine kletterische Aktivität durfte nicht fehlen. Da der Felsen nass und das Wetter nicht so einladend war, beschlossen wir, nach einer Freiluftaktion, die nächst gelegene Kletterhalle unsicher zu machen. Also packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren nach Imst. Dort bewanderten wir zuerst die Rosengartenschlucht. Es war sehr spektakulär und beeindruckend. Die Stimmung war bestens und auch kleine Schauer machten uns nichts aus. Im Anschluss dieser entspannten Wanderung begaben wir uns nach einer kurzen Snackpause in die Kletterhalle. Anfangs war diese nicht so überzeugend, doch am Ende fiel es uns schwer zu gehen. Nach einem späten Abendessen lagen wir alle müde in unsere Betten.

Der letzte Tag war wohl mit der spaßigste. Wir drehten die Musik laut und starteten unsere Putzparty mit Queen. Egal ob mit dem Staubsauger getanzt oder die Fenster elegant mit dem Lappen gewischt, jeder hatte seinen Spaß. So kam langsam das Ende und wir verabschiedeten uns bei leichtem Schneefall mit der gleichen guten Laune wie wir uns auch begrüßt hatten. Von uns behauptet niemand mehr, dass man bei schlechtem Wetter sowohl drinnen, als auch draußen keinen Spaß haben kann. Danke für die tolle Ausfahrt!

Hannah Wolff, 28.09.2019


Reinhold Messner in Pforzheim
Reinhold Messner in Pforzheim

Reinhold Messner schaute auch am Stand der Sektion Pforzheim im Deutschen Alpenverein vorbei

 

Dass Reinhold Messner begeistert, konnten die Zuhörer im dichtbesetzten CCP dieser Tage wieder erleben. Obwohl er unentwegt Autogramme gab und die Warteschlangen sich schon gleich bei der Öffnung des CCP bildeten, fand er Zeit, auch am Stand der Sektion Pforzheim für ein Foto vorbeizuschauen. Der Vorsitzende Rolf Constantin überreichte ihm die Sektionsnachrichten, die in neuer Form erstmals erschienen. Der Stand der Sektion war ebenfalls gefragt und so ergaben sich viele Gespräche mit den Besuchern der Veranstaltung.

Reinhold Messer ist natürlich eine faszinierende Gestalt, bezwang er doch als erster Mensch den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske und bestieg 14 Achttausender. Seiner Heimat ist er immer treu geblieben. In seiner Rückschau war zu erleben, wie er immer ausprobiert hat, wie Überleben funktioniert. Er durchquerte zu Fuß die größten Eis – und Sandwüsten der der Erde und gab bei seinem Vortrag zu, nicht schwimmen zu können. Begeistert von den Natur und den Bergen versuchte er diese Begeisterung im ausverkauften CCP Centrum den Zuschauern und Zuhörern in über zweieihalbstunden zu vermitteln. Er sprach dabei auch die Neugier und Zuversicht an, die wichtig ist um solche Strapazen auf sich zu nehmen. Mut, Leidenschaft und Verantwortung brachte er in Einklang und skizzierte seinen Lebenslauf, der ihn bereits in jungen Jahren lernte das Klettern in heimischen Gefilden zu schätzen. Bild – und Wortgewaltig schilderte er seinen Lebensweg vom Südtiroler Bergbub zum größten Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit. Beeindruckend waren neben den Bergaufnahmen auch die Menschen, die ihm auf seinem Lebensweg begegneten und für die er sich auch einsetzte. Denke, dass es keiner bereuen musste, ihn zu erleben und so war auch die Auftaktveranstaltung der Volkshochschule mit den BilderWelten wieder ein voller Erfolg.
rolf constantin

Auf dem Foto von links nach rechts die Betreuer des Standes: Wolfgang Milisterfer, Christoph Sänger, Reinhold Messner, dahinter Martin Hämmerle. Bruno Kohl und Rolf Constantin

Foto 2 - Reinhold Messner beschäftigt mit persönlichen Widmungen


Mitgliederversammlung 2019

Mitgliederversammlung der Sektion Pforzheim des Deutschen Alpenvereins

 

Pforzheim. Sie haben einen ganz besonderen Reiz: die Alpengipfel jenseits der 4000er-Grenze. Und auch die Pforzheimer Alpenvereinssektion gehört jetzt zu den 4000ern, was die Mitglieder angeht. 4092 Bergbegeisterte zähle man aktuell, berichtete der Vorsitzende Rolf Constantin bei der jüngsten Mitgliederversammlung. Aber nicht nur diesbezüglich steht die Sektion äußerst stabil da – sondern auch in finanzieller Hinsicht, wie Schatzmeister Frank Nauheimer verdeutlichte.

Ein Anziehungspunkt ist weiter die Pforzheimer Hütte im österreichischen Sellrain. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen sorgen dafür, dass der alpine Stützpunkt unter den Pächtern Florian Mader und Sonja Prepstl ein Schmuckstück in den Bergen bleibt, dass den Wanderern allen nötigen Komfort bietet.

Im Pforzheimer Sektionszentrum mit seinen Kletter- und Boulderwänden, die augenblicklich an den Wochenenden der Wintersaison wieder für den allgemeinen Publikumsbetrieb geöffnet sind, spielt sich das Vereinsleben vor Ort ab. Neben der Sektionsjugend sind derzeit zwölf Gruppen aktiv. So kommen nicht nur Kletterer, sondern auch Wanderer, Bergsteiger, Klettersteigfans, Schneeschuh- und Skitourengeher, aber auch Mountainbiker auf ihre Kosten. Ein Schwerpunkt wird dabei mit zahlreichen Kursen auch auf die Ausbildung gelegt. Bei den Partnerschaftswanderungen wird der Kontakt zu den Pforzheimer Partnerstädten gepflegt.

Zu den Höhepunkten des Vereinsjahres zählen auch die äußerst beliebte 24-Stunden-Wanderung oder das Herbstfest, bei dem sich die Sektion der Öffentlichkeit präsentiert.

Für alle, die einen tieferen Einblick in die Arbeit und Angebote des Alpenvereins bekommen wollen, hat der DAV Pforzheim jetzt auch seine Sektionsmitteilungen neu gestaltet. Verabschiedet wurden von den Mitgliedern notwendig gewordene Satzungsänderungen und die neue Jugendordnung.

Eine besondere Freude war es, knapp 100 Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein ehren zu können. Herausragend dabei: Inge Nagel, die dem DAV seit 70 Jahren angehört. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Guenter Fegert, Ursula Maaßen und der Sektionsvorsitzende Rolf Constantin ausgezeichnet. Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Klaus Berchtold, Renate Binsch, Dieter Bräuning, Albert Ebel, Manfred Lichter, Horst Schweickert und Herwarth Wissmann. Weitere 43 Mitglieder wurden für 40 Jahre im DAV geehrt und 42 für 25 Jahre.

ben www.alpenverein-pforzheim.de

 

BU: Im 150. Jahr des Alpenvereins: Die für langjährige Treue geehrten Mitglieder der Sektion Pforzheim zusammen mit Vorstandsvertretern. Foto: Bernhagen


Festakt in München 150-jährige Jubiläum DAV
Festakt in München 150-jährige Jubiläum DAV

Beim Festakt zum 150-jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins in der kleinen Olympiahalle in München war auch Pforzheim vertreten

 

Der Deutsche Alpenverein mit seinen knapp 1,3 Millionen Mitgliedern lud zu einem Festakt zum 150 – jährigen Bestehen in die Olympiahalle nach München ein, in der dann auch die diesjährige Hauptversammlung angesiedelt war. Bruno Kohl und Rolf Constantin erlebten diese Gala, in die auch unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zugeschaltet war und der Ministerpräsident Markus Söder ein Grußwort an die geladenen Gäste aus Politik und Gesellschaft richtete. Gleichzeitig war damit der Auftakt der diesjährigen Hauptversammlung verbunden. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung standen dabei der Klimaschutz für den die Mitglieder in Zukunft einen Euro beim Mitgliederbeitrag zusätzlich entrichten sollen und die Digitalisierung. 800 Delegierte aus 357 Sektionen kamen zur Versammlung. Klimaschutz soll in Zukunft bei den inzwischen 210 Kletteranlagen und auf den 322 Berghäusern eine größere Rolle spielen.

Der offizielle Festakt stand unter dem Thema: „Wir lieben die Berge – und das schon seit 1869". Damals trafen sich am 9. Mai 1869 in München rund drei Dutzend deutsche und österreichische Bergsteiger, die im Gasthaus „Zur blauen Traube" den Deutschen Alpenverein gründeten. Heute ist es der fünftgrößte Sport-und größte Naturschutzverband in Deutschland.

In den 322 Berghäusern stehen 20 400 Betten zum Nächtigen zur Verfügung und der DAV pflegt auch 30 000 Kilometer Wanderwege und Pfade in den Alpen. Klettern, das im letzten Jahrzehnt immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, ist ab 2020 bei der Olympiade in Tokio eine Olympische Disziplin.

War es am Anfang das Bergsteigen, kamen später das Wandern in den Bergen, das Skifahren, Schneeschuhwandern, das Mountainbiking, Klettern und Bouldern dazu.

Inzwischen viele Familien mit ihren Kindern auch das Wandern in den Bergen entdeckt haben, wachsen die einzelnen Sektionen kontinuierlich weiter an wie auch die Sektion Pforzheim, die inzwischen über 4000 Mitglieder zählt.

rolf constantin

Die Fotos entstanden vor und beim Festakt. Dort überreichte der Südtiroler Bergsteigerverband diesen überdimensionalen Kletterhaken.


Herbstfest Dav Pforzheim 2019
Herbstfest Dav Pforzheim 2019
Herbstfest Dav Pforzheim 2019
Herbstfest Dav Pforzheim 2019

Herbstfest der Sektion Pforzheim war bei sonnigem Wetter Anlaufstation vieler Familien

 

Das Herbstfest der Sektion Pforzheim im Deutschen Alpenverein lockte auch in diesem Jahr wieder, bei fast hochsommerlichen Temperaturen, viele Familien mit ihren Kindern zum Ausbildungszentrum auf die Wilferdinger Höhe. Das Hütten- und Hausteam hatten dazu die Vorbereitungen getroffen, dass sich kleine und große Akteure auch entsprechend stärken konnten. Nicht alle 44 Routen mit ihren 2700 Elementen im Innenbereich des Hauses waren dabei zu erklettern. Fachübungsleiter der Jugend und im Erwachsenenbereich sicherten die Routenkletterer. Selbst die Kleinsten vertrauten sich ihnen an und wagten es bis an die Kante der neun Meter hohen Wände zu klettern. Manche konnten dabei auch ihre Väter und Mütter dazu bewegen, sich an den farbigen Elementen entlang, nach oben zu bewegen. So hatten die Betreuer alle Hände voll zu tun, zunächst alle Vorbereitungen zur Sicherung zu treffen, und dann gingen die Blicke der Besucher zu den kleinen Kletterhexen, die sich mutig nach oben hangelten. Aber auch der Boulderbereich war gefragt. Hier konnten sich die Jüngsten austoben und Überkopftouren proben oder die Anlage als Spielbereich nutzen.

Daneben hatten die Besucher auch die Möglichkeit Fachfragen an die Betreuer zu richten. Da die Kletteranlage immer in den Wintermonaten von Oktober bis April an Wochenenden jedem zur Verfügung steht, der sich bereits Kletterkenntnisse über entsprechende Kurse, die das Fachübungsleiterteam anbietet besitzt, lässt sich auch in der kalten Jahreszeit die Fähigkeit und die Freude am Klettern weiter festigen. Diese Gelegenheit nutzen auch viele Kletterer in Pforzheim und Umgebung.

Sowohl im Freien, wie inzwischen im beengten Innenraum der Kletterhalle, waren Tische aufgestellt. Zur Stärkung gab es selbstgebackenen Zwiebelkuchen aber auch herzhafte Würstchen, um sich Kraft und Schwung für eine zweite Klettertour zu holen.

Rund 900 Kinder und Jugendliche bis 27 Jahren zählt inzwischen die Sektion mit ihren knapp 4100 Mitgliedern. Leider können nicht alle Kinder und Jugendliche in die bestehenden Gruppen, die alle ausgelastet sind, aufgenommen werden. Da es daneben aber noch die Familiengruppen gibt, sorgen diese für eine gewisse Entlastung. Wie bei den Fachübungsleitern der Erwachsenen besteht auch für die Jugendleiter eine stete Ausbildungs – Weiterbildungspflicht. Den Abschluss des Tages bildete im 150. Jahr der Gründung des Deutschen Alpenvereins, der 355 Sektionen und 1,3 Millionen Mitgliedern, das am 25. Oktober in der kleinen Olympiahalle in München mit einem dreistündigen Festakt den Auftakt der diesjährigen Hauptversammlung bildete, und den auch eine kleine Pforzheimer Delegation erlebte, ein farbenfroher Vortrag mit einem Streifzug durch die Berge im Umfeld des Pforzheimer Berghauses durch Lukas Ruetz. Geboren in St. Sigmund, brachte er prächtige Aufnahmen seiner Heimat zur Sommer – und Winterzeit auf die großflächige Leinwand und ging auch auf das Klima, das Abschmelzen der Gletscher, die Gefahren in den Bergen und den Tourismus ein. Zur Freude der Anwesenden hatte er auch den Pächter des Berghauses Florian Mader mitgebracht, der über ein erfolgreiches Bergjahr für die Sektion berichten konnte.

rolf constantin


OB Besuch
OB Besuch
OB Besuch

Oberbürgermeister Peter Boch besuchte mitgliedstärksten Sportverein in der Stadt und im Enzkreis

 

Dieser Tage stattete Oberbürgermeister Peter Boch der Sektion Pforzheim im Alpenverein in seinem Sektionszentrum einen Besuch ab. Mit über 4000 Mitgliedern ist der Mehrspartenverein der stärkste Sportverein in der Stadt und im Enzkreis. Rund zwei Drittel der Mitglieder wohnen dabei in der Stadt und ein Drittel verteilt sich über den Enzkreis und ganz Deutschland, da viele Mitglieder auch bei einem Ortswechsel der Sektion treu bleiben.

Jugendbereich sowie Kletteranlagen der Außenwand und der Innenwände mit Bolderanlage sowie die einzelnen Sparten im Verein vom Klettern bis hin zum Mountainbike, kamen dabei zur Sprache. Faszinierend die 2700 Klettergriffe allein in der Innenkletteranlage, die jetzt im September wieder in Eimern alle eingesammelt, gereinigt und danach wieder einzupassen sind. Verbunden damit sind auch immer neue markierte Routen.  Der Jugendbereich, der über 90 Jahre besteht, ist stark gefragt. Von daher sind die Gruppen stets ausgelastet und dazu braucht es ausgebildete Fachübungsleiter. Neben den Fachübungsleitern bei der Jugend sind weitere 30 Fachübungsleiter in den unterschiedlichsten Bereichen vom Bergsteigen über Klettern bis hin zum Schneeschuhlaufen und Mountainbike erforderlich, um bei Ausfahrten entsprechende Führungsverantwortung übernehmen zu können. Die Übungsleiter müssen auch in regelmäßigen Abständen entsprechende Ausbildungslehrgänge besuchen. Dazu kommen auch Ausbildungen in der Kletterhalle, um sich bei Ausfahrten entsprechend zu sichern und auch um auf Gefahren, die beim Bergsteigen drohen können, einzuüben. Beeindruckend für den OB auch die gewaltige Außenwand, die auch Heiner Geisler einmal erkletterte. Jugendliche hatten dabei vor 25 Jahre aus Pappmaschee das Modell vorgearbeitet. Auch der Gesamtkomplex mit zwei Sportvereinen Schwarz - Weiß - Club und Alpenverein war bei der Planung schwer in einem Gebäude unterzubringen. Die Kombination hat sicher Einmaligkeitscharakter. Interessant war für den OB auch die Boulderanlage, die er mit seinen Kindern ausprobieren will und die natürlich auch Tiergriffe haben, die Kinder motivieren können.

Von der Seniorengymnastik über den Naturschutz, der beim Alpenverein eine große Rolle spielt und bei dem der Alpenverein auch in Baden – Württemberg in allen Gremien vertreten ist, sowie die Wandertouren der Sektion und die Entwicklung der Sektion Pforzheim, die bis zur Fertigstellung des Gebäudes vor 23 Jahren über die gesamte Stadt Anlaufstellen hatte, war ein Thema sowie das große ehrenamtliche Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen der Sektion.

Das starke Wachstum der Sektion hat zwei Gründe. Zunächst das Ausbildungszentrum Walter Witzenmann Haus, das vor 23 Jahren eingeweiht wurde und das Adolf Witzenmann Haus als Pforzheimer Hütte, die stets modernisiert und ausgebaut auf Gäste aus der Raum Pforzheim wartet in den Stubaier Alpen. Daneben gibt es immer mehr junge Familien, die mit ihren Kindern einen alternativen Urlaub in den Bergen planen. Der Alpenverein bietet auch bei Unfällen in den Bergen, die sehr teuer werden können, einen entsprechende Versicherungsschutz, der im Mitgliedsbeitrag enthalten ist sowie ein vergünstigtes Übernachten und Essen an. Der Vorsitzende Rolf Constantin dankte dem Oberbürgermeister Peter Boch für die unterschiedlichen Zuschüsse, die der Verein von der Stadt bekommt und gab ihm mit auf den Weg das Pforzheimer Berghaus im nächsten Jahr aufzusuchen, das seine Vorgänger bis hin zu Oberbürgermeister Joachim Becker getan haben.

Neben der Mitgliederversammlung am 24. Oktober um 19.30 Uhr im Walter Witzenmann Haus bei der über 100 Ehrungen anstehen, hat das Herbstfest als Familienfest eine Tradition. Dieses ist am 26. Oktober angesiedelt. Dabei gibt es gesichertes Klettern für Jung und Alt und manchen lässt danach das Klettern nicht mehr los. Auch im Winterhalbjahr vom 6. Oktober bis 20 April kann an den Wochenenden geklettert werden, da das Haus dann samstags und sonntags außer an Ostern geöffnet ist.

   
Am 26. Oktober um 18 Uhr ist zudem der bekannte Skibergsteiger und Tourengeher Lukas Ruetz mit seinem Vortrag „Dahoam im Sellroan“ im Kletter- und Sektionszentrum zu Gast. Er wird in seinem Streifzug durch die Sellrainerberge viele Eindrücke seiner Winter- und Sommertouren und vom Gleirschtal, dem Arbeitsgebiet der Sektion und Standort der Pforzheimer Hütte präsentieren. Eintritt ist frei.  

Gleichzeitig verabschiedete der Vorsitzende den Stellvertretenden Jugendreferent Steffen Reiling, der beruflich nach Freiburg wechselt. Er dankte ihm für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz und für den Aufbau einer Jugendklettergruppe, die sich wettbewerbsmäßig auch überregional einbringen soll.                   
rolf constantin

Bildbeschreibungen: Foto mit Kletterwänden im Haus: von links Christian Langer(Kletterwandbetreuer und zweiter Vorsitzender); Bruno Kohl ( Hüttenreferent und zweiter Vorsitzender); Barbara Schwager( Naturschutzreferentin); OB; dahinter Steffen Reiling ( stellvertretender Jugendreferent)  Jörg Tanneberger ( Medienreferent);dahinter Brigitte Wörle ( Wanderwart); Rolf Constantin ( Vorsitzender); Hans Trautz (Seniorenbeauftragter); dahinter Andrea Kern ( Ausbildungsreferentin) und daneben Frank Nauheimer ( Schatzmeister)
OB im Gespräch mit Christian Langer und Bruno Kohl
An der Außenwand von links nach rechts: Hans Trautz; Rolf Constantin; Peter Boch; Barbara Schwager, Steffen Reiling; Brigitte Wörle; Frank Nauheimer, Christian Langer; Andrea Kern