Berichte


Berichte aus der Sektion


13. Partnerschaftstour der Sektion Pforzheim mit unseren Bergfreunden aus Vicenza und Gernika

 

Gebiet: Pyrenäen die Gipfel um den Pico de Posets (3.375 m) und Perdiguero (3.222 m)
In diesem Jahr haben unsere baskischen Freunde zu einer Tour in den Pyrenäen eingeladen. Ausgangspunkt der Tour war der Ferienort Benasque im gleichnamigen Tal, das im Zentrum der Pyrenäen in der Region Aragón liegt. Am Donnerstag, den 12.07.2018 machten sich 13 Unerschütterliche aus der Sektion auf den Weg nach Gernika. Mit einem Lufthansa – Gruppenflug landeten wir in Bilbao bzw. Gernika.

Die Wiedersehensfreunde war groß. Der erste Besuch galt eine Pincho Bar (baskisch Pintxo) auf dem Zentralplatz in Gernika. Die Straßen und Plätze in Gernika waren an diesen „normalen“ Donnerstag um 20 Uhr zum Brechen voll. Das gemeinsame Abendessen mit den italienischen Freunden rundete den ersten Tag ab.
Zur 9 stündigen Busfahrt in die Pyrenäen starteten wir um 6 Uhr am Freitag. Alle waren froh ab Benasque endlich die Rucksäcke aufnehmen zu können und den Aufstieg zum Refugio Estós auf dem GR 11 anzugehen. Nach 2,5 Stunden war es geschafft. Die Landschaften waren wieder überwältigend.

Gemeinsam (Gruppe A und B) begannen wir am Samstag die erste Etappe zum Refugio Angel Orús. Zunächst durch einen Zirbenwald und vorbei an kleinen Seen, bis wir auf ca. 2.400 m. Über wunderbare schroffe Felsen hinauf bis auf den Pass La Plana Mountain (2.703m). Über Firnfelder und schöne Felsstufen führte der Weg ins Tal vom Rio Eriste. Die Querungen der teilweise starken Wasserströme waren ein Abenteuer für sich. Bald war das Refugio Angel Orús erreicht.

Am darf folgenden Tag war für die Gruppe A der Gipfel des Posets (3.375 m) das Ziel und für die Gruppe B die Forqueta or Eriste Montain Pass (2.865 m). Um den langen Gehzeiten gerecht zu werden, startete die Gruppe A bereits um 6 Uhr und die Gruppe B folgte um 7 Uhr.

Der Weg zur Forqueta und zum Einstieg zum Gipfel des Posets war schnell gefunden und über die bereits bekannten schönen Felsstufen ging es hinauf zum Ibón (See) de Liardaneta. Ab hier führte der Weg zum Gipfelanstieg über ein sehr steiles und langes Firnfeld. Die weitere Wegführungen hinauf zur Forqueta or Eriste ging zunächst über Geröll bis auf 2.700 m an den Fuß vom Collado de Eriste. Ab da waren wegen der Steilheit der Firnfelder Steigeisen gefragt. Damit konnte die ca. 40° Steigung bei mäßiger Wegspur gut bewältigt werden. Die Aussicht auf der Forqueta nach Westen und Osten war unbeschreiblich schön. Der Abstieg durch das Maciza de Posets verlief zunächst über Firnfelder und später durch schöne Zirbenwälder und war Erholung pur. Ein kühles Bad im Rio Cinqueta rundete den eindrucksvollen Tag ab.
In dem vollen Refugio de Biados (Refugion Viados) wurden wir köstlich bewirtet und Pico Posets leuchtete in der Abendsonne.

Es ist nicht immer Sonnenschein in den Pyrenäen. Die Etappe am Montag sollte auf dem Pico de Chistau (2.794 m) führen aber ein andauernder Landregen ließ es ganz anders kommen. Trotz Wartezeit machte sich die erste Gruppe im Regen auf den Weg entlang dem Rio Cinqueta zur Selbstversorger Hütte, Caban de Aues Cruces auf 2.100 m. Über ein beschädigtes Brückenstück musste im Zusammenfluss des Rio Cinqueta und des Bara rico de Chirstau der reißende Bergbach überquert werden. Nun ging es steil aufwärts zum Joch. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse wurde die Besteigung des Gipfels vom Pico de Chistau nicht durchgeführt. Durch das obere Val de Estós ging es hinunter zum Refugio Estós.

Nach einem erholsamen Hüttenaufenthalt begann unser letzter Tag. Wir folgten dem GR 11 talabwärts, um dann bei der Alpe Bartalet den Weg zum Perdiguero einzuschlagen. Auf dem Pleta del Perdiguero wanderten wir weglos Richtung Osten ins Val El Literola. Nach einem erfrischenden Bad im sehr kalten Rio Literola ging es hinunter ins Val Esera und mit dem Bus nach Benasque. In den Räumen der Alpinschule Escuela de Montana de Benasque konnten wir den schönen Tourentag abschließen.

Zurück in Gernika feierten wir den Abschied. Als kleines Geschenk überreichten wir unseren Freunden ein großes Poster (Collage) mit Bildern aller Touren seit 2005 bis 2017.

Vielen Dank an unsere baskischen Freunde für die hervorragende Organisation und das wir mit Euch und den Freunden aus Vicenza eine Strecke vom 65 km mit 5.261 m Anstieg und 4.839 m Abstieg in den Pyrenäen unterwegs sein durften.

Unseren Rückreisetag, begannen wir mit einem ausgiebigen Frühstück in einer Pincho Bar in Gernika-Lumo. Mit der Regionalbahn fuhren wir nach Bilbao und nach einem kurzen Aufenthalt am Guggenheim Museum weiter zum Flughafen.

Eine eindrucksvolle Tourenwoche durch die Bergwelten der Pyrenäen verging leider viel zu schnell. Wir freuen uns jetzt schon auf das Wiedersehen. Denn 2019 werden unsere Freunde aus Vicenza in die Dolomiten einladen.

Text: Bruno und Sybille Kohl; Bilder: Bruno Kohl und Eberhard Wildermuth


Das Verwall – Hüttentour zum Start der Sommersaison 2018

 

Zwischen Arlberg und Silvretta und zwischen dem Paznauntal und Montafon liegt die Verwallgruppe. Der höchste Berg ist der „Hoher Riffler“ mit 3.168 m.

Um, für die geplante Tour in den Pyrenäen, und für den Berg- Sommer wieder die notwendige Kondition und Akklimatisation zu tanken, war das Gebiet südlich vom Arlberg vielversprechend. In Fahrgemeinschaften reisten wir über die A 7, A 96 und A14 an. Der Arlbergpass war ein idealer Startplatz für unsere 11-köpfige Gruppe zu der ersten gemeinsamen Bergfahrt vom Referat Bergsteigen im Sommer 2018.

Vom Parkplatz ging es gleich weglos hinunter ins Verwalltal und auf einem breiten Weg, der auch der Versorgungsweg für die Konstanzer Hütte ist, wanderten wir hinauf auf 1.688 m. Die ursprüngliche Planung über das Kaltenberger Haus zu gehen, mussten wir wegen Umbauarbeiten, aufgeben. Auch die Konstanzer Hütte war wegen des An- und Umbaus eine Baustelle. Anita und Werner Hellweger mühten sich redlich um uns den Hüttenaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Am ersten Tag hatten wir uns den Kleinen Pattriol (2.590 m) als Ziel ausgesucht. Der Einstieg über das Fasultal führte durch schöne Felder mit Alpenrosen. Auf dem Rossboden umrundet man den Gipfel und steigt auf der Flanke zum Verwalltal über Blockfelder zum Gipfel. Leider war die Sicht zum Zeitpunkt unseres Gipfelbesuches sehr eingeschränkt, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Am zweiten Tag war das Wannenjöchli (2.633 m), das wir über den Bruckmannweg erreichten, eine ordentliche Steigerung. Ab 2.300 m mussten wir die ersten Firnfelder queren. Was mit einfachen Trittstufen gelang. Die Begegnungen mit Tieren im hochalpinen Bereich ist immer wieder schön. Die Steinböcke und die Murmeltiere ließen sich fast nicht durch uns stören, so dass wir sie gut beobachten konnten. Nach gut 9 Stunden Gehzeit war unser zweites Ziel die Heilbronner Hütte auf 2.320 m erreicht. Die renovierte Hütte mit 128 Schlafplätzen wirkt sehr nüchtern in den Nebenräumen. Die Schlafräume sind im warmen Holz gehalten was den Gesamteindruck ausgleicht. Mit einem bedeckten Himmel begannen wir den 4. Tag mit der Überschreitung ins Ochsental. Am Rosmannbach hatten wir bald eine Furt gefunden und so ging es die 350 m hinauf auf das Muttenjoch (2.620 m).

Die einfache Besteigung der Gaisspitze (2.779 m) haben sich einige von uns nicht nehmen lassen, da eine schöne Aussicht lockte. Das Panorama über den Verwall und hinauf zur Silvretta war fast ungetrübt. Die Friedrichshafener Hütte war die nächste Unterkunft. In der gemütlichen Hütte ist man als Bergsteiger gleich heimisch. Für den 5. Tag war die Königsetappe zur Darmstädter Hütte am Fuße vom Großen Küchlferner über das Rautejöchli (2.752 m) geplant. Bereits nach dem ersten Joch auf 2.665 m mussten wir erkennen, dass der Firn zu hart war und der Einstieg in die 35° Firnflanke zu sensibel erschien. Somit machten wir uns auf den Rückweg zur Friedrichshafener Hütte und nahmen den Weg über das Schafbichljoch (2.450 m) ins Fausultal und zur Konstanzer Hütte. Anita und Werner freuten sich über unseren Überraschungsbesuch. Am nächsten Morgen ging es durch die Rosannaschlucht zurück nach St. Anton am Arlberg.

Voller neuer Eindrücke aus einer Gebirgsregion, die nicht zu den „Modegebieten“ der Alpen gehört, bestärkte uns in diesem Gebiet nochmals eine Bergfahrt zu unternehmen.

Christoph Senger, FÜL Bergsteigen und Bruno Kohl, Berg-Wanderleiter.


Arbeitseinsatz Pforzheimer Hütte 2018

 

Auch zum Start der Sommersaison gab es auf der Pforzheimer Hütte einiges zu tun.

Unsere neuen Hüttenwirte Sonja Prepstl und Florian Mader haben dem Arbeitsteam enge Termine gesetzt um pünktlich zum 15.06.2018 in die Sommersaison zu starten.

Am 03.06. und 04.06.2018 machten sich Martin Hämmerle und Bruno Kohl mit einem geländegängigen Fahrzeug vom Autohaus Walter und einem Großraumanhänger der Fa. Waldhaus auf den Weg um entsprechendes Material auf die Hütte zu transportieren. Das Hüttenteam hatte zuvor schon den Weg freibaggern lassen. So sind wir gut auf 2100 m an der Seilbahnstation angekommen.

Am 06.06.2018 machten sich dann die ersten vom 12-köpfigen Arbeitsteam auf den Weg.

Als erstes wurden die Arbeiten im Haus in Angriff genommen.

Julius Ritter und Fitz Sinn verpassten dem Treppengeländer einen schönen Holz-Handlauf.

Martin Fretz, unser Elektromeister, Doran Goossen, Sven Hämmerle und Bruno Kohl haben die Verkabelung vom IT, Telefon und Fernsehen vorangebracht. Die Fa. Dunkelberg hat das neue IT- und Telefonnetz in Betrieb gesetzt. Für die neue Verkabelung der Kommunikationstechnik wurden ca. 500 Meter Kabel verlegt um die neue Hüttenkasse, Drucker, Notebook und die neue Telefonanlage mit 5 Nebenstellen zu verbinden. Einige defekte Leuchten in der Küche und im Waschraum, sowie im Außenbereich, wurden ausgetauscht.

Ein Abenteuer der besonderen Art war die Montage vom neuen Kommunikationsseil mit dem Telefonkabel zwischen den Stationen der Materialseilbahn. Das Seil ist vor ca. 3 Jahren abgerissen und wurde nun mit einen Tragseil, einem Telefon-Erdkabel und einen Schutzschlauch der Fa. Witzenmann-Spöck versehen. Die ca. 660 m lange Leitung hängt nun wieder zwischen den Seilbahnstationen und ermöglicht eine bessere Kommunikation zwischen dem Berghaus und der Talstation. Mit der neuen Telefonanlage wird ermöglicht auch die Talstation der Materialseilbahn einzubinden.

Michael und Joachim Becker, die Meistermaler, gaben der Küche und dem Treppenhaus einen neuen Anstrich. Der rutschige Fliesenboden im Eingangsbereich, wurde gegen einen rutschfesten Epoxidharzboden ausgetauscht.

Zwei schöne Bildertafeln zeigen das 360° Panorama vom Zischgeles und im Treppenaufgang empfängt ein großes Bild vom Gipfelkreuz der Haidenspitze die Besucher des Berghauses.

Bernd Reister, Martin Hämmerle und Julius Ritter haben die beschädigte Fassade der Talstation mit einer neuen Holzfassade versehen. Nun passt sich das Gebäude besser der Landschaft an.

Der Zaun hat unter der großen Schneelast in vergangenen Winter stark gelitten und war teilweise ganz zerstört. Flo hat das Holz einfliegen lassen und er hat mit seinem Vater, Hans-Jörg Mader, den Zaun wieder errichtet. Ein Familienteam der Maders hat tüchtig um die Hütte aufgeräumt und es ist kein Altholz mehr zu sehen. Alles zersägt und eingelagert. Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung.

Thomas Thomsen, unser Wegewart, machte sind auf den Weg zum Gleirschjöchel und zum Zischgeles um die verblassten Wegmarkierungen nachzuarbeiten. Hier sollte auch einmal erwähnt werden, das im Wegebuch, auf der Hütte, sehr viel Lob über die Wegführungen und Markierungen zu lesen ist.

Eine kleine Bergfahrt zum Samerschlag rundete unseren Arbeitseinsatz vom 03.06. bis zum 17.06.2018 ab.

Da wir nicht alle Arbeiten abschließen konnten, wird es vom 25.09. bis 29.09.2018 voraussichtlich nochmals einen Arbeitseinsatz geben.

Dem Team vom Arbeitseinsatz ein herzliches Dankeschön für die geleisteten 895 Std. Unser Berghaus, die Pforzheimer Hütte, mit dem neuen Hüttenteam um Floria Mader kann nun gestärkt in die in die Sommersaison 2018 starten.

Vielen Dank nochmals an alle Helfer für diesen tollen Einsatz.

Euer Bruno Kohl
Hüttenreferent und 2.Vorsitzender


24 h Wanderung 2018

 

Danach warteten alle gespannt 200 Wanderer und 20 Helfer beim diesjährigen 24 Stundenmarsch 75 Kilometer rund um Pforzheim unterwegs

Der Kuckucksruf von Bruno Kohl fehlte auch in diesem Jahr nicht beim 24 Stundenmarsch, der bei herrlichem Wetter knapp 200 Wanderbegeisterte in die Spur brachte. Da Trinken oberstes Gebot war fanden die 14 000 Flaschen Mineralwasser reißenden Absatz. Nur wenige Flaschen waren am Ziel am Weißensteiner Bahnhof noch übrig. Der Event hat inzwischen Kultstatus. Teilnehmer kommen aus Nah und Fern und viele gehören inzwischen zu den Stammgästen und freuen sich auch, sich jährlich mit Gleichgesinnten zu treffen. Wie immer, ging es im Ausbildungszentrum auf der Wilferdinger Höhe los. Der Bezirksvorsitzende des Schwarzwaldvereins vom Bereich Schwarzwald – Pforte Günter Volz  gab nach Informationen von Wanderführer Bruno Kohl den Startschuss, ehe es auf die 75 Kilometer lange Strecke durch Wiesen, Felder und Wäldere ging. Zuvor hatten sich die Teilnehmer in kleinen Gruppen ausgetauscht und ihr Gepäck in das Begleitfahrzeug  gepackt. Es war dann ein endloser Tross, der sich in Richtung Ispringen bewegte, um später in Eutingen  Station zu machen. Über Tiefenbronn, das Mohnbachtal und Oberlegenhardt führte die Strecke nach Grunbach und ins Grösseltal. Rappelvoll war es dann rings um den Weißensteiner Bahnhof. Hier hatten sich Angehörige und Streckenläufer, die nicht alle Etappen mitlaufen konnten versammelt, um die Wanderer zu erwarten.  Ich kann es schaffen, sagte sich auch die 61 – jährige Ursula Keppler, die das dritte Mal dabei war und tatsächlich kam sie dann, zwar etwas lädiert, in Weißenstein an, wo sie ihr Mann mit den Enkelkindern erwartete. Auch die achtjährige Laura war über einige Strecken am Anfang dabei und die siebenjährige Franziska schaffte dann problemlos die letzten Etappen und war von der Tour  begeistert.

Der Härtetest der Tour ist dann immer in der Nacht erreicht, da sich dann auch die Müdigkeit einschleicht. Bei den Mitwanderern waren alle Altersgruppen von sieben bis 80 Jahre vertreten. Die Temperaturen waren optimal, da es auch in der Nacht nicht stark abkühlte und die Freude bei den Ausblicken in die Landschaft groß. Trotzdem brauchte es Durchhaltevermögen und Ausdauer.

Zwei Begleitfahrzeuge mit 20 Helfern versorgten die Wanderer mit Teinacher Mineralwasser, Müsliriegel, Obst und Ersatzkleidung. Wer nicht bis zum Schluss mitlief, hatte die Möglichkeit kostenlos mit Bus und Bahn den Heimweg anzutreten. Die meisten hielten aber durch und waren dankbar für das Naturerlebnis Abend, Nacht und Morgen hautnah zu erfahren. Es war die sechste Wanderung dieser Art, die der Alpenverein, Sektion Pforzheim, der Schwarzwaldverein Bezirk Schwarzwald – Pforte und die Wirtschaftsförderung durchführte. Am Ende waren 75 Kilometer mit 1379 Meter Aufstiegen und 1446 Meter abstiegen bewältigt.

Von den beiden Musikern Erwin Haller und Manfred Strobel begleitet, bewegte sich die Truppe am Zielort zu Bier und Wurst als Stärkung und holten ihre Ersatzkleidung aus dem Begleitbus.  Vor dem Weißensteiner Bahnhof begrüßte Rolf Constantin die teilweise müden Wanderer und lobte sie für ihre Ausdauer. Er dankte dabei vor allem auch den Organisatoren und Helfern.

Logistisch war es nicht einfach, diesen Marsch zu organisieren. Erleichtert haben diesen aber auch viele Sponsoren mit ihrer Unterstützung durch Obst, Mineralwasser und Müsliriegel. Auch an den einzelnen Raststationen klappte die Versorgung. In diesem Jahr gab es auch reichlich Preise, die durch das Hüttenteam mit Florian, Ingrid und Sonja sowie Inge Rebuschat und Günter Volz vom Schwarzwaldverein zusammen mit dem Vorstand des Alpenvereins gezogen wurden. Jeder Wanderer hatte dabei eine Nummer. Im Rückblick versicherten viele Angesprochenen, dass sie auch im nächsten Jahr wieder mitlaufen wollen und lobten die hervorragende Organisation.

rolf constantin


Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins überreicht das Gütesiegel auf der Pforzheimer Hütte

 

Bereits bei der Hauptversammlung der Deutschen Alpenvereins in Offenburg im November 2016 erhielt die Pforzheimer Hütte in den Stubaier Alpen auf 2308 Metern Höhe das Umweltgütesiegel und damit eine großartige Auszeichnung im 125. Jahr des Bestehens der Sektion Pforzheim und 90 Jahre nach der zweiten Hüttenweihung.  Da die Verleihung auch immer noch einmal vor Ort erfolgt und es im letzten Jahr nicht klappte, machte sich dieser Tage der Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins, der sich mit seinen 1,2 Millionen Mitgliedern zum größten Bergsportverein weltweit entwickelt hat, Roland Stierle, auf den Weg zum Berghaus, um das Gütesiegel vor Ort zu überreichen und sich das Berghaus anzusehen.  Zusammen mit dem Geschäftsleiter für Alpine Raumordnung Hanspeter Mair ging es von St. Sigmund aus zum Berghaus, wobei die letzten 150 Höhenmeter auch von den Alpinisten Kraft verlangten.

Der Hüttenreferent Bruno Kohl erwartete mit einer kleinen Gruppe Schneeschuhwanderer die Gäste des Hauptvereins. Roland Stierle lobte dabei den Einsatz der Hüttenwirtin Ingrid Penz für heimische Erzeugnisse und die ökologisch verträglichen Putzmittel, die Verwendung finden aber auch die Teilnahme an der Kampagne „ So schmecken die Berge „   eine Initiative zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft  und ökologischen Berglandwirtschaft, der Pächterin.  Auch die Bewirtschaftung auf regenerative Energieträger und die Umrüstung der Abwasserbehandlung mit einer biologischen Nachklärung auf dem besten Stand der Abwassertechnik trugen dazu bei, dass nun das Berghaus diese Auszeichnung erhielt. Von den 323 Berghütten sind die meisten noch nicht so fortschrittlich aufgestellt und es fehlt ihnen diese Auszeichnung.

Dazu braucht es neben Fachleuten aber auch viele ehrenamtliche Helfer, die in den letzten Jahren Hand anlegten, um das Berghaus mit seinen 68 Übernachtungsplätzen zu einer beliebten Anlaufstelle zu gestalten. Dazu zählen vor allem auch der gelungene Innenausbau, individuelle Beleuchtung der Räume und feuerfeste Türen. 

Beim Abschied lobte Roland Stierle das familiäre Miteinander, die wohltuende Hüttenatmosphäre sowie den professionellen und mustergültigen technischen Anlageaufbau. Alles zusammen ermuntert ihn zum Wiederkommen, war seine Aussage vor dem Abstieg nach St. Sigmund.

In diesen Tagen sind drei Meter Schnee anzutreffen und diese laden nun Schitourengeher und Schneeschuhläufer ein in unberührter Naturlandschaft auszuspannen. Die Schitouren können dabei bis in eine Höhe von knapp 3200 Metern auf den Gleirscher Fernerkogel führen. Auch die Schneeschuhwanderungen von Hütte zu Hütte über die Sellrainer Hüttenrunde finden immer mehr Anhänger. Nachdem die Sektion schweren Herzens von der Hüttenpächterin Ingrid Penz aus familiären Gründen Abschied nehmen muss, konnten der Hüttenreferent und der Vorsitzende der Sektion mit Florian Mader und Sonja Prepstl ein junges Team als Nachfolger gewinnen Beide haben bereits unter Ingrid Penz auf der Hütte über längere Zeit gearbeitet. Sie übernehmen daher nahtlos das Berghaus und führen es durch die Sommersaison.

Das Berghaus ist noch bis 8. April geöffnet. Anmeldungen über Telefon: 0043/5236-521 oder per eMail: pforzheimerhuette@alpenverein-pforzheim.de möglich. Zuvor ist es wichtig, sich über die Lawinengefahr zu informieren.   co

Bild:
Von links nach rechts Vizepräsident Roland Stierle, Hüttenpächterin Ingrid Penz, der Nachfolger Florian Mader, der Hüttenwart Bruno Kohl und sowie der Geschäftsleiter Alpine Raumordnung Hanspeter Mair.


DAV-Sektion Pforzheim bedankt sich mit Ehrenamtsabend

 

Mit einem gemütlichen Ehrenamtsabend bedankte sich die Sektion Pforzheim des Deutschen Alpenvereins bei ihren engagierten, aktiven Mitgliedern und Helfern. Traditionsgemäß fand das Treffen in der Kantine der Pforzheimer Firma Witzenmann statt, die die Sektion eingeladen hatte. Rund 60 Ehrenamtliche konnten sich dort bei einem leckeren Abendessen über die Berge, das Klettern oder geplante Aktionen austauschen.

„Das ist bereits der zehnte Ehrenamtsabend, den die Sektion ausrichtet“, freute sich der Vorsitzende Rolf Constantin. Ins Leben gerufen worden, sei der Ehrenamtsabend unter dem langjährigen, ehemaligen Vorsitzenden Dr. Walter Witzenmann, nach dem auch das Sektionszentrum mit Kletter- und Boulderhalle auf der Wilferdinger Höhe benannt sei. Alle zwei Jahre wird die Veranstaltung durchgeführt. Gedankt werden soll damit all den ehrenamtlichen Helfern, Gruppen-, Fachübungs- oder Jugendleitern, ohne deren Engagement die Vereinsarbeit nicht funktionieren würde. Und da sei einiges zu tun, so Constantin: „Schließlich ist die Sektion Pforzheim in den vergangenen zehn Jahren um rund 1000 Mitglieder gewachsen.“ Entsprechend bemüht sei man, ein angemessenes Angebot mit Gruppen, Ausfahrten oder Kletterkursen anzubieten.

Constantin blickte auch zurück auf die jüngsten Veränderungen in der Vereinsführung. Er dankte Daniel Grammel und Stefan Piskurek, die das Ausbildungsreferat über längere Zeit kommissarisch geleitet hatten und freute sich, dass mit Andrea Kern nun erstmals eine Ausbildungsreferentin gewonnen werden konnte. Ihr und ihrem Stellvertreter, dem erfahrenen Jörg Stähle, wünschte er gutes Gelingen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass nun auch zusammen mit Bruno Kohl und Christian Langer, den neuen stellvertretenden Sektionsvorsitzenden, die anstehenden Aufgaben gemeinsam angepackt werden können.

Als besonderes Dankeschön konnten die Ehrenamtlichen diesmal einen „Buff“ mit nach Hause nehmen – ein Schlauchtuch, das sich sowohl als Schal, wie auch als Mütze nutzen lässt. So können die Mitglieder der Pforzheimer DAV-Sektion bei künftigen Bergtouren gemeinsam im modernen, aber zugleich alpenvereinstypischen Edelweiß-Look präsentieren. Sve

 

BU: Schick und praktisch: Mit einem „Buff“ – einem Schlauchtuch – im Alpenvereinslook mit Edelweiss-Aufdruck bedankte sich die Sektion um den Vorsitzende Rolf Constantin (links) bei ihren engagierten Mitgliedern. Foto : Bernhagen


Hauptversammlung des DAV in Siegen im November 2017

 

Die zweitägige Hauptversammlung des DAV war 2017 in Siegen, einer Stadt mit knapp 110 000 Einwohnern, deren Sektion 5000 Mitglieder zählt und deren Gründung am 17. Januar 1880 war. In der Stadt lebte und wirkte der bekannte Maler Paul Rubens.

600 Delegierte von 238  der 356 Sektionen waren an beiden Tagen anwesend. 2019 kann der Deutsche Alpenverein sein 150 jähriges Jubiläum begehen, was entsprechend gefeiert werden soll. Steigende Kurszahlen im Ausbildungsbereich bedingt durch die Entwicklung der Mitgliederzahlen, war ein Thema. So ist der DAV inzwischen auf über 1,2 Millionen Mitglieder angewachsen. Auch der Summit Club, der neben Reisen den Sektionen mit Rat und Tat zur Seite steht, ist inzwischen wieder in einem satten Plus gelandet. Bei der Zusammenkunft ging es daneben um die Förderung der Hütten. In Zukunft sollen auch die Berghäuser in den Mittelgebirgen sowie die Winterräume gefördert und eine stärkere  Beteiligung an den Wegekosten ist auch vorgesehen. Die Versammlung stimmte weiterhin gegen eine Automobilwerbung und die Jugend bekommt mehr Mitspracherecht und hat jetzt auch einen eigenen Geschäftsführer. Breiten Raum nahm die Digitalisierung ein. Hier soll eine gemeinsame Plattform für Verwaltungsaufgaben und für ein modulares System für die Sektionen – Website aufgebaut werden. Auch die Verleihung des Gütesiegels für die Berghütten war ein Thema. 124 von 588 Berghäusern haben inzwischen dieses Siegel, das mit einer Reihe von Verpflichtungen verbunden ist und immer wieder einer Überprüfung standhalten muss. Die Vielfalt der Betätigungsfelder im DAV zeigten die einzelnen Berichte und die Versammlung protestierte auch gegen die Alpenplanänderung der Bayerischen Regierung, die bei wirtschaftlichen Interessen mehr Zugeständnisse an einzelne Gemeinden machen will, wenn es zum Beispiel um die Errichtung von Skipisten geht.  

Bei strömenden Regen erfolgte die Anfahrt der zwei Vertreter der Sektion Pforzheim und auch die Rückreise sah nicht anders aus. Gespräche mit Vertretern der Nachbarhütten so Westfalenhaus mit Münster und Winnebachseehütte mit Hof vertieften dabei auch das Miteinander.  co


Vorsitzender verabschiedet den zweiten Vorsitzenden Alexander Uhlig

 

Bei der Mitgliederversammlung  verabschiedete der Vorsitzende der Sektion seinen Stellvertreter Ersten Bürgermeister von Baden – Baden Alexander Uhlig, der schweren Herzens sein Amt niederlegte, da er einfach durch seine berufliche Einspannung und die entsprechende Entfernung dieses Amt abgab. Der Vorsitzende ging bei seinen Dankesworten auf den am 12. Mai 2005 erstmals Gewählten in der Funktion als Stellvertreter ein. Da er für den Hüttenbereich zusammen zunächst mit Roland Volz und danach mit Bruno Kohl zuständig war, erlebte er auch drei Hüttenpächter. Zunächst Helga und Jochen Klausner, die von Christian Mühlbacher und Oliver Haselwanter  abgelöst wurden und zuletzt dann die Übergabe an Ingrid Penz.

Er war, so betonte er,  eine gute Schaltstelle zur Stadtverwaltung Pforzheim. Der Vorsitzende wünschte ihm weiterhin Kontakt zur Sektion Pforzheim, viel Freude bei weiteren Bergtouren und dabei auch die entsprechende Vorsicht, dass es nicht noch einmal zu einer Verschüttung wie am Großvenediger kommt.

Der Schriftführer Sven Bernhagen hatte eigens zu seiner Verabschiedung einen Kasten Berg Jubelbier   aus seiner Heimatstadt  Regensburg besorgt. co

 

Foto: Unter Bergsteigern: Einen Kasten „Berg – Jubelbier“ gab's zum Abschied von Rolf Constantin (links) für den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Uhlig.


Mitgliederversammlung der DAV-Sektion Pforzheim 2017

 

Pforzheim. Die Pforzheimer Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat bei ihrer Mitgliederversammlung den ehemaligen Pforzheimer Baubürgermeister Alexander Uhlig als stellvertretenden Vorsitzenden verabschiedet und sich in diesem Zug neu aufgestellt. Kontinuität gibt es im inzwischen 3800 Mitglieder starken und beständig weiterwachsenden Verein allerdings an der Spitze: Als Sektionsvorsitzender wurde für die kommenden vier Jahre erneut Rolf Constantin gewählt, der allerdings ankündigte, dass dies seine letzte Amtszeit sein wird. Veränderungen gab es bei den stellvertretenden Vorsitzenden. Die Mitglieder entschieden, dass es künftig drei Stellvertreterposten geben soll. Neu im Vorstand ist Bruno Kohl, der als Hüttenreferent bisher im Beirat vertreten war. Gewählt wurde als stellvertretender Vorsitzende außerdem Christian Langer, der als Kletterwandbetreuer zuvor ebenfalls schon im Beirat war. Wiedergewählt wurde als stellvertretender Vorsitzender der bisherige Verantwortliche für das Sektionszentrum, Stefan Piskurek. Als Schatzmeister wurde Frank Nauheimer wiedergewählt, ebenso wie Sven Bernhagen als Schriftführer. Des Weiteren im Vorstand vertreten ist Daniel Grammel als Jugendreferent. Er wurde von den Mitgliedern ebenso wie sein Stellvertreter Steffen Reiling im Amt bestätigt.

In den Beirat gewählt wurden: Medienreferent Jörg Tanneberger, Seniorenbeauftragter Hans Trautz, Wanderwartin Brigitte Wörle, Wegewart Thomas Thomsen und Naturschutzreferentin Barbara Schwager. Fritz Sinn und Günther Reiling wurden als Kassenprüfer gewählt. In den Ehrenrat wurden Andrea Kern, Ralf Kreisl und Sven Bernhagen gewählt.

Schweren Herzens verabschiedet wurde Alexander Uhlig, der seit 2005 stellvertretender Vorsitzender der Sektion war und verantwortlich für die Pforzheimer Hütte. Constantin bedankte sich mit einem kleinen Geschenk und wünschte Uhlig nach seinem Umzug nach Baden-Baden alles Gute. Uhlig erklärte, auch weiterhin Mitglied der Sektion Pforzheim bleiben zu wollen und wünschte dem neuen Vorstands- und Beiratsteam „ein harmonisches Miteinander zum Wohle der Sektion.“

Die Verantwortlichen berichteten von zahlreichen Jugend- und Gruppenaktivitäten. Finanziell stehe die Sektion sehr solide da, berichtete Nauheimer. Die Pforzheimer Hütte im österreichischen Sellrain hat sich durch zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen inzwischen zu einem echten Schmuckstück entwickelt und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Umweltgütesiegel, als kinderfreundliche Hütte, sowie für die Küche von Hüttenwirtin Ingrid Penz mit dem Siegel „So schmecken die Berge“ Gut ausgelastet sind die Kletter- und Boulderwände im Sektionszentrum auf der Wilferdinger Höhe durch die Sektionsgruppen, aber auch durch Vermietungen, beispielsweise  im Rahmen von Kindergeburtstagen. Im Winterhalbjahr ist die Kletterhalle am Wochenende nun auch wieder für jedermann geöffnet.

Vorausschauend wurde bekannt, dass es im kommenden Frühjahr wieder einen Ehrenamtsabend für die aktiven Mitglieder geben wird, die sich mit ihrer Arbeit für die Sektion einbringen.

Zum Schluss konnten der Vorsitzende Rolf Constantin und Schatzmeister Frank Nauheimer zahlreiche langjährige Mitglieder auszeichnen. Seit 70 Jahren ist Karl-Walter Hayler Mitglied des Alpenvereins. Seit 60 Jahren dabei sind Werner Polster, Werner Duerr, Wolfgang Pfeifer, Marianna Pricken, Rolf Hieber, Peter Treiber und Carl Georg Stiess. Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Gerhard Schuller, Adolf Stoll, Andrea Franz, Richard Gerlich, Inge Wolf und Heinz Flinspach. 28 Mitglieder wurden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, 54 Mitglieder für 25-jährige Mitgliedschaft. sve

www.alpenverein-pforzheim.de

 

Foto: Die DAV-Sektion Pforzheim ist gut aufgestellt: Der Vorsitzende Rolf Constantin (hinten von links), sein scheidender Stellvertreter Alexander Uhlig, Schatzmeister Frank Nauheimer, Schriftführer Sven Bernhagen sowie die neuen stellvertretenden Vorsitzenden Christian Langer und Bruno Kohl zusammen mit den für langjährige Mitgliedschaft Geehrten. Foto: privat


Pforzheimer Berghaus winterdicht gemacht

 

Letzte Gruppe stapfte bereits durch den Schnee

Wer Ende September zum Pforzheimer Berghaus auf 2308 Metern Höhe hinaufstieg, konnte bereits den Winter erahnen. Zeitweise gab es bereits eine geschlossene Schneedecke um das Haus und Samerschlag und Haidenspitze waren nur mit Gamaschen anzusteuern. Trotzdem schaffte es die letzte Gruppe mit dem Geschäftsführer des Caritasverbandes Frank - Johannes Lemke die beiden Bergspitzen unter dem Hüttenreferenten Bruno Kohl zu erklimmen. Ein Vielzahl an Gruppen aus der Stadt und dem Enzkreis steuerten auch in diesem Jahr wieder das Berghaus  in den Stubaier Alpen im Gleirschtal an. Dazu trägt auch stets die hervorragende Küche unter der Pächterin Ingrid Penz bei, die es versteht nicht nur die Tiroler Spezialitäten auf den Tisch zu bringen sondern auch den Apfelstrudel in unterschiedlicher Form schmackhaft anzurichten.

In den vergangenen Jahren konnte das Haus mit seinen 70 Schlafplätzen mit dem Winterraum mit einer Reihe von Verbesserungen aufwarten. Renovierung der Zimmer, energetische Verbesserungen, eine zeitgemäße Brandschutzanlage und die Erneuerung der Kochzeile in der Küche sind nun abgeschlossen. In diesem Jahr ging es um die neue Regale im Lagerkeller, die Höhenmaße der Betten mussten dringend angepasst und die Fenster und Türen erhielten einen Maigrünen Anstrich.

Neu war auch das Aufbringen einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, die wie die Pächterin in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Sektion dieser Tage erklärte, eine hervorragende Ergänzung im Energiekonzept darstellt. Als besonderes „ Highlight „ermöglichen nun die neuen Ablagen mit Beleuchtung und Steckdose an jedem Bett  ein leichteres Auffinden  der  Bergkleidung. Auch die erweiterte Sitzanlage vor dem Haus war mit Holzlasur  nachzuarbeiten. Gott sei Dank gibt es in der Sektion immer wieder Helfer, die sich Jahr für Jahr auf den Weg machen, um anstehende Arbeiten auszuführen.

Leider war der September in diesem Jahr wettermäßig nicht so toll. Von daher gab es Zeiten, da  die Pächterin mit ihrem Personal auch schwache Besuchszeiten durchtragen musste. Inzwischen ist es auch in Tirol nicht  mehr einfach Personal im Gastbetriebsbereich zu finden. In Gries im Sulztal, das durch die Tiroler Hütte in Pforzheim bekannt ist, musste  zum Ende des Monats September der Alpenfriede, eine beliebte Anlaufstelle für die Besucher der Tiroler Hütte, und für die Wintersportler für immer schließen. Jetzt gibt es vor Ort nur noch ein Hotel.

Auf dem Weg zum Berghaus waren noch vereinzelt blühende Alpenpflanzen zu sehen. Die Almen verwandeln sich im Herbst dafür in gelbe und rote Blätterteppiche durch die verfärbten Heidelbeer- und Preiselbeersträucher.  Die Luft ist klar und die Grate der Berge heben sich markanter ab. Gewitter sind selten und über den Nebelfeldern blinken die Gipfel im Sonnenlicht.

Die Pächterin Ingrid Penz weiß dies zu schätzen und macht sich nach der Schließung des Berghauses auch auf Touren in die umliegenden Berge auf. In diesem Jahr zieht es sie aber nach Peru. Ansonsten ist immer wieder Nepal ihr Ziel, da sie hier auch ein Kindergartenprojekt unterstützt. Die Verbindung zu Nepal ist nicht nur über die entsprechende Einrichtung im Winterraum spürbar sondern auch durch einen Sherpa, der jedes Jahr in den Sommermonaten auf dem Berghaus aushilft. Auch der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde St. Sigmund, Karl Kapferer, bringt sich immer wieder als Helfer ein. Winter – und Sommersaison sind nach Aussage der Pächterin erfolgreich verlaufen und von daher kann die Sektion Pforzheim mit ihren im Augenblick 3795 Mitgliedern getrost in die Zukunft schauen. Die nächste Öffnung des Berghauses ist dann in den Wintermonaten ab Februar 2018 bis April 1018. co


Grundkurs Bergsteigen 2017
Grundkurs Bergsteigen 2017
Grundkurs Bergsteigen 2017

Grundkurs Bergsteigen machte fit für die Berge

 

Die Sektion Pforzheim unternimmt wie auch der Deutsche Alpenverein große Anstrengungen, die Sicherheit beim Bergwandern und Bergsteigen zu verbessern.

So bot die Sektion Pforzheim auch in diesem Jahr wieder für ihre Mitglieder und auch Nichtmitglieder einen Grundkurs Bergsteigen an, um durch das Vermitteln von Kenntnissen über die Gefahren im Alpinsport sowie praktisches Training für die richtige Selbsteinschätzung und Auswahl der geplanten Bergtouren die Unfall- und Notfallzahlen zu reduzieren und so für mehr Sicherheit beim Bergsteigen beizutragen.

Unter der Leitung der erfahrenen Fachübungsleiter Bergsteigen Ekkehard Bischoff und Christoph Senger nahmen 6 Mitglieder der Sektion Pforzheim und ein Nichtmitglied im August an einem 7-tägigen Grundkurs Bergsteigen im idealen Gelände um der Pforzheimer Hütte teil. Die Pforzheimer Hütte bot mit ihren neu renovierten Zimmern und der besten Umsorgung und Verpflegung durch das Hüttenteam einen optimalen Rahmen zum Wohlfühlen. Hier blieb kein Wunsch offen.

Die Hüttenwirtin, Ingrid Penz, ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer über die Aufgaben und Probleme sowie den technischen Aufwand (Logistik, Energieversorgung, und Entsorgung) eines Hüttenbetriebs im Hochgebirge zu informieren und einmal hinter die Kulissen schauen zu lassen.

In den folgenden Kurstagen erfolgten intensive praktische und theoretische Unterweisungen in allen wichtigen Grundlagen, die beim selbständigen  Bergwandern zu beachten und die Voraussetzung für höhere alpine Unternehmungen sind: Geh- und Trittschulung,  Gehen im weglosen Gelände, Einsatz von Teleskopstöcken, Gleichgewichtsschulung,  Tourenplanung, Orientierung, Wetter, elementare Klettertechnik, Knoten, Anseilen, provisorische Möglichkeiten zur Sicherung bei fehlender/mangelhafter  Ausrüstung, alpine Gefahren, Verhalten in Notlagen und   Erste Hilfe im Gebirge sowie Umwelt und Naturschutz.

Dabei lernten die Teilnehmer auch die Berge und Wege um die Pforzheimer Hütte auf kennen:  Überschreitung Samerschlag (2831 m) mit dem steilen Abstieg durch das Schuttkar der Breiten Scharte, Zwieselbacher Rosskogel (3080 m) und Haidenspitze (2975m) sowie den Zischgeles (3005 m).

 Leider konnte diesmal keine Ausbildung im Firn erfolgen, denn die heißen Sommertage im Juli hatten den Firn auf dem bereits stark zurückgegangenen Roßkarferner abgeschmolzen, so dass von der Gletscherzunge bis zur Scharte in rund 3000 m nur noch blankes Gletschereis vorhanden war. Alle anderen ehemaligen Gletscher im Bergkranz um die Pforzheimer Hütte sind heute so gut wie nicht mehr vorhanden, der Klimawandel hinterlässt auch hier seine Spuren. Die körperlichen Anstrengungen wurden durch die ausgezeichnete und reichhaltige Verpflegung sowie das gesellige Zusammensein ausgeglichen, besonders begehrt war das nepalesische Büffet sowie die inzwischen allseits bekannten Tiroler Knödel.

Nach sieben lehrreichen, verletzungsfreien und harmonischen Bergtagen bei idealem Sommerwetter, fühlten sich alle Teilnehmer nun fit um selbständig sichere Bergtouren durchzuführen.


Arbeiteinsatz Pf-Hütte 2017
Arbeiteinsatz Pf-Hütte 2017

Arbeitseinsatz Pforzheimer Hütte 2017

 

Die großen Ziele wie die Renovierung der Zimmer, die energetische Erneuerung, die neue Abwasserbehandlungsanlage, einen zeitgemäße neue Brandschutzanlage und die Erneuerung der Kochzeile in der Küche sind abgeschlossen. Somit können wir uns auf verschiedenen kleiner Verbesserungen in unserem Berghaus konzentrieren.

So wurden in diesem Jahr die Regale im Lagerkeller erneuert. Der Wirtschaftskontrolldienst hat das Holz und die teilweise recht rostigen Regale mit Recht bemängelt.
Auch die Höhenmasse unserer Betten musste dringend angepasst werden. Ebenso war es notwendig die Fensterläden und einige Türen zu streichen. So machte sich das Arbeitsteam mit Julius Ritter, Bernd Reister, Martin Fretz, Richard Geiger, Doran Goossens, Fritz Sinn, Michael und Joachim Becker, Sven Hämmerle, Achim Schneider, unserem Wegewart Thomas Thomsen und mir am Mittwoch den 14.06.2017 auf den Weg. Zuvor haben wir mit Unterstützung vom Autohaus Walter und der Fa. Waldhaus, Mühlacker den Transport der notwendigen Materialien und der neuen Photovoltaik durchgeführt.

Das Arbeitsergebnis, dass wir dann am 22.06.2017 abgeliefert haben, kann sich sehen lassen.
Der Lagerkeller erstrahlt in Glanz der neuen verzinkten Regale. Das hat uns eine besondere Anerkennung vom Mitarbeiter des Wirtschaftskontrolldienstes eingebracht.

Die Betten in unseren Zimmern haben alle nun bequeme Masse, so dass sich keiner mehr den Kopf einziehen muss, wen er morgens noch verschlafen aufsteht. Ebenso sind nun alle Leitern mit dem Bett verschraubt. Als besonders „High light“ können die neuen Ablagen mit Beleuchtungen und Streckdose an jedem Bett angesehen werden.

Alle Fensterläden erstrahlen in einem schönen Maigrün und geben der Pforzheimer Hütte ein neues Outfit. Ebenso wurden die schönen alten Rundbogentüren zur Winterraum und Heizraum in Maigrün nachgestrichen. Unsere schönen Bänke und Tische auf der Terrasse wurden ebenfalls mit Holzlasur nachgearbeitet.

Vielen Dank nochmals an alle Helfer für diesen tollen Einsatz.


Rasslerwanderung 2017
Rasslerwanderung 2017

Gäste aus den Partnerstädten liefen auf historischen Rasslerwegen mit

 

Stadtrat Rolf Constantin hat im Auftrag von Oberbürgermeister Gert Hager die Gäste aus den Partnerstädten Gernika und Vicenza herzlich in Pforzheim willkommen geheißen. Die begeisterten Bergwanderer und –freunde sind zum Goldstadtjubiläum auf Einladung des Alpenvereins nach Pforzheim gereist und liefen bei der Stern-Wanderung unter Führung des Alpenvereins, Bruno Kohl. die Route von Wilferdingen nach Pforzheim zum Stadtgarten. Die Basken und Italiener sind aktive Mitglieder der Alpenvereine Goi Zale aus Gernika-Lumo und dem Club Alpino Italiano, Sezione di Vicenza und das teils schon seit vielen Jahren.  

Rolf Constantin erinnerte an die Anfänge der Städtepartnerschaftswanderungen im Jahr 2005 mit der Friedenswanderung nach Gernika. Zwei Jahre später schlossen sich dann die Wanderer aus Vicenza an. In einem kurzen Rückblick berichtete er von gemeinsam Erlebtem wie die Wanderungen auf die Drei Zinnen in Südtirol oder die Bergtour in die Pyrenäen.  

Die Wanderer aus Vicenza überreichten regionale Spezialitäten und fühlen sich in der Wandergruppe aufgehoben wie in einer Familie. Zuriñe Gandarias aus Gernika erinnerte an einen bereits verstorbenen Bergfreund und trug zum Gedenken ein Gedicht vor.

Im Anschluss an den Aufenthalt in Pforzheim werden sie gemeinsam mit den Wanderern des Deutschen Alpenvereins, Sektion Pforzheim, unter Führung von Bruno und Sybille Kohl, in die Stubaier Alpen reisen für die bereits zwölfte Städtepartnerschaftstour. Jeden Sommer treffen sich die Bergfreunde, um Touren in Italien, Spanien oder Deutschland und Österreich zu unternehmen. Die Vereine wechseln sich bei der Tourenplanung turnusmäßig ab. Über die Jahre hinweg sind enge Freundschaften entstanden und so freut man sich immer wieder auf das jährliche Wiedersehen. Auch die Pforzheimer -  Hütte ist bei der Tour eingeplant. Die Städtepartnerschaftswanderer haben auf diese Weise schon zahlreiche Bergregionen Europas kennengelernt.       

Monika Finna, Städtepartnerschaft Pforzheim