Berichte


Berichte aus der Sektion


24h Wanderung 2019
24h Wanderung 2019
24h Wanderung 2019

Siebte 24 Stundenwanderung als Herausforderung bei Regen und Schnee – Heimatraum umwandert

 

In diesem Jahr stand die 24 Stundenwanderung nicht unter einem besonders guten Stern. Beim Start regnete es in Strömen und im Verlauf der Wanderung erlebten die 181 Wanderer aus der Region und weit über die Region hinaus in Zavelstein auch richtiges Schneewetter. Entsprechend gezeichnet, kamen 150 Wanderer am nächsten Tag pünktlich um die Mittagszeit wieder beim Ausgangspunkt  nach 76 zurückgelegten Kilometern mit rund 1649 An – und 1649 Abstiegen bei den Eisenbahnfreunden im Weißensteiner Bahnhof an. Um die siebte Wanderung dieser Art, die die Sektion Pforzheim im Deutschen Alpenverein, der Schwarzwaldverein und in Kooperation mit Unterstützung der Wirtschafts – und Stadtmarketing Pforzheim zu einem Event der besonderen Art zu machen, war ein gewaltiges ehrenamtlich getragenes logistisches Engagement nötig. Begleitfahrzeuge sorgten für entsprechend mitgeführte Ersatzkleidung sowie für ausreichende Getränke an den Pausenstellen, für Apfel – und Fruchtschorle, Obst und Müsliriegel, dass der Blutzucker immer im grünen Bereich bleiben konnte. So sorgten auch 1400 Flaschen Mineralwasser, dass jeder genügend zu trinken hatte.

Vier Stunden Pausen waren eingerechnet. Ob im Wanderheim in Zavelstein, beim Schützenverband in Oberlengenhardt oder bei Sportverein in Salmbach. Überall hatten eifrige Helferinnen und Helfer auch zu ungewöhnlichen Zeiten für eine entsprechende Verpflegung gesorgt. Die Veranstaltung selbst hat inzwischen viele Freunde gefunden, die sich immer wieder einbringen, um das Umfeld um Pforzheim und dem Enzkreis zu außergewöhnlichen Zeiten zu erleben. In diesem Jahr wanderte auch der Erste Bürgermeister von Baden –Baden Alexander Uhlig mit. Er ist nach wie vor Mitglied  bei der Sektion Pforzheim.


Die Strecke führte über Salmbach, Schömberg, Oberreichenbach, Bad – Teinach- Zavelstein, Calw, Bad – Liebenzell und Hohenwart zurück nach Dillweißenstein. Mancher Teilnehmer kam da dann humpelnd an, war aber begeistert von der Naturerfahrung, die man sonst selten so ausgeprägt erfahren kann. Einmal musste auch der Krankenwagen vor Ort geholt werden, da ein Teilnehmer eine Kreislaufschwäche bekam. Ansonsten gab es keine größeren Probleme, da es auch möglich war, die Tour jederzeit abzubrechen. Trotz der Wettkapriolen hielten 150 Teilnehmer durch und viele freuen sich auf die nächste Rundtour im kommenden Jahr.

Das Alter des Teilnehmerfeldes bewegte sich zwischen sechs und achtzig Jahre. Der Vorsitzende der Sektion Pforzheim schickte die Teilnehmer zunächst bei Regen auf die Tour und Empfing diese wieder am Sonntag bei Sonnenschein. 

Wie in jedem Jahr wartete vor dem Bahnhof in Weißenstein bereits das Duo Erwin Haller und Manfred Strobel, die die Wanderer mit Musik zum Bahnhof begleiteten und danach bei Grillwurst und Getränken mit flotten Weisen im Saal des Bahnhofes Wanderer und Gäste erfreute. Rolf Constantin bedankte sich dabei bei den Organisatoren und besonders bei Bruno Kohl von der Sektion Pforzheim und bei Inge Rebuschat vom Schwarzwaldverein, die dieses Wanderopening auch in diesem Jahr auf den Weg brachten und mit großem Engagement vorbereiten. Daneben bei den vielen Helfern, die sich auf unterschiedliche Weise einbrachten sowie bei den Hausherren, den Weißensteiner Eisenbahnfreunden, die für die entsprechende Stärkung sorgten. Die achtjährige Franziska war dann die Glücksfee beim Ziehen der Preise. Neben Gutscheinen unterschiedlicher Art waren auch Übernachtung und Verpflegung für zwei Personen auf dem Pforzheimer Berghaus sowie als Hauptpreis eine Ballonfahrt im Los- Topf.
co

 

Eckdaten zur 24h-Wanderung 2019:
Anmeldungen: 181 Teilnehmer
Nicht an den Start gekommen sind: 21 Teilnehmer (ungewöhnlich Hoch)
Starter am Bahnhof Dillweißenstein: 160 Teilnehmer
Ausgestiegen auf der Strecke:  12 Teilnehmer
Am Ziel angekommen: 148 Teilnehmer
Gesamte Laufstrecke ist: 76,4 km
Laufzeit: 18h 28 Min.
Anstieg: 2.042 m
Abstieg: 2.062 m
Durchschnittliches Tempo: 4,1 km/h
Jüngste Teilnehmerin: 6 Jahre
Ältester Teilnehmerin: 79 Jahre


150- jähriges Jubiläum
150- jähriges Jubiläum

Vielfältige Aktionen der Sektion Pforzheim zum 150- jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins

 

Auftaktveranstaltung mit einem spannenden Filmabend „Die Magie der Berge„ im kommunalen Kino

In diesem Jahr kann der deutsche Alpenverein mit seinen knapp 1,3 Millionen Mitgliedern sein 150 –jähriges Jubiläum begehen. Aus diesem Anlass plant auch die Sektion Pforzheim, die in diesem Jahr die Zahl von 4000 Mitgliedern erreicht, eine Reihe von Aktionen, die teilweise auch in das DAV Programm eingebunden sind. Am 18. Mai führt eine Fahrt zum Alpinen Museum nach München zur Ausstellung „Die Berge und wir. 150 Jahre Alpenverein“.
Daneben gibt es ein tolles Jubiläumsbuch in dem auch die Sektion Pforzheim sich verewigt hat. Dort sind die schönsten Wanderungen und Bergtouren in den Mittelgebirgen in Deutschland und den Ostalpen zusammengefasst. Bei der Tour 78 geht es von St. Sigmund im Sellraintal über die Pforzheimer Hütte ins Lüsensertal. Dazu bietet die Sektion Pforzheim drei Termine am Freitag, 28. Juni, am Samstag 29. Juni und am Sonntag 30. Juni über die Lampsenspitze vom Sellraintal ins Lüsenstal an. Anmeldungen bis 31. Mai über die Homepage www.alpenverein-pforzheim.de unter Kurse und Touren zu tätigen.
Daneben eine Sellrainer Hüttenrunde zur Geburtstagsparty 150 Jahre Alpenverein auf der Pforzheimer Hütte. Geplant sind drei interessante und schöne Etappen von Donnerstag 20. Juni bis Sonntag, 23. Juni über die genannte e Mail. Am 22. Juni ist dann eine große Geburtstagsfeier auf der Pforzheimer Hütte mit Tiroler Spezialitäten und Tiroler Musik. Das Hüttenteam um Sonja und Florian kocht ausschließlich nach der traditionellen Tiroler Küche. Ein kühles Getränk und ein frisch gebrühter Kaffee mit Topfen – oder Apfelstrudel lassen dabei die Anstrengungen des Aufstiegs von St. Sigmund aus rasch vergessen. Am Abend wird das Hüttenteam ein zünftiges Geburtstagsmenu servieren und nach dem Abendessen bringen zwei Tiroler Musiker die Besucher in Geburtstagsstimmung. Eine rechtzeitige Reservierung ist über www.alpenverinaktiv.com ist erforderlich.

Zum Herbstfest am Samstag, 26.Oktober um 18 Uhr im Walter Witzenmann Haus wird dann Lukas Ruetz, der durch hervorragende Aufnahmen aus dem Arbeitsgebiet der Sektion, in einem bunten Streifzug durch die Sellrainer Berge einen Abend gestalten. Daneben laufen in diesem Jahr auch entsprechende Bergfilme mit einer Auswahl aus 100 Jahre Filmgeschichte. Noch ist auch Winterbetrieb auf dem Pforzheimer Berghaus mit seinen 70 unterschiedlichen Schlafstätten. Kontakte lassen sich über pforzheimerhuette@alpenverein-pforzheim.de herstellen.

Den Anfang der Aktionen zum 150 – jährigen Jubiläum macht am Freitag, 29. März um 19 Uhr im Kommunalen Kino der Film „This Mountain Life – Die Magie der Berge„. Die durch die Berglandschaft hervorgerufene Begeisterung ist universell – und doch wagen sich die meisten Einheimischen in einem Gebiet, das zu 75 Prozent aus Bergen besteht, nur selten in die wahre Wildnis. Trotzdem gibt es Menschen für die die Anziehungskraft der Berge so stark ist, dass sie ihr ganzes Leben danach ausrichten. Nach langer Vorbereitung brechen Martina und ihre 60 Jahre alte Mutter Tania auf eine sechsmonatige Reise auf über 2300 Kilometer auf. Von Squamish, British Columbia nach Alaska durch die erbarmungslose Wildnis der Berge. Es gibt weitere Menschen in dem Film, die ihre Leidenschaft für das Leben in den Bergen teilen. Eine Gruppe von Nonnen, die ein Kloster in den Bergen bewohnen, um Gott näher zu sein; ein Fotograf, der unter einer Schneelawine begraben ist; ein leidenschaftlicher Alpinist; ein hochkonzentriert arbeitender Schneekünstler und ein Paar, das seit 50 Jahren vom Versorgungsnetz abgekoppelt, in den Weiten der Berge lebt. Was bewegt diese Leute dazu, Komfort, Familie und eigene Sicherheit für ein Leben in den Bergen zu opfern? Bei diesem atemberaubenden 77 Minuten dauernden Film ist auch der Regisseur Grant Baldwin anwesend. 

co
Foto: Winter und Sommerfoto vom Berghaus- Pächterpaar Florian Mader und Sonja Prepstl