Berichte


Berichte aus der Sektion


Arbeiteinsatz Pf-Hütte 2017
Arbeiteinsatz Pf-Hütte 2017

Arbeitseinsatz Pforzheimer Hütte 2017

 

Die großen Ziele wie die Renovierung der Zimmer, die energetische Erneuerung, die neue Abwasserbehandlungsanlage, einen zeitgemäße neue Brandschutzanlage und die Erneuerung der Kochzeile in der Küche sind abgeschlossen. Somit können wir uns auf verschiedenen kleiner Verbesserungen in unserem Berghaus konzentrieren.

So wurden in diesem Jahr die Regale im Lagerkeller erneuert. Der Wirtschaftskontrolldienst hat das Holz und die teilweise recht rostigen Regale mit Recht bemängelt.
Auch die Höhenmasse unserer Betten musste dringend angepasst werden. Ebenso war es notwendig die Fensterläden und einige Türen zu streichen. So machte sich das Arbeitsteam mit Julius Ritter, Bernd Reister, Martin Fretz, Richard Geiger, Doran Goossens, Fritz Sinn, Michael und Joachim Becker, Sven Hämmerle, Achim Schneider, unserem Wegewart Thomas Thomsen und mir am Mittwoch den 14.06.2017 auf den Weg. Zuvor haben wir mit Unterstützung vom Autohaus Walter und der Fa. Waldhaus, Mühlacker den Transport der notwendigen Materialien und der neuen Photovoltaik durchgeführt.

Das Arbeitsergebnis, dass wir dann am 22.06.2017 abgeliefert haben, kann sich sehen lassen.
Der Lagerkeller erstrahlt in Glanz der neuen verzinkten Regale. Das hat uns eine besondere Anerkennung vom Mitarbeiter des Wirtschaftskontrolldienstes eingebracht.

Die Betten in unseren Zimmern haben alle nun bequeme Masse, so dass sich keiner mehr den Kopf einziehen muss, wen er morgens noch verschlafen aufsteht. Ebenso sind nun alle Leitern mit dem Bett verschraubt. Als besonders „High light“ können die neuen Ablagen mit Beleuchtungen und Streckdose an jedem Bett angesehen werden.

Alle Fensterläden erstrahlen in einem schönen Maigrün und geben der Pforzheimer Hütte ein neues Outfit. Ebenso wurden die schönen alten Rundbogentüren zur Winterraum und Heizraum in Maigrün nachgestrichen. Unsere schönen Bänke und Tische auf der Terrasse wurden ebenfalls mit Holzlasur nachgearbeitet.

Vielen Dank nochmals an alle Helfer für diesen tollen Einsatz.


Rasslerwanderung 2017
Rasslerwanderung 2017

Gäste aus den Partnerstädten liefen auf historischen Rasslerwegen mit

 

Stadtrat Rolf Constantin hat im Auftrag von Oberbürgermeister Gert Hager die Gäste aus den Partnerstädten Gernika und Vicenza herzlich in Pforzheim willkommen geheißen. Die begeisterten Bergwanderer und –freunde sind zum Goldstadtjubiläum auf Einladung des Alpenvereins nach Pforzheim gereist und liefen bei der Stern-Wanderung unter Führung des Alpenvereins, Bruno Kohl. die Route von Wilferdingen nach Pforzheim zum Stadtgarten. Die Basken und Italiener sind aktive Mitglieder der Alpenvereine Goi Zale aus Gernika-Lumo und dem Club Alpino Italiano, Sezione di Vicenza und das teils schon seit vielen Jahren.  

Rolf Constantin erinnerte an die Anfänge der Städtepartnerschaftswanderungen im Jahr 2005 mit der Friedenswanderung nach Gernika. Zwei Jahre später schlossen sich dann die Wanderer aus Vicenza an. In einem kurzen Rückblick berichtete er von gemeinsam Erlebtem wie die Wanderungen auf die Drei Zinnen in Südtirol oder die Bergtour in die Pyrenäen.  

Die Wanderer aus Vicenza überreichten regionale Spezialitäten und fühlen sich in der Wandergruppe aufgehoben wie in einer Familie. Zuriñe Gandarias aus Gernika erinnerte an einen bereits verstorbenen Bergfreund und trug zum Gedenken ein Gedicht vor.

Im Anschluss an den Aufenthalt in Pforzheim werden sie gemeinsam mit den Wanderern des Deutschen Alpenvereins, Sektion Pforzheim, unter Führung von Bruno und Sybille Kohl, in die Stubaier Alpen reisen für die bereits zwölfte Städtepartnerschaftstour. Jeden Sommer treffen sich die Bergfreunde, um Touren in Italien, Spanien oder Deutschland und Österreich zu unternehmen. Die Vereine wechseln sich bei der Tourenplanung turnusmäßig ab. Über die Jahre hinweg sind enge Freundschaften entstanden und so freut man sich immer wieder auf das jährliche Wiedersehen. Auch die Pforzheimer -  Hütte ist bei der Tour eingeplant. Die Städtepartnerschaftswanderer haben auf diese Weise schon zahlreiche Bergregionen Europas kennengelernt.       

Monika Finna, Städtepartnerschaft Pforzheim


24h-Wanderung 2017
24h-Wanderung 2017
24h-Wanderung 2017
24h-Wanderung 2017

24h Wanderung 2017

150 Wanderer machten sich vom 6. Auf 7. Mai durch den Kraichgau auf den Weg

Zum 5. Mal organisierte die Sektion Pforzheim unter der Federführung von Hüttenreferent Bruno Kohl und Inge Rebuschat vom Schwarzwaldverein Bezirk Schwarzwaldpforte unterstützt von zahlreichen Sponsoren sowie der Wirtschafts – und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) einen 24 Stundenmarsch, der in diesem Jahr durch den Kraichgau führte. Auch der Wildpark war mit im Boot. Dort fand dann auch das Abschlussfest mit musikalischer Unterhaltung von Manfred Strobel und Erwin Haller sowie die große Tombola statt, wofür jeder Teilnehmer an der Tour die rund 80 Kilometer über Stein, Göbrichen, Maulbronn, Mühlhausen und Wimsheim führte, ein Los bekam. In 21 Stunden waren bei teilweise richtigem Nieselwetter 1200 Auf – und 1190 Abstiege zu bewältigen. Mancher humpelte Barfuß zum Ziel, da ihn die Blasen drückten. Andere hatten mit ihren Waden Probleme aber alle Angesprochenen waren glücklich dabei gewesen zu sein.

Es war ein gewaltiges logistisches Problem bis die Tour stand und auch die entsprechende Vortour fehlte nicht. Ein Begleitteam sorgte nicht nur für die sichere Überquerung von Strassen sondern auch dafür, dass niemand verloren ging. Zwei Begleitfahrzeuge mit Getränken, Müßliriegel, Bananen und Äpfel sowie mit entsprechenden Säcken bepackt, damit auch die Kleidung gewechselt werden konnte, waren, wenn nötig, immer schnell erreichbar. Wie ein leuchtender Lindwurm bewegten sich die Teilnehmer in der Nacht mit ihren Stirnlampen durch die Landschaft.

Bei der Aufbruchsstimmung im Walter – Witzenmann – Haus waren überall Gruppen anzutreffen, die sich auf das Ereignis einstimmten und auch letzte Anmeldungen nahm Bruno Kohl noch entgegen. Daneben hatte das Schwarzwald/Radio unter Felina Armbruster an einem Stand im Haus Stärkemittel mitgebracht.

Punkt zwölf erfolgte der Startschuss und 150 Wanderer machten sich teilweise auch mit Hunden auf den Weg zur ersten Etappe. Hier warteten in der Gemeinde St. Bernhard in Stein die Ministranten und jeder, der wollte, konnte sich an Hefezopf und Kaffee und Tee stärken. Zuvor hatte die Wanderer am Eisinger Loch einen großartigen Blick auf die Landschaft bei sonnigem Wetter werfen können. Über den Schalkenberg war dann das Clubhaus in Göbrichen erreicht. Mit Kartoffelsuppe mit oder ohne Wurst war für die Auffrischung verlorener Kalorien gesorgt. Bei den Elifinger Weinbergen hätte sich mancher gerne einen guten Tropfen zu sich genommen. Nach kurzer Rast im Klosterhof in Maulbronn ging es zur Waldgaststätte des TSV Maulbronn zu Wurst – und Käseweck, ehe dann um Mitternacht die Gruppe das Vereinsheim in Mühlhausen an der Enz ansteuerte um sich mit der Mitternachtssuppe etwas Warmes einzuverleiben ehe es hinauf nach Großglattbach ging. Viele bezeichneten diese Phase als härteste Strecke, da so langsam die Müdigkeit in den Gliedern steckte. Als dann am Morgen Wimsheim erreicht war und die Feuerwehr ein opulentes Frühstück parat hatte, war der Akku rasch für die letzte Reststrecke aufgeladen. Der Weg zur Burgruine Liebeneck erhielt danach eine leichte Änderung. Wegen des Bannwaldes ging es unten im Tal entlang.

Gegen 11 Uhr kam dann der Tross, teilweise abgekämpft und mit kleineren Blessuren gezeichnet im Wildpark an. Mit den beiden Musikern Manfred und Erwin bewegten sich die 120 Teilnehmer, die durchgehalten hatten, zu Bier und Wurst als Stärkung, holten ihre Habseligkeiten in den entsprechenden Säcken ab und warteten gespannt auf die Gewinnlose. Hier wirkten dann Fritz Kautz, der Vorsitzende vom Schwarzwaldverein Bezirk Schwarzwaldpforte, die WSP mit Ingrid Hoheisen und Rolf Constantin mit. Mancher hatte sich dabei aber bereits auf dem Heimweg begeben und bekommt seinen Gewinn zugestellt. Einige hatten bereits alle fünf Touren mitgemacht und andere berichteten, dass sie nach langer Zeit mal wieder Kontakt zu ehemaligen Bekannten aufnehmen konnten. Alle sprachen sich lobend über die hervorragende Organisation unter Bruno Kohl und dem Organisationsteam aus und bekamen dafür auch den entsprechenden Beifall. Stressabbau, Naturerfahrung zu ungewohnten Zeiten und Gemeinschaft waren für viele die Erfahrungen, die sie nicht missen wollten. Nicht alle liefen die ganze Strecke mit. Zehn Wanderer stiegen nach Maulbronn aus. Wegen Erschöpfung gaben weiterer zehn in Mühlhausen auf. Für diesen Zweck war das Begleitfahrzeug gut, das als Lumpensammler diente. Mancher konnte auch erfahren, dass er mehr leisten kann, als er glaubte. Die Disziplin der Wanderer begeisterte Bruno Kohl und das Alter der Mitwanderer reichte von 14 bis hin zu 82 Jahren. Viele warten bereits gespannt wohin die nächste Tour führt.

rolf constantin


MomenTour

MomenTour mit Anlaufstelle für die Sektion Pforzheim im Kongresszentrum

Auch in diesem Jahr brachte sich die Sektion mit einem Stand bei der Regionalmesse, die MomenTour im Pforzheimer CCP ein. Die Messe präsentierte über drei Tage Angebote für Kurzreisen und Tagestourismus. Die 80 Anbieter kamen aus dem Umfeld wie Knittlingen und Liebenzell aber auch aus Kempten und Saarlouis.

Für Unterhaltung auf der Messebühne war entsprechend gesorgt und die einzelnen Regionen waren dabei auch in ihrer Landestracht vertreten. Am Messeabend kommt der Austausch untereinander nicht zu kurz. Schwarzwaldverein und die Sektion Pforzheim warben gemeinsam für die diesjährige 24 Stundenwanderung, die durch den Kraichgau führt.

Leider war die Werbetrommel in diesem Jahr nur sparsam gerührt. Von daher fanden sich am Freitag und Samstag wenige Besucher ein. Leider sind die Helfer am Sektionstand immer dieselben. Die Nachfrage nach Plätzen im Kinder – und Jugendbereich kam immer wieder zu Sprache und die Angebote in den unterschiedlichen Sparten waren Gesprächsthema.

Nachdem Bruno Kohl stets für eine Vielfalt an Prospekten sorgt, die Werbeträger finanzieren, fehlte auch nicht der neue Hüttenprospekt und als Abriss konnten die Besucher die Sellrainer Hüttenrunde mit Ötz – und Inntalschlaufe als entsprechender Wanderkarte mitnehmen.

Viele Besucher waren auch vom Film - Spot begeistert, der anschaulich einen Überblick über 125 Jahre Sektion Pforzheim vermittelte. Vor allem ältere Besucher schwärmten dabei von ihren Touren zur Alten Pforzheimer Hütte in Südtirol und dem Berghaus in den Sellrainer Bergen.

 rolf constantin


Pforzheimer Spuren am steilen Fels

Der Battert

Majestatisch thront das Felsmassiv uber Baden-Baden. Gut 50 Meter hoch sind die Wande. Auch fur Kletterer aus der Region – der Pforzheimer Alpenverein hat immerhin uber 3000 Mitglieder – ist der Battert seit jeher ein Anziehungspunkt. Zahlreiche Erstbegehungen gehen auf das Konto Pforzheimer Bergsteiger. In einem Buch hat nun die Baden-Badener Stadtarchivarin Dagmar Rumpf – selbst eine begeisterte Kletterin – die Geschichte des Battert aufgearbeitet.

Am Battert sind Pforzheimer Kletterer in den 1920er- und 30er-Jahren eigene Wege gegangen, haben neue Routen erschlossen und ihre Spurenhinterlassen.
Noch heute zeugen Namen wie Alter Pforzheimer Weg oder Neuer Pforzheimer Weg von ihren Taten. Es sind Kletterrouten, die nichts von ihrer Anziehungskraft, aber auch von ihrer Ernsthaftigkeit verloren haben.
„Das waren Wahnsinnstaten, die die damals vollbracht haben, vor allem, wenn man sich das Material anschaut, mit dem die unterwegs waren“, sagt Dagmar Rumpf: „Bis in die 50er-Jahre hinein waren Seilrisse bei einem ernsthaften Sturz ja gang und gabe.“

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Quelle: Pforzheimer Zeitung, Text: Sven Bernhagen | Fotos: Jürgen Bergmann/PZ-Archiv