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Alte News/Berichte


Hauptversammlung des DAV in Siegen im November 2017

 

Die zweitägige Hauptversammlung des DAV war 2017 in Siegen, einer Stadt mit knapp 110 000 Einwohnern, deren Sektion 5000 Mitglieder zählt und deren Gründung am 17. Januar 1880 war. In der Stadt lebte und wirkte der bekannte Maler Paul Rubens.

600 Delegierte von 238  der 356 Sektionen waren an beiden Tagen anwesend. 2019 kann der Deutsche Alpenverein sein 150 jähriges Jubiläum begehen, was entsprechend gefeiert werden soll. Steigende Kurszahlen im Ausbildungsbereich bedingt durch die Entwicklung der Mitgliederzahlen, war ein Thema. So ist der DAV inzwischen auf über 1,2 Millionen Mitglieder angewachsen. Auch der Summit Club, der neben Reisen den Sektionen mit Rat und Tat zur Seite steht, ist inzwischen wieder in einem satten Plus gelandet. Bei der Zusammenkunft ging es daneben um die Förderung der Hütten. In Zukunft sollen auch die Berghäuser in den Mittelgebirgen sowie die Winterräume gefördert und eine stärkere  Beteiligung an den Wegekosten ist auch vorgesehen. Die Versammlung stimmte weiterhin gegen eine Automobilwerbung und die Jugend bekommt mehr Mitspracherecht und hat jetzt auch einen eigenen Geschäftsführer. Breiten Raum nahm die Digitalisierung ein. Hier soll eine gemeinsame Plattform für Verwaltungsaufgaben und für ein modulares System für die Sektionen – Website aufgebaut werden. Auch die Verleihung des Gütesiegels für die Berghütten war ein Thema. 124 von 588 Berghäusern haben inzwischen dieses Siegel, das mit einer Reihe von Verpflichtungen verbunden ist und immer wieder einer Überprüfung standhalten muss. Die Vielfalt der Betätigungsfelder im DAV zeigten die einzelnen Berichte und die Versammlung protestierte auch gegen die Alpenplanänderung der Bayerischen Regierung, die bei wirtschaftlichen Interessen mehr Zugeständnisse an einzelne Gemeinden machen will, wenn es zum Beispiel um die Errichtung von Skipisten geht.  

Bei strömenden Regen erfolgte die Anfahrt der zwei Vertreter der Sektion Pforzheim und auch die Rückreise sah nicht anders aus. Gespräche mit Vertretern der Nachbarhütten so Westfalenhaus mit Münster und Winnebachseehütte mit Hof vertieften dabei auch das Miteinander.  co


Vorsitzender verabschiedet den zweiten Vorsitzenden Alexander Uhlig

 

Bei der Mitgliederversammlung  verabschiedete der Vorsitzende der Sektion seinen Stellvertreter Ersten Bürgermeister von Baden – Baden Alexander Uhlig, der schweren Herzens sein Amt niederlegte, da er einfach durch seine berufliche Einspannung und die entsprechende Entfernung dieses Amt abgab. Der Vorsitzende ging bei seinen Dankesworten auf den am 12. Mai 2005 erstmals Gewählten in der Funktion als Stellvertreter ein. Da er für den Hüttenbereich zusammen zunächst mit Roland Volz und danach mit Bruno Kohl zuständig war, erlebte er auch drei Hüttenpächter. Zunächst Helga und Jochen Klausner, die von Christian Mühlbacher und Oliver Haselwanter  abgelöst wurden und zuletzt dann die Übergabe an Ingrid Penz.

Er war, so betonte er,  eine gute Schaltstelle zur Stadtverwaltung Pforzheim. Der Vorsitzende wünschte ihm weiterhin Kontakt zur Sektion Pforzheim, viel Freude bei weiteren Bergtouren und dabei auch die entsprechende Vorsicht, dass es nicht noch einmal zu einer Verschüttung wie am Großvenediger kommt.

Der Schriftführer Sven Bernhagen hatte eigens zu seiner Verabschiedung einen Kasten Berg Jubelbier   aus seiner Heimatstadt  Regensburg besorgt. co

 

Foto: Unter Bergsteigern: Einen Kasten „Berg – Jubelbier“ gab's zum Abschied von Rolf Constantin (links) für den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Uhlig.


Mitgliederversammlung der DAV-Sektion Pforzheim 2017

 

Pforzheim. Die Pforzheimer Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat bei ihrer Mitgliederversammlung den ehemaligen Pforzheimer Baubürgermeister Alexander Uhlig als stellvertretenden Vorsitzenden verabschiedet und sich in diesem Zug neu aufgestellt. Kontinuität gibt es im inzwischen 3800 Mitglieder starken und beständig weiterwachsenden Verein allerdings an der Spitze: Als Sektionsvorsitzender wurde für die kommenden vier Jahre erneut Rolf Constantin gewählt, der allerdings ankündigte, dass dies seine letzte Amtszeit sein wird. Veränderungen gab es bei den stellvertretenden Vorsitzenden. Die Mitglieder entschieden, dass es künftig drei Stellvertreterposten geben soll. Neu im Vorstand ist Bruno Kohl, der als Hüttenreferent bisher im Beirat vertreten war. Gewählt wurde als stellvertretender Vorsitzende außerdem Christian Langer, der als Kletterwandbetreuer zuvor ebenfalls schon im Beirat war. Wiedergewählt wurde als stellvertretender Vorsitzender der bisherige Verantwortliche für das Sektionszentrum, Stefan Piskurek. Als Schatzmeister wurde Frank Nauheimer wiedergewählt, ebenso wie Sven Bernhagen als Schriftführer. Des Weiteren im Vorstand vertreten ist Daniel Grammel als Jugendreferent. Er wurde von den Mitgliedern ebenso wie sein Stellvertreter Steffen Reiling im Amt bestätigt.

In den Beirat gewählt wurden: Medienreferent Jörg Tanneberger, Seniorenbeauftragter Hans Trautz, Wanderwartin Brigitte Wörle, Wegewart Thomas Thomsen und Naturschutzreferentin Barbara Schwager. Fritz Sinn und Günther Reiling wurden als Kassenprüfer gewählt. In den Ehrenrat wurden Andrea Kern, Ralf Kreisl und Sven Bernhagen gewählt.

Schweren Herzens verabschiedet wurde Alexander Uhlig, der seit 2005 stellvertretender Vorsitzender der Sektion war und verantwortlich für die Pforzheimer Hütte. Constantin bedankte sich mit einem kleinen Geschenk und wünschte Uhlig nach seinem Umzug nach Baden-Baden alles Gute. Uhlig erklärte, auch weiterhin Mitglied der Sektion Pforzheim bleiben zu wollen und wünschte dem neuen Vorstands- und Beiratsteam „ein harmonisches Miteinander zum Wohle der Sektion.“

Die Verantwortlichen berichteten von zahlreichen Jugend- und Gruppenaktivitäten. Finanziell stehe die Sektion sehr solide da, berichtete Nauheimer. Die Pforzheimer Hütte im österreichischen Sellrain hat sich durch zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen inzwischen zu einem echten Schmuckstück entwickelt und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Umweltgütesiegel, als kinderfreundliche Hütte, sowie für die Küche von Hüttenwirtin Ingrid Penz mit dem Siegel „So schmecken die Berge“ Gut ausgelastet sind die Kletter- und Boulderwände im Sektionszentrum auf der Wilferdinger Höhe durch die Sektionsgruppen, aber auch durch Vermietungen, beispielsweise  im Rahmen von Kindergeburtstagen. Im Winterhalbjahr ist die Kletterhalle am Wochenende nun auch wieder für jedermann geöffnet.

Vorausschauend wurde bekannt, dass es im kommenden Frühjahr wieder einen Ehrenamtsabend für die aktiven Mitglieder geben wird, die sich mit ihrer Arbeit für die Sektion einbringen.

Zum Schluss konnten der Vorsitzende Rolf Constantin und Schatzmeister Frank Nauheimer zahlreiche langjährige Mitglieder auszeichnen. Seit 70 Jahren ist Karl-Walter Hayler Mitglied des Alpenvereins. Seit 60 Jahren dabei sind Werner Polster, Werner Duerr, Wolfgang Pfeifer, Marianna Pricken, Rolf Hieber, Peter Treiber und Carl Georg Stiess. Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Gerhard Schuller, Adolf Stoll, Andrea Franz, Richard Gerlich, Inge Wolf und Heinz Flinspach. 28 Mitglieder wurden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, 54 Mitglieder für 25-jährige Mitgliedschaft. sve

www.alpenverein-pforzheim.de

 

Foto: Die DAV-Sektion Pforzheim ist gut aufgestellt: Der Vorsitzende Rolf Constantin (hinten von links), sein scheidender Stellvertreter Alexander Uhlig, Schatzmeister Frank Nauheimer, Schriftführer Sven Bernhagen sowie die neuen stellvertretenden Vorsitzenden Christian Langer und Bruno Kohl zusammen mit den für langjährige Mitgliedschaft Geehrten. Foto: privat


Neue Touren und Boulder

 

Liebe Kletter- & Boulderfreunde,

an den Wänden hat sich einiges getan. Das Schrauberteam und freiwillige Helfer haben in der Woche vom 23. bis 27.10. neue Touren und Boulder geschraubt. Sicher fallen euch die knallpinken, neuen Griffe auf. Damit ist unter anderem im Boulderbereich ein schönes, einfaches aber langes Dach geschraubt. An der Boulderwand hat sich sowieso viel geändert. Wir haben jetzt 44 statt 38 Boulder und einen senkrechten Wandteil voller Griffe für Technikübungen.
Die Boulder verteilen sich wie folgt auf die Schwierigkeitsgrade:

UIAA Grad:      Farbe Schilder:     Anzahl:
2- bis 4+             grün                         6
5- bis 6-              blau                         8
6  bis 7                gelb                        13
7  bis 8                weiß                        11
8+ n. o. offen       rot                           6


Auch an der Vorstiegswand gibt es neue Touren und der alte Pyramide Überhang hat sich stark verändert. Die Platten sind neu angeordnet. Bewertungen für die neuen Touren gibt es dann ab dem 8. November.

Trotz der bereits knapp 500 geleisteten Arbeitsstunden des Schrauberteams ist es für dieses Jahr damit noch nicht genug. Vom 4. bis 8.12. ist der Wandbauer T-Wall in der Halle. T-Wall baut vorne die Eckverschneidung, so dass wir nicht mehr auf das Geländer fallen können. Außerdem werden bei zwei weiteren Bahnen, dem Kamin und der ersten Bahn rechts des alten Überhangs die Hakenabstände an die neue Norm angepasst.

Chris Langer
Kletterwandbetreuer


Boulderwand am Sonntag, 22.Oktober 2017, von 10 bis ca. 13 Uhr gesperrt

 

"Liebe Kletterer,

am Sonntag, 22.Oktober 2017, schraubt das Schrauberteam einen Teil der Boulderwand ab. Aus diesem Grund ist die Boulderwand an diesem Tag von 10 bis ca. 13 Uhr gesperrt. Ab 13 Uhr können die restlichen Boulder wieder geklettert werden.
An den Vorstiegswänden kann ohne Einschränkungen den ganzen Sonntag geklettert werden.

Wir bitten um euer Verständnis!

Kletterwandbetreuer
Chris Langer "


Pforzheimer Berghaus winterdicht gemacht

 

Letzte Gruppe stapfte bereits durch den Schnee

Wer Ende September zum Pforzheimer Berghaus auf 2308 Metern Höhe hinaufstieg, konnte bereits den Winter erahnen. Zeitweise gab es bereits eine geschlossene Schneedecke um das Haus und Samerschlag und Haidenspitze waren nur mit Gamaschen anzusteuern. Trotzdem schaffte es die letzte Gruppe mit dem Geschäftsführer des Caritasverbandes Frank - Johannes Lemke die beiden Bergspitzen unter dem Hüttenreferenten Bruno Kohl zu erklimmen. Ein Vielzahl an Gruppen aus der Stadt und dem Enzkreis steuerten auch in diesem Jahr wieder das Berghaus  in den Stubaier Alpen im Gleirschtal an. Dazu trägt auch stets die hervorragende Küche unter der Pächterin Ingrid Penz bei, die es versteht nicht nur die Tiroler Spezialitäten auf den Tisch zu bringen sondern auch den Apfelstrudel in unterschiedlicher Form schmackhaft anzurichten.

In den vergangenen Jahren konnte das Haus mit seinen 70 Schlafplätzen mit dem Winterraum mit einer Reihe von Verbesserungen aufwarten. Renovierung der Zimmer, energetische Verbesserungen, eine zeitgemäße Brandschutzanlage und die Erneuerung der Kochzeile in der Küche sind nun abgeschlossen. In diesem Jahr ging es um die neue Regale im Lagerkeller, die Höhenmaße der Betten mussten dringend angepasst und die Fenster und Türen erhielten einen Maigrünen Anstrich.

Neu war auch das Aufbringen einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, die wie die Pächterin in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Sektion dieser Tage erklärte, eine hervorragende Ergänzung im Energiekonzept darstellt. Als besonderes „ Highlight „ermöglichen nun die neuen Ablagen mit Beleuchtung und Steckdose an jedem Bett  ein leichteres Auffinden  der  Bergkleidung. Auch die erweiterte Sitzanlage vor dem Haus war mit Holzlasur  nachzuarbeiten. Gott sei Dank gibt es in der Sektion immer wieder Helfer, die sich Jahr für Jahr auf den Weg machen, um anstehende Arbeiten auszuführen.

Leider war der September in diesem Jahr wettermäßig nicht so toll. Von daher gab es Zeiten, da  die Pächterin mit ihrem Personal auch schwache Besuchszeiten durchtragen musste. Inzwischen ist es auch in Tirol nicht  mehr einfach Personal im Gastbetriebsbereich zu finden. In Gries im Sulztal, das durch die Tiroler Hütte in Pforzheim bekannt ist, musste  zum Ende des Monats September der Alpenfriede, eine beliebte Anlaufstelle für die Besucher der Tiroler Hütte, und für die Wintersportler für immer schließen. Jetzt gibt es vor Ort nur noch ein Hotel.

Auf dem Weg zum Berghaus waren noch vereinzelt blühende Alpenpflanzen zu sehen. Die Almen verwandeln sich im Herbst dafür in gelbe und rote Blätterteppiche durch die verfärbten Heidelbeer- und Preiselbeersträucher.  Die Luft ist klar und die Grate der Berge heben sich markanter ab. Gewitter sind selten und über den Nebelfeldern blinken die Gipfel im Sonnenlicht.

Die Pächterin Ingrid Penz weiß dies zu schätzen und macht sich nach der Schließung des Berghauses auch auf Touren in die umliegenden Berge auf. In diesem Jahr zieht es sie aber nach Peru. Ansonsten ist immer wieder Nepal ihr Ziel, da sie hier auch ein Kindergartenprojekt unterstützt. Die Verbindung zu Nepal ist nicht nur über die entsprechende Einrichtung im Winterraum spürbar sondern auch durch einen Sherpa, der jedes Jahr in den Sommermonaten auf dem Berghaus aushilft. Auch der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde St. Sigmund, Karl Kapferer, bringt sich immer wieder als Helfer ein. Winter – und Sommersaison sind nach Aussage der Pächterin erfolgreich verlaufen und von daher kann die Sektion Pforzheim mit ihren im Augenblick 3795 Mitgliedern getrost in die Zukunft schauen. Die nächste Öffnung des Berghauses ist dann in den Wintermonaten ab Februar 2018 bis April 1018. co


Alpinmesse Innsbruck 2017

 

Lust auf Berge

Die Alpinmesse Innsbruck öffnet auch diesen Herbst wieder ihre Tore und zeigt von 11. bis 12. November, was in Sachen Bergsport im Trend liegt. Vor allem aber präsentiert die einzige Bergsport-Messe Österreichs neben den neuesten Produkten und Entwicklungen den aktuellen Wissensstand der Lawinenwarner, Bergführer und alpinen Institutionen. Seit über 10 Jahren ist die Alpinmesse Innsbruck nun schon Treffpunkt für alle, die die Berge lieben und sich gerne dort bewegen. Und das Spektrum wird immer breiter. Zum Skifahren, Tourengehen und Freeriden haben sich längst Klettern und Trailrunning gesellt. Neben den über 200 Ausstellern sind es auch das Alpinforum, die Multimedia-Shows, Vorträge und Workshops, die zur Vorbereitung auf den neuen Winter nach Innsbruck locken.

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Grundkurs Bergsteigen 2017
Grundkurs Bergsteigen 2017
Grundkurs Bergsteigen 2017

Grundkurs Bergsteigen machte fit für die Berge

 

Die Sektion Pforzheim unternimmt wie auch der Deutsche Alpenverein große Anstrengungen, die Sicherheit beim Bergwandern und Bergsteigen zu verbessern.

So bot die Sektion Pforzheim auch in diesem Jahr wieder für ihre Mitglieder und auch Nichtmitglieder einen Grundkurs Bergsteigen an, um durch das Vermitteln von Kenntnissen über die Gefahren im Alpinsport sowie praktisches Training für die richtige Selbsteinschätzung und Auswahl der geplanten Bergtouren die Unfall- und Notfallzahlen zu reduzieren und so für mehr Sicherheit beim Bergsteigen beizutragen.

Unter der Leitung der erfahrenen Fachübungsleiter Bergsteigen Ekkehard Bischoff und Christoph Senger nahmen 6 Mitglieder der Sektion Pforzheim und ein Nichtmitglied im August an einem 7-tägigen Grundkurs Bergsteigen im idealen Gelände um der Pforzheimer Hütte teil. Die Pforzheimer Hütte bot mit ihren neu renovierten Zimmern und der besten Umsorgung und Verpflegung durch das Hüttenteam einen optimalen Rahmen zum Wohlfühlen. Hier blieb kein Wunsch offen.

Die Hüttenwirtin, Ingrid Penz, ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer über die Aufgaben und Probleme sowie den technischen Aufwand (Logistik, Energieversorgung, und Entsorgung) eines Hüttenbetriebs im Hochgebirge zu informieren und einmal hinter die Kulissen schauen zu lassen.

In den folgenden Kurstagen erfolgten intensive praktische und theoretische Unterweisungen in allen wichtigen Grundlagen, die beim selbständigen  Bergwandern zu beachten und die Voraussetzung für höhere alpine Unternehmungen sind: Geh- und Trittschulung,  Gehen im weglosen Gelände, Einsatz von Teleskopstöcken, Gleichgewichtsschulung,  Tourenplanung, Orientierung, Wetter, elementare Klettertechnik, Knoten, Anseilen, provisorische Möglichkeiten zur Sicherung bei fehlender/mangelhafter  Ausrüstung, alpine Gefahren, Verhalten in Notlagen und   Erste Hilfe im Gebirge sowie Umwelt und Naturschutz.

Dabei lernten die Teilnehmer auch die Berge und Wege um die Pforzheimer Hütte auf kennen:  Überschreitung Samerschlag (2831 m) mit dem steilen Abstieg durch das Schuttkar der Breiten Scharte, Zwieselbacher Rosskogel (3080 m) und Haidenspitze (2975m) sowie den Zischgeles (3005 m).

 Leider konnte diesmal keine Ausbildung im Firn erfolgen, denn die heißen Sommertage im Juli hatten den Firn auf dem bereits stark zurückgegangenen Roßkarferner abgeschmolzen, so dass von der Gletscherzunge bis zur Scharte in rund 3000 m nur noch blankes Gletschereis vorhanden war. Alle anderen ehemaligen Gletscher im Bergkranz um die Pforzheimer Hütte sind heute so gut wie nicht mehr vorhanden, der Klimawandel hinterlässt auch hier seine Spuren. Die körperlichen Anstrengungen wurden durch die ausgezeichnete und reichhaltige Verpflegung sowie das gesellige Zusammensein ausgeglichen, besonders begehrt war das nepalesische Büffet sowie die inzwischen allseits bekannten Tiroler Knödel.

Nach sieben lehrreichen, verletzungsfreien und harmonischen Bergtagen bei idealem Sommerwetter, fühlten sich alle Teilnehmer nun fit um selbständig sichere Bergtouren durchzuführen.


Arbeiteinsatz Pf-Hütte 2017
Arbeiteinsatz Pf-Hütte 2017

Arbeitseinsatz Pforzheimer Hütte 2017

 

Die großen Ziele wie die Renovierung der Zimmer, die energetische Erneuerung, die neue Abwasserbehandlungsanlage, einen zeitgemäße neue Brandschutzanlage und die Erneuerung der Kochzeile in der Küche sind abgeschlossen. Somit können wir uns auf verschiedenen kleiner Verbesserungen in unserem Berghaus konzentrieren.

So wurden in diesem Jahr die Regale im Lagerkeller erneuert. Der Wirtschaftskontrolldienst hat das Holz und die teilweise recht rostigen Regale mit Recht bemängelt.
Auch die Höhenmasse unserer Betten musste dringend angepasst werden. Ebenso war es notwendig die Fensterläden und einige Türen zu streichen. So machte sich das Arbeitsteam mit Julius Ritter, Bernd Reister, Martin Fretz, Richard Geiger, Doran Goossens, Fritz Sinn, Michael und Joachim Becker, Sven Hämmerle, Achim Schneider, unserem Wegewart Thomas Thomsen und mir am Mittwoch den 14.06.2017 auf den Weg. Zuvor haben wir mit Unterstützung vom Autohaus Walter und der Fa. Waldhaus, Mühlacker den Transport der notwendigen Materialien und der neuen Photovoltaik durchgeführt.

Das Arbeitsergebnis, dass wir dann am 22.06.2017 abgeliefert haben, kann sich sehen lassen.
Der Lagerkeller erstrahlt in Glanz der neuen verzinkten Regale. Das hat uns eine besondere Anerkennung vom Mitarbeiter des Wirtschaftskontrolldienstes eingebracht.

Die Betten in unseren Zimmern haben alle nun bequeme Masse, so dass sich keiner mehr den Kopf einziehen muss, wen er morgens noch verschlafen aufsteht. Ebenso sind nun alle Leitern mit dem Bett verschraubt. Als besonders „High light“ können die neuen Ablagen mit Beleuchtungen und Streckdose an jedem Bett angesehen werden.

Alle Fensterläden erstrahlen in einem schönen Maigrün und geben der Pforzheimer Hütte ein neues Outfit. Ebenso wurden die schönen alten Rundbogentüren zur Winterraum und Heizraum in Maigrün nachgestrichen. Unsere schönen Bänke und Tische auf der Terrasse wurden ebenfalls mit Holzlasur nachgearbeitet.

Vielen Dank nochmals an alle Helfer für diesen tollen Einsatz.


Rasslerwanderung 2017
Rasslerwanderung 2017

Gäste aus den Partnerstädten liefen auf historischen Rasslerwegen mit

 

Stadtrat Rolf Constantin hat im Auftrag von Oberbürgermeister Gert Hager die Gäste aus den Partnerstädten Gernika und Vicenza herzlich in Pforzheim willkommen geheißen. Die begeisterten Bergwanderer und –freunde sind zum Goldstadtjubiläum auf Einladung des Alpenvereins nach Pforzheim gereist und liefen bei der Stern-Wanderung unter Führung des Alpenvereins, Bruno Kohl. die Route von Wilferdingen nach Pforzheim zum Stadtgarten. Die Basken und Italiener sind aktive Mitglieder der Alpenvereine Goi Zale aus Gernika-Lumo und dem Club Alpino Italiano, Sezione di Vicenza und das teils schon seit vielen Jahren.  

Rolf Constantin erinnerte an die Anfänge der Städtepartnerschaftswanderungen im Jahr 2005 mit der Friedenswanderung nach Gernika. Zwei Jahre später schlossen sich dann die Wanderer aus Vicenza an. In einem kurzen Rückblick berichtete er von gemeinsam Erlebtem wie die Wanderungen auf die Drei Zinnen in Südtirol oder die Bergtour in die Pyrenäen.  

Die Wanderer aus Vicenza überreichten regionale Spezialitäten und fühlen sich in der Wandergruppe aufgehoben wie in einer Familie. Zuriñe Gandarias aus Gernika erinnerte an einen bereits verstorbenen Bergfreund und trug zum Gedenken ein Gedicht vor.

Im Anschluss an den Aufenthalt in Pforzheim werden sie gemeinsam mit den Wanderern des Deutschen Alpenvereins, Sektion Pforzheim, unter Führung von Bruno und Sybille Kohl, in die Stubaier Alpen reisen für die bereits zwölfte Städtepartnerschaftstour. Jeden Sommer treffen sich die Bergfreunde, um Touren in Italien, Spanien oder Deutschland und Österreich zu unternehmen. Die Vereine wechseln sich bei der Tourenplanung turnusmäßig ab. Über die Jahre hinweg sind enge Freundschaften entstanden und so freut man sich immer wieder auf das jährliche Wiedersehen. Auch die Pforzheimer -  Hütte ist bei der Tour eingeplant. Die Städtepartnerschaftswanderer haben auf diese Weise schon zahlreiche Bergregionen Europas kennengelernt.       

Monika Finna, Städtepartnerschaft Pforzheim


24h-Wanderung 2017
24h-Wanderung 2017
24h-Wanderung 2017
24h-Wanderung 2017

24h Wanderung 2017

150 Wanderer machten sich vom 6. Auf 7. Mai durch den Kraichgau auf den Weg

Zum 5. Mal organisierte die Sektion Pforzheim unter der Federführung von Hüttenreferent Bruno Kohl und Inge Rebuschat vom Schwarzwaldverein Bezirk Schwarzwaldpforte unterstützt von zahlreichen Sponsoren sowie der Wirtschafts – und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) einen 24 Stundenmarsch, der in diesem Jahr durch den Kraichgau führte. Auch der Wildpark war mit im Boot. Dort fand dann auch das Abschlussfest mit musikalischer Unterhaltung von Manfred Strobel und Erwin Haller sowie die große Tombola statt, wofür jeder Teilnehmer an der Tour die rund 80 Kilometer über Stein, Göbrichen, Maulbronn, Mühlhausen und Wimsheim führte, ein Los bekam. In 21 Stunden waren bei teilweise richtigem Nieselwetter 1200 Auf – und 1190 Abstiege zu bewältigen. Mancher humpelte Barfuß zum Ziel, da ihn die Blasen drückten. Andere hatten mit ihren Waden Probleme aber alle Angesprochenen waren glücklich dabei gewesen zu sein.

Es war ein gewaltiges logistisches Problem bis die Tour stand und auch die entsprechende Vortour fehlte nicht. Ein Begleitteam sorgte nicht nur für die sichere Überquerung von Strassen sondern auch dafür, dass niemand verloren ging. Zwei Begleitfahrzeuge mit Getränken, Müßliriegel, Bananen und Äpfel sowie mit entsprechenden Säcken bepackt, damit auch die Kleidung gewechselt werden konnte, waren, wenn nötig, immer schnell erreichbar. Wie ein leuchtender Lindwurm bewegten sich die Teilnehmer in der Nacht mit ihren Stirnlampen durch die Landschaft.

Bei der Aufbruchsstimmung im Walter – Witzenmann – Haus waren überall Gruppen anzutreffen, die sich auf das Ereignis einstimmten und auch letzte Anmeldungen nahm Bruno Kohl noch entgegen. Daneben hatte das Schwarzwald/Radio unter Felina Armbruster an einem Stand im Haus Stärkemittel mitgebracht.

Punkt zwölf erfolgte der Startschuss und 150 Wanderer machten sich teilweise auch mit Hunden auf den Weg zur ersten Etappe. Hier warteten in der Gemeinde St. Bernhard in Stein die Ministranten und jeder, der wollte, konnte sich an Hefezopf und Kaffee und Tee stärken. Zuvor hatte die Wanderer am Eisinger Loch einen großartigen Blick auf die Landschaft bei sonnigem Wetter werfen können. Über den Schalkenberg war dann das Clubhaus in Göbrichen erreicht. Mit Kartoffelsuppe mit oder ohne Wurst war für die Auffrischung verlorener Kalorien gesorgt. Bei den Elifinger Weinbergen hätte sich mancher gerne einen guten Tropfen zu sich genommen. Nach kurzer Rast im Klosterhof in Maulbronn ging es zur Waldgaststätte des TSV Maulbronn zu Wurst – und Käseweck, ehe dann um Mitternacht die Gruppe das Vereinsheim in Mühlhausen an der Enz ansteuerte um sich mit der Mitternachtssuppe etwas Warmes einzuverleiben ehe es hinauf nach Großglattbach ging. Viele bezeichneten diese Phase als härteste Strecke, da so langsam die Müdigkeit in den Gliedern steckte. Als dann am Morgen Wimsheim erreicht war und die Feuerwehr ein opulentes Frühstück parat hatte, war der Akku rasch für die letzte Reststrecke aufgeladen. Der Weg zur Burgruine Liebeneck erhielt danach eine leichte Änderung. Wegen des Bannwaldes ging es unten im Tal entlang.

Gegen 11 Uhr kam dann der Tross, teilweise abgekämpft und mit kleineren Blessuren gezeichnet im Wildpark an. Mit den beiden Musikern Manfred und Erwin bewegten sich die 120 Teilnehmer, die durchgehalten hatten, zu Bier und Wurst als Stärkung, holten ihre Habseligkeiten in den entsprechenden Säcken ab und warteten gespannt auf die Gewinnlose. Hier wirkten dann Fritz Kautz, der Vorsitzende vom Schwarzwaldverein Bezirk Schwarzwaldpforte, die WSP mit Ingrid Hoheisen und Rolf Constantin mit. Mancher hatte sich dabei aber bereits auf dem Heimweg begeben und bekommt seinen Gewinn zugestellt. Einige hatten bereits alle fünf Touren mitgemacht und andere berichteten, dass sie nach langer Zeit mal wieder Kontakt zu ehemaligen Bekannten aufnehmen konnten. Alle sprachen sich lobend über die hervorragende Organisation unter Bruno Kohl und dem Organisationsteam aus und bekamen dafür auch den entsprechenden Beifall. Stressabbau, Naturerfahrung zu ungewohnten Zeiten und Gemeinschaft waren für viele die Erfahrungen, die sie nicht missen wollten. Nicht alle liefen die ganze Strecke mit. Zehn Wanderer stiegen nach Maulbronn aus. Wegen Erschöpfung gaben weiterer zehn in Mühlhausen auf. Für diesen Zweck war das Begleitfahrzeug gut, das als Lumpensammler diente. Mancher konnte auch erfahren, dass er mehr leisten kann, als er glaubte. Die Disziplin der Wanderer begeisterte Bruno Kohl und das Alter der Mitwanderer reichte von 14 bis hin zu 82 Jahren. Viele warten bereits gespannt wohin die nächste Tour führt.

rolf constantin


MomenTour

MomenTour mit Anlaufstelle für die Sektion Pforzheim im Kongresszentrum

Auch in diesem Jahr brachte sich die Sektion mit einem Stand bei der Regionalmesse, die MomenTour im Pforzheimer CCP ein. Die Messe präsentierte über drei Tage Angebote für Kurzreisen und Tagestourismus. Die 80 Anbieter kamen aus dem Umfeld wie Knittlingen und Liebenzell aber auch aus Kempten und Saarlouis.

Für Unterhaltung auf der Messebühne war entsprechend gesorgt und die einzelnen Regionen waren dabei auch in ihrer Landestracht vertreten. Am Messeabend kommt der Austausch untereinander nicht zu kurz. Schwarzwaldverein und die Sektion Pforzheim warben gemeinsam für die diesjährige 24 Stundenwanderung, die durch den Kraichgau führt.

Leider war die Werbetrommel in diesem Jahr nur sparsam gerührt. Von daher fanden sich am Freitag und Samstag wenige Besucher ein. Leider sind die Helfer am Sektionstand immer dieselben. Die Nachfrage nach Plätzen im Kinder – und Jugendbereich kam immer wieder zu Sprache und die Angebote in den unterschiedlichen Sparten waren Gesprächsthema.

Nachdem Bruno Kohl stets für eine Vielfalt an Prospekten sorgt, die Werbeträger finanzieren, fehlte auch nicht der neue Hüttenprospekt und als Abriss konnten die Besucher die Sellrainer Hüttenrunde mit Ötz – und Inntalschlaufe als entsprechender Wanderkarte mitnehmen.

Viele Besucher waren auch vom Film - Spot begeistert, der anschaulich einen Überblick über 125 Jahre Sektion Pforzheim vermittelte. Vor allem ältere Besucher schwärmten dabei von ihren Touren zur Alten Pforzheimer Hütte in Südtirol und dem Berghaus in den Sellrainer Bergen.

 rolf constantin


Pforzheimer Spuren am steilen Fels

Der Battert

Majestatisch thront das Felsmassiv uber Baden-Baden. Gut 50 Meter hoch sind die Wande. Auch fur Kletterer aus der Region – der Pforzheimer Alpenverein hat immerhin uber 3000 Mitglieder – ist der Battert seit jeher ein Anziehungspunkt. Zahlreiche Erstbegehungen gehen auf das Konto Pforzheimer Bergsteiger. In einem Buch hat nun die Baden-Badener Stadtarchivarin Dagmar Rumpf – selbst eine begeisterte Kletterin – die Geschichte des Battert aufgearbeitet.

Am Battert sind Pforzheimer Kletterer in den 1920er- und 30er-Jahren eigene Wege gegangen, haben neue Routen erschlossen und ihre Spurenhinterlassen.
Noch heute zeugen Namen wie Alter Pforzheimer Weg oder Neuer Pforzheimer Weg von ihren Taten. Es sind Kletterrouten, die nichts von ihrer Anziehungskraft, aber auch von ihrer Ernsthaftigkeit verloren haben.
„Das waren Wahnsinnstaten, die die damals vollbracht haben, vor allem, wenn man sich das Material anschaut, mit dem die unterwegs waren“, sagt Dagmar Rumpf: „Bis in die 50er-Jahre hinein waren Seilrisse bei einem ernsthaften Sturz ja gang und gabe.“

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Quelle: Pforzheimer Zeitung, Text: Sven Bernhagen | Fotos: Jürgen Bergmann/PZ-Archiv


90 Jahre Pforzheimer Berghaus mit dem Musikverein Hohenwart gefeiert – Hüttenabend und Bergmesse gehörten dazu

Bergsteiger zusammen mit den Mitgliedern vom Musikverein Hohenwart das Pforzheimer Berghaus auf 2308 Metern Höhe im Gleirschtal an, um dort miteinander  an die Einweihung am 5. September 1926  zurück zu blicken und das 90 – jährige Jubiläum  gebührend  zu begehen. Bis unter das Dach waren alle Plätze bis hin zum Winterraum belegt. Ein Highlight war der Transport der großen Musikinstrumente  des Musikvereins Hohenwart zum Berghaus. Gleich zweimal musste der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde St. Sigmund Karl Kapferer mit seinem Allradfahrzeug den Weg zum Lastenaufzug antreten, um die großen Instrumente auf den Berg zu bringen. Der Transport zum Berghaus war danach nicht einfach. Auch der Schwarzwaldverein Hohenwart ließ es sich nicht nehmen, unter der Leitung von Martin Fretz mit einer Delegation an der Feier teilzunehmen. Vor den Berghaus war ein großes Zelt für die Musiker aufgebaut und am Nachmittag erlebten dann hier Gäste aus dem Tal und Hausgäste ein flottes Konzert unter der Leitung von Ralph Gundel, der auch am Abend auf seinem Saxophon für eine beschwingte Atmosphäre bis weit über die Bettenruhe sorgte. Dazu hatte die Pächterin Ingrid Penz mit echt Tiroler Küche für ein ausgiebiges Abendessen gesorgt und auch der Zirbelschnaps zur Verdauung fehlte nicht.

Am Nachmittag begrüßte der Hüttenreferent Bruno Kohl die zahlreichen Gäste, da der Vorsitzende im Stau steckte und erst in den Abendstunden auf dem Berghaus landete. Dieser war dann am nächsten Morgen bei der Bergmesse unter strahlend blauem Himmel aktiv. Er ging bei seiner Begrüßung zunächst auf den Beginn und die Auswahl des Grundstückes ein. Als 16 – jähriger wanderte Walter Witzenmann mit seinem Onkel Adolph, der ein begeisterter Bergsteiger war, zu Fuß von Ötz hinauf zum Kühtai – 1200 Höhemeter- Anstieg, um in der Dortmunder Hütte zu übernachten. Dabei legte die Gruppe 16 Kilometer zurück. Am nächsten Tag ging es dann hinunter nach St. Sigmund und durch das Gleirschtal hinauf auf 2308 Metern Höhe. Als sie im geplanten Hüttenbereich ankamen, herrschte dichter Nebel. Beim Angriff auf Pforzheim wurde leider der gedrehte Film ein Raub der Flammen. Es gab einige Umbauarbeiten bis das Haus in der heutigen Größe stand.

Das neue Berghaus ersetzte das alte Berghaus auf dem Schling, das 1918 nach dem Vertrag von St. Germain an Italien fiel und nun nach 115 Jahren ein denkmalgeschütztes hochalpines Gebäude der europäischen Geschichte Gebäude der europäischen Geschichte ist und als Museum dient. Motor für beide Berghäuser waren Witzenmänner, die auch 100 Jahre Vorsitzende der Sektion waren und zu deren Gedenken ein modernes Kreuz die Haidenspitze  (2975 m) an der Pforzheimer Hütte ziert. Tausende von Menschen haben in der langen Zeit hier oben Erholung für Körper, Geist und Seele gefunden. Das ist Grund genug Dank zu sagen, griff Rolf Constantin im  Verlauf des Gottesdienstes das Locken der Berge auf, die den Bergwanderer das Staunen über die Schöpfung immer wieder neu erfahren lassen. Danach ging er auf die vielen Situationen im Alten Testament und Neuen Testament ein bei denen Berge eine wichtige Rolle spielten und setzte diese in Verbindung zum zwischenmenschlichen Miteinander.  So kamen Gipfelfahrten und Lebensfahrten ins Spiel. In den Fürbitten kamen alle Seiten zum Tragen, die mit einer Bergfahrt verbunden sein können und so gedachten die Anwesenden auch des  Mitarbeiters im Hüttenteam, Dusan Hudak, der im März 2015 durch eine Lawine in unmittelbarerer Nähe der Hütte den Tod fand. Ihm zu Ehren ist am 8. Oktober ein „Sherparennen“. Etwa 70 Trägerinnen und Träger kommen Bussen aus der Hohen Tatra um mit unterschiedlicher Belastung (Männer 70 kg und Frauen 40 kg) die 800 Höhenmeter von St. Sigmund zur Pforzheimer Hütte zu überbrücken.

Nach dem Lied: „ Großer Gott, wir loben dich „ und vor dem Segen dankte Rolf Constantin dem Musikverein unter seinem Vorstand Tobias Gindele und dem Dirigenten Ralph Gundel für das sicherlich nicht alltägliche Einbringen der Musiker in luftiger Höhe und dem Hüttenteam unter Ingrid Penz für die hervorragende Betreuung des Hauses. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es dann noch ein entsprechendes Sonntagskonzert mit manchem Ohrwurm zu hören. Nach einer Kräftigung mussten dann wieder die Instrumente verstaut und der Weg hinunter ins Tal angetreten werden. Eine größere Gruppe stieg dann am Montag ab und erlebte dabei wie sich über Nacht eine Schneeschicht auf die Gipfel legen kann.  Als nächsten Event am 17.09.2016 geht es, nachdem die Zeitschrift der Bergsteiger bereits in diesem Jahr ein Hüttenporträt gebracht hat an die Einweihung der Nepal-Lodge im Winterraum über die dann das Österreichische Fernsehen berichtet.

Am 22. Oktober begeht die Sektion Pforzheim im Bürgerhaus Buckenberg – Haidach ihr 125 – jähriges Jubiläum zu dem sich auch der Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins  mit seinen über eine Million Mitgliedern, Jürgen Epple, sein Kommen zugesagt hat.


Pforzheimer Kleinstdelegation bei Bergmesse und Einweihung des Erweiterungsbaus der Winnebachseehütte im Ötztal

Seit 1901 dient die Winnebachseehütte auf 2362 Meter Höhe als Anlaufstelle für Bergwanderer und Bergsteiger an der Nahtstelle zwischen den Ötztaler-  und  Stubaier Alpen. Sie ist auch eine beliebte Anlaufstelle der Besucher aus Pforzheim und Umgebung bei Freizeiten oder Wochenendausflügen zur Tiroler Hütte in Gries im Sulztal. Die Hütte ist mehrmals umgebaut und erweitert und konnte dieser Tage im Rahmen einer Bergmesse ihren Erweiterungsbau als Schaufenster in die Bergwelt einweihen.

Als Nachbar war die Sektion Pforzheim zu diesem Ereignis auch eingeladen. So stieg eine Kleinstdelegation am Tag des Ereignisses bei schwülen und schweißtreibenden Temperaturen die 800 Meter am Morgen hinauf zum Berghaus. Dort ließ sich der Durst mit Fassbier löschen. Nachdem plötzlich dunkle Wolken aufzogen und auch ein kalter Wind wehte, war zunächst der ökumenisch geplante Gottesdienst in Frage gestellt. Rechtzeitig kam es aber dann zur Wetterbesserung.

Eine Bläsergruppe aus Längenfeld im Ötztal sorgte für den musikalischen Rahmen. Im Anschluss durften natürlich die Grußworte nicht fehlen. Zunächst begrüßte der Sektionsvorsitzende Jochen Pfaff, der Sektion Hof, die das Berghaus betreibt und 2000 Mitglieder zählt  die rund 90 Bergwanderer und Bergsteiger sowie die Ehrengäste und ging kurz auf die Entwicklung des Berghauses in der 115 jährigen Geschichte ein.

Rolf Constantin, der Pforzheimer Sektionsvorsitzende betonte in seinem Grußwort die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zum Pforzheimer Berghaus. Seit 60 Jahren kommt er bereits regelmäßig nach Gries  und hat in den ersten Jahren, da es noch keinen Lastenaufzug gab und Pferde den Proviant zur Hütte schaffen mussten auch selbst Lasten hochgetragen. Damit Pforzheim im neuen Anbau sichtbar vertreten ist, brachte er ein Stadtwappen mit und überreichte auch einen Trinkbecher aus Metall, der für den 24 Stunden - Marsch geschaffen auch auf das 125 – jährige Bestehen der Sektion hinweist, das in diesem Jahr ansteht.

Gäste und Mitglieder der Sektion sowie der Pfarrer von der katholischen Seelsorgeeinheit Längenfeld Stefan Hauser und der evangelischen Pfarrer Andreas Schmidt von der Sektion Hof ließen sich nicht nur die Spezialität der Hofer Grillwürste schmecken sondern auch bei entsprechender musikalischer Unterhaltung die Längenfelder Musikkapelle auch den Apfelstrudel mit Vanillesoße. Ein zünftiger Hüttenabend bildete den Abschluss. 

Die Talwanderer kamen allerdings völlig durchnässt in Gries an. Dafür sorgten wolkenbruchartige Regenfälle. Am nächsten Tag beging dann Gries das Kirchweihfest bei strahlendem Sonnenschein. Der ganze Ort mit seinen 200 Einwohnern war dabei auf den Beinen. Ein Gottesdienst im Freien mit einer großen Schützenabteilung aus Längenfeld und der kompletten Musikkapelle von Längenfeld sowie einer Abordnung der Feuerwehr, alle in entsprechender Tracht, zogen zu vier geschmückten  Altären durch den Ort. Überall hing dabei die Tiroler Fahne an den Häusern und es gab auch Kirchweihkrapfen, die unterschiedlich gefüllt waren.
Auch die Einwohner liefen bis hin zu den Kleinsten in Tracht mit und die Gewehrsalven der Schützen sorgten gerade bei den Jüngsten nicht für Begeisterung.    

1 Foto von links nach rechts: Jochen Pfaff, der Vorsitzende der Sektion Hof, Marcus Traub, der für die Spezialität der Hofer Würstchen am Grill sorgte und Rolf Constantin


Fleißige Handwerker setzen das neue Rolltor an der Materialseilbahn

Nach dem Fest zum 90- jährigen Jubiläum des Adolph Witzenmann Hauses der Pforzheimer Hütte waren der Hüttenreferent und seine Helfer praktisch im Nachschlag noch mit dem neuen Rolltor an der Materialseilbahn beschäftigt. Da es in der Nacht geschneit hatte, hatte es entsprechend abgekühlt. Doch für die Handwerker war es trotzdem eine schweißtreibende Arbeit.

Es ist gut, dass es immer wieder ehrenamtliche Helfer gibt, die sich im Hüttenbereich selbstlos einbringen.

Das Foto zeigt von links nach rechts: Bruno Kohl, Hüttenreferent und Julius Ritter sowie Achim Schneider


Fensterladen erinnert an der alten Pforzheimer – Hütte an die Sektion Pforzheim

Die Alte Pforzheimer Hütte auf dem Schlinig in Südtirol, die in diesem Jahr bereits 115 Jahre auf dem Übergang zur Schweiz steht und 1914 an Italien fiel, macht in letzter Zeit wieder auf sich aufmerksam. Die Außenhaut ist wieder hergestellt und der Innenausbau begonnen. Im Augenblick ist hier eine Ausstellung zu sehen, die sich mit dem Schmugglerwesen befasst, denn über viele Jahre waren hier Grenzer angesiedelt, die das Schmuggelwesen unterbinden sollten. Der nächste Schritt, den der Verein „cunfin“, der inzwischen das Berghaus von der Region Bozen übertragen bekam, sind nun die Fensterläden, die zu erneuern sind. In alter Verbundenheit hat die Sektion Pforzheim nun die Kosten für einen Fensterladenbereich übernommen. Der Gruß aus dem Vinschgau dokumentiert dies.

Hier hat der Präsident Jürgen Wallnöfer aus Mals, der wie sein Bruder Lorenz Wallnöfer in München Architekt ist einen großen Anteil, dass das unter Denkmalschutz stehende Haus nicht dem Verfall zum Opfer fiel. Beide hatten im Interesse ihres Großvaters gehandelt, der einst das Haus erstellt hat. Die Fensterläden sind nun ein Baustein im weiteren Ausbau des Berghauses, das an einem kleinen See gelegen den Blick zum Ortler freigibt. Daher sind während der Sommermonate hier auch immer wieder ganze Familien anzutreffen, die sich um das Haus zum Picknick niederlassen.

Jürgen Wallnöfer dankte der Sektion Pforzheim und schickte gleich entsprechende Fotos mit. Neben der Alten Pforzheimer Hütte liegt die Sesvennahütte, die vor allem Mountainbiker bei ihrer Transalpintour ansteuern.  Die „Alte Pforzheimer Hütte„ ist dabei keine Konkurrenz, da das Haus als Bergdenkmal gilt, es an stürmische vergangenen Zeiten erinnert und erhalten werden soll.


Erweiterung der Sitzgelegenheit um das Pforzheimer Berghaus durch eine großzügige Spende der Familie Paschen-Witzenmann.

Zum 125 – jährigen Jubiläum der Sektion Pforzheim hat die Familie Paschen-Witzenmann, die mit dem Berghaus immer eng verbunden ist, eine Bankspende über 2.500 Euro gemacht.

Sechs rustikale Bänke und drei Tische sind in diesen Tagen von der Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis auf den Weg in das Sellraintal / Stubaier Alpen. Sie vervollständigen die Sitzgelegenheiten auf der Terrasse der Pforzheimer Hütte. Kurz vor dem Abtransport überzeugte sich Philipp Paschen von der Qualität der Bänke und der gelungenen Ausführung durch ein Probesitzen. Links neben ihm Hüttenreferent Bruno Kohl der Sektion Pforzheim, der sich über diese Bereicherung sehr freute und dahinter rechts Rolf Constantin, der sich im Namen der Sektion für diese großzügige Spende herzlich bedankte. Auch die Mitarbeiter der Schreinerwerkstätte nahmen auf der Probebank Platz.        


Sherpa Rallye 2016

Am 08. Oktober 2016 um 9:00 Uhr findet der einzigartige und einmalige Wettlauf der slowakischen Sherpas im Gleirschtal statt. Der Lauf beginnt am Parkplatz St. Sigmund und das Ziel ist die Pforzheimer Hütte. Gemäß der Tradition kommen alle Träger aus der Hohen Tatra und messen Ihre Kräfte wer der stärkst und schnellste Träger bzw. Trägerin ist. Neben dem sportlichen Kräftemessen wird auf der Pforzheimer Hütte ab 13:00 Uhr die schönste Trägerin gekürt.

Alle sind herzlich eingeladen die Träger/innen anzufeuern und das Spektakel mit zu erleben.

Wer Interesse an dem Event hat, bitte bis zum 15.09.16 bei Bruno Kohl (E-Mail: brunokohl@alpenverein-pforzheim.de) melden um Fahrgemeinschaften zu organisieren.

Info als PDF zum Herunterladen.


Die Ausstellung „Berg Heil“ eröffnet.

Am 12.05.2016 wurde mit einer Vernissage die Ausstellung eröffnet.

Vom 13.05. bis zum 27.05.2016 ist die Ausstellung für alle in der Schalterhalle der Sparkasse Pforzheim Calw, Poststraße 3, Pforzheim zu sehen. Es lohnt sich mit der Geschichte der alpinen Bewegung in Deutschland und Österreich auseinander zu setzten. Die 60 Tafeln geben einen umfassendes Bild wie die Sektion des Deutsch Österreichischen Alpenvereins mehr oder weniger mit eindeutig antisemitischen Ausgrenzungen den damaligen gesellschaftlichen Kontext bereits ab 1880 lebten und in ihr Vereinsleben verankerten. Das Bergsteigen war für die männliche Jugend eines der wenigen gesellschaftlichen Bereiche in der sich beweisen konnten und ohne zu zögern, auch das eigene Leben aufs Spiel setzten.
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Pressestimmen

Die Ausstellung ist bis 27.05.2016 geöffnet. Wir hoffen auf viele Besucher.
Öffnungszeiten: Mo. und Do. 08:30-18:00 Uhr. Di. Mi. und Fr. 08:30-17:00 Uhr


Mit dem Thema „ Rund um den Bergsport“ präsentierte sich die Sektion Pforzheim bei der MomenTour 2016

Auch in diesem präsentierte sich die Sektion Pforzheim bei der 5. Messe für Kurzreisen und Tagestourismus vom 18.- 20. März im CongressCentrum Pforzheim. 105 Aussteller warben dabei mit ihren Attraktionen um die Gunst der Besucher. Von der Bergtour bis zum Museumsbesuch waren alle Sparten vertreten. Beim Alpinsport ging es um die unterschiedlichen Möglichkeiten im Sommer und im Winter, Klettern im Ausbildungszentrum und im Gebirge, dem Radsport in den Bergen und dem Naturschutz. Dabei waren die unterschiedlichen Angebote  vom Mountain Biking über Skitourengehen und Schneeschuhlaufen in Bild und entsprechenden Broschüren am Stand zu haben. Großen Anklang fand dabei der Werbespot für die Sektion, der anlässlich des 125 – jährigen Jubiläums der Sektion gedreht wurde.

An allen drei Tagen bewegten sich viele Besucher auf den Stand zu und fanden sich zu Beratungen ein. Vom Berghaus in den Stubaier Alpen bis hin zur ersten Anlaufstation der Alpenvereinshütte auf dem Schlinig drehten sich dabei die Gespräche. Aber auch interessierte Nachfragen auf die unterschiedlichen Angebote fehlten nicht. Unser Hüttenreferent Bruno Kohl hatte dabei nicht nur für entsprechendes Material gesorgt sondern er fand auch viele Helfer, die sich an den drei Tagen am Stand einbrachten.

Dafür allen, die sich eingesetzt haben, nochmals herzlichen Dank! Rolf Constantin
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Schneeschuhbergsteigen für Einsteiger.

Tour am 23.+24.01.2016 zur Reuter Wanne und zum Wertacher Hörnle im Allgäu

Am 23.01.2016 starteten wir pünktlich, trotz Eisregen, um 7 Uhr in Richtung Allgäu. Unsere Samstagstour führte und auf die 1.542 m hohe Reuter Wanne. Zuvor testeten wir natürlich unsere Ausrüstung: LVS-Geräte, Sonden und Schneeschaufeln, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Bei wechselndem Wetter (Sonne, Schneefall, Eiswind) kämpften wir uns auf den Gipfel, um dann im Sonnenschein durch herrlichen Tiefschnee wieder abzusteigen. Ein fantastischer Schneespaß!

Abends stärkten wir uns mit Allgäuer Schmankerln, erst im Café Alpenrose, dann in der Zinkenstube um schließlich in der ‚Casa del Frank‘ den Abend ausklingen zu lassen.

Am Sonntag, den 24.01.2016, ging es nach einem stärkenden Frühstück über die Buchel Alpe auf das 1.695 m hohe Wertacher Hörnle. Bei traumhaftem Sonnenschein genossen wir den Ausblick bis zu den Lechtaler Alpen. Adlerauge Frank sah sogar die Zugspitze!

Nach zwei wunderbaren Tagen voller Winterspaß ging es am frühen Abend dann erschöpft aber glücklich wieder in Richtung Heimat. Schöööööööön war‘s.

Laura Dekrell


Ehrenamtsabend der Sektion Pforzheim des Deutschen Alpenvereins

Alpenverein bedankt sich bei seinen Ehrenamtlichen Pforzheim. Sie leiten Familien- oder Klettergruppen, betreuen die Sektionsjugend, geben Kletterkurse, bieten geführte Bergtouren oder Wanderungen an, helfen beim Renovieren der Pforzheimer Hütte, präsentieren den Verein mit Ständen auf Messen oder helfen bei anderen Veranstaltungen. Sie halten den Betrieb der über 3000 Mitglieder starken Sektion mit einer Funktion im Vorstand oder Beirat am Laufen oder sorgen als Routenschrauber dafür, dass an den Kletterwänden und in der Boulderhöhle im Walter-Witzenmann-Haus auf der Wilferdinger Höhe alle ihren Spaß haben können: Die Ehrenamtlichen des Alpenvereins in Pforzheim.

Bei ihnen hat sich der Verein jetzt bedankt: Mit einem Ehrenamtsabend bei einem leckeren Essen in der Kantine der Firma Witzenmann.  Knapp 80 engagierte Mitglieder waren der Einladung gefolgt.

„Im Jahr 2000 haben wir uns das erste mal in diesem Rahmen getroffen“, blickte der Sektionsvorsitzende Rolf Constantin zurück. Seitdem seit es „gute Tradition“, die Ehrenamtlichen alle zwei Jahre einzuladen, um „Danke“ zu sagen, für die Zeit, die sie zum Wohle der Sektion opfern. Und Constantin verdeutlichte, dass die Arbeit auch in diesem Jahr sicher nicht ausgeht – stehen doch gleich mehrere Jubiläen an. „Die Sektion wird in diesem Jahr 125 Jahre alt und wir planen dazu verschiedene Aktionen – von Wanderungen bis zu einem Festakt. Außerdem wird das Sektionszentrum in Pforzheim 20 Jahre alt, die Pforzheimer Hütte im österreichischen Sellraintal 90 und die Alte Pforzheimer Hütte  im Engadin 115 Jahre alt.“

Die ehrenamtlich Aktiven nutzten den Abend  in der Witzenmann-Kantine ausgiebig zu Gesprächen. Ist es doch eine der wenigen Gelegenheiten, sich in größerem Kreis einmal Gruppenübergreifend auszutauschen. Neben einem leckeren, dreigängigen Menü bekamen sie  als Dankeschön von der Sektion jeweils auch noch ein Paar hochwertige Handschuhe. Der nächsten Ski- oder bergtour steht also nichts mehr im Weg.

Präsentiert wurde auch der neue, knapp vierminütige Videoclip, mit dem die Sektion sich und ihre Angebote im Jubiläumsjahr zum Beispiel auf Youtube präsentiert. sve

http://tinyurl.com/davpforzheim


Grundkurs Bergsteigen 15. - 21.8.16 machte fit für die Berge

Die Sektion Pforzheim unternimmt wie auch der Deutsche Alpenverein große Anstrengungen, die Sicherheit beim Bergwandern und Bergsteigen zu verbessern. So bietet die Sektion Pforzheim gerade im Jubiläumsjahr ihres 125jährigen Bestehens für Mitglieder und auch Nichtmitglieder mehrere Ausbildungskurse an, um durch das Vermitteln von Kenntnissen über die Gefahren im Alpinsport sowie praktisches Training für die richtige Selbsteinschätzung und Auswahl der geplanten Bergtouren die Unfall- und Notfallzahlen zu reduzieren und so für mehr Sicherheit beim Bergsteigen beizutragen.

Neben Einsteigerkurse für Schneeschuhbergsteigen, Klettersteiggehen, "Von der Halle an den Fels" wurden auch ein Bergsteiger- und Gletschergrundkurs angeboten.

Unter der Leitung der erfahrenen Fachübungsleiter Bergsteigen Peter Weiss und Christoph Senger nahmen vom 15.8. bis 21.8.2016 sieben Mitglieder der Sektion Pforzheim und zwei aus der Sektion Stuttgart im August an einem 7-tägigen Grundkurs Bergsteigen im idealen Gelände um der Pforzheimer Hütte teil. Obwohl im Jubiläumsjahr die Teilnehmergebühr von der Sektion sehr günstig angesetzt war und zudem je Übernachtung von Montag bis Freitag 5 € Ermäßigung gewährt wurden, blieb das Interesse an dem Grundkurs, der diesmal bewusst in die Schulferienzeit gelegt wurde, mit 7 Teilnehmern aus unserer Sektion hinter den Erwartungen zurück. Dank unserer Gäste aus der Nachbarsektion Stuttgart konnte der Kurs dank der Zustimmung der Sektionsverantwortlichen durchgeführt werden, obwohl die vorgesehene Mindestteilnehmerzahl von 10 nicht erreicht wurde. Dafür im Namen aller herzlichen Dank.

Die Pforzheimer Hütte bot wie immer mit ihren neu renovierten Zimmern und der besten Umsorgung und Verpflegung durch das Hüttenteam einen optimalen Rahmen zum Wohlfühlen. Hier blieb auch in diesem Jahr kein Wunsch offen. In der Vorbesprechung wurde mit den Teilnehmern nach deren Wünschen und Erwartungen das Kursprogramm im Detail abgestimmt und die Fahrtregelung mit Privat-Pkw geregelt. Es wurde getrennt zum Treffpunkt Parkplatz in St. Sigmund angefahren und alle trafen pünktlich kurz vor 12.00 h ein.
Nach 7,5 km Wegstrecke, für die 12 540 Schritte nötig waren und exakt 828 Höhenmeter im Aufstieg wurde die Gruppe vom Hüttenteam herzlich empfangen und nach kurzer Verschnaufpause die Zimmer bezogen. Eine allgemeine Einweisung in den Hüttenbetrieb überbrückte die Zeit bis zum Abendessen.

Am ersten Kurstag war Trittschulung und Gehen im weglosen Gelände angesagt. Auf dem markierten Weg ging es hinauf zum Gleirschjöchl, was durchaus auch ein erster Test für die eigene Kondition war. Im Abstieg wurde der ausgewiesene und bestens markierte Weg verlassen und unterhalb des Samerschlages wurde über die Ostflanke über Grashänge, Schrofen und leichtes Blockwerk bis zum Vorderen Sonnenwandkar gequert. Im Kar selbst lag kaum noch Schnee und die Reste des Ferners sind mit Schutt bedeckt und nicht mehr als "Gletscher" erkennbar.  Das in der Ansicht leicht wirkende weglose Gelände erwies sich dabei doch schwieriger und anstrengender als zuvor eingeschätzt. In dem groben Blockwerk unterhalb des Sonnenwandkars wurde ausgetestet, was die Schuhsohlen bei der richtigen Trittbelastung halten.  Beim Rückweg wurde an der vom Hüttenteam mit einem eindrucksvoll gestalteten Steinmann als Gedenkstätte für den hier in einer Lawine ums Leben gekommenen slowakischen Hüttenhelfer Dusan, der in seiner Heimat in der Hohen Tatra als Träger und Mitglied der Bergrettung tätig war, in stillem Gedenken verweilt.

Neben den theoretischen Erörterungen der Themen "Tourenplanung, Erste Hilfe im Gebirge, Akklimatisation, Ausrüstung sowie allgemeine Fragen" stellten die Teilnehmer fest, dass unsere Ingrid offenbar die Getränke in sehr porösen Gläsern serviert.

Getreu dem Motto "Vom Leichteren zum Schwereren" stand am nächsten Tag als Steigerung die Überschreitung des Samerschlages (2831 m) an. Direkt am markierten Aufstiegsweg fand sich ein idealer Felsvorsprung an dem die elementare Klettertechnik gefahrlos geübt werden konnte. Bei bedecktem Himmel und kühlem Wind fiel die Gipfelrast etwas kürzer aus und der Abstieg führte durch die wohl knapp 40 Grad steile Schuttrinne der Breiten Scharte. Schnell erkannte man, dass es sich in dem zunächst abweisenden Gelände und nicht als begehbar anzusehenden Gelände bestens abgestiegen werden kann, was dann sogar als leichter und besser beurteilt wurde, als den markierten Weg zurückzugehen. Gegen 13.15 h erreichten wir nach 1060 Höhenmeter (Hm) und 4,8 km für die 10 968 Schritte erforderlich waren, wieder die Pforzheimer Hütte. Unsere Hüttenwirtin, Ingrid ließ es sich nicht nehmen, über die Aufgaben und Probleme sowie den technischen Aufwand (Logistik, Energieversorgung, und Entsorgung) eines Hüttenbetriebs im Hochgebirge zu informieren und einmal hinter die Kulissen schauen zu lassen.

In den folgenden Kurstagen erfolgten weitere intensive praktische und theoretische Unterweisungen auf Touren im Hüttengebiet in allen wichtigen Grundlagen, die beim selbständigen Bergwandern zu beachten und die Voraussetzung für höhere alpine Unternehmungen sind: Geh- und Trittschulung, Gehen im weglosen Gelände, Einsatz von Teleskopstöcken, Gleichgewichtsschulung, Tourenplanung, Orientierung, Wetter, elementare Kletter- und Pickeltechnik, Abbremsen von Stürzen im Firn, Knoten, Anseilen sowie Erste Hilfe im Gebirge und Umwelt und Naturschutz. Dabei lernten die Teilnehmer auch die Berge und Wege auf die Gipfel um die Pforzheimer Hütte auf kennen:   Zwieselbacher Rosskogel (3080 m, 7,5 km Weg, 14932 Schritte, 1614 Hm)) und Haidenspitze (2975 m, 6,7 km Weg, 13 657 Schritte, 1482 Hm) sowie über den Gleirschferner fast bis zur Rosskarscharte (3053 m, 11,6 km Weg, 20 364 Schritte, 1448 hm), dessen oberer Bereich wegen Blankeis nicht begangen werden konnte. Hier wären Steigeisen nötig gewesen.
Auf dem Gleirschferner, der tatsächlich mehrere kleinere Spalten zeigte, wurde die Firnausbildung sowie der Einsatz des Pickels und das Abbremsen eines Sturzes geübt. Neben den klassischen Hilfsmitteln wie Pickel oder ggf. auch die Stöcke wurde auch auf "Notbehelfsmaßnahmen" eingegangen, da man oft auf einfachen Touren nicht immer die nötige Ausrüstung mitführt. Das Absteigen und Queren von steilen Firnfeldern ist auch auf "einfachen" Touren oft mit hohem Risiko verbunden, wenn der Firn morgens oder nordseitig noch sehr hart ist.  Allerdings war die Verhältnisse in dem doch recht weichen Firn nicht optimal. Eindrucksvoll war aber das Begehen der flachen Gletscherzunge, die Blankeis zeigte, nur mit Bergschuhen ohne Steigeisen.

Am vorletzten Tag konnte hautnah erlebt werden, dass Bergwandern und auch "leichtere" Bergtouren immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Beim Übergang vom Westfalenhaus (immerhin ein "schwarz" eingestufter also schwerer Bergweg) war ein Berggeher im Abstieg in der Zischgenscharte im Schutt, das das Eis des Gletschers bedeckt, ausgerutscht und hatte sich den Arm gebrochen. Eine Handy-Verbindung besteht dort nicht und so hatte sich der Verletzte auf den Weg bis zur Talstation des Materialliftes gemacht, während seine Begleiter von der Pforzheimer Hütte aus die Bergrettung alarmierten und ein Rettungshubschrauber den Verletzten dann aufnahm und nach Hall ins zuständige Bezirkskrankenhaus flog.

Nach sieben lehrreichen und harmonischen Bergtagen in den insgesamt mit 88 030 Schritten 52,2 km zurückgelegt und 8560 Höhenmeter im Auf- und Abstieg ohne Verletzungen bewältigt wurden, fühlten sich alle Teilnehmer nun fit selbständig sichere Bergtouren durchzuführen.  
Ein herzliches "Dankeschön" sei dem gesamten Hüttenteam ausgesprochen, Ingrid, Ajub, Fabi und Martin, die uns trotz an allen Tagen voll belegter Hütte bestens versorgten, denen nichts Zuviel war und immer ein freundliches Lächeln zeigten.

Christoph Senger

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Vierte 24 Stundenwanderung

243 Teilnehmer bei der vierten 24 Stundenwanderung – Geschafft  aber teilweise auch lädiert am Kupferhammer angekommen

Zum vierten Mal organisierten die Sektion Pforzheim im Alpenverein zusammen mit dem Schwarzwaldverein Brötzingen und der WSP eine 24 Stundenwanderung, die in diesem Jahr erstmals im Oktober vom Mummelsee nach Pforzheim durchgeführt wurde. Ursprünglich war der Termin vom 7. auf 8. Mai angedacht. Für diesen Zeitpunkt spielten aber die Behörden nicht mit, weil man Nachteile für Auerhühner und Kleineulen befürchtete, die die große Gruppe aufschrecken könnte. Die Verlegung auf den 1. und  2. Oktober erwies sich von der Teilnehmerzahl nicht ungünstiger. So machten sich 243 Wanderer vom Mummelsee aus auf den Weg durch den Tag und die Nacht, um am nächsten Mittag am Kupferhammer ihr Ziel zu erreichen. Erstaunlich viele junge Menschen beteiligten sich an der außergewöhnlichen Tour, die logistisch von den Organisatoren einiges abverlangte. Drei Begleitfahrzeuge begleiteten die Wanderer. Von Bananen, Äpfel und Müsliriegel als Stärkung, fehlten auch nicht ausreichend nichtalkoholische Getränke, so auch der Teinacher Mineralbrunnen, Kleider zum Wechseln  und Blasenpflaster. Trotz 76 Kilometern Wanderstrecke sowie 2.043 Höhenmeter Auf- und 2.787 Meter Abstiege blieben größere Blessuren aus. Das Motto „gemeinsam unterwegs“ hatten die ganz Eiligen nicht verinnerlicht.

Los ging es mit mehreren Bussen der Firma Eberhardt, die die Wanderer an den Ausgangspunkt zum Mummelsee brachten. Punkt 12 Uhr startete die Großgruppe, die sich wie ein Lindwurm durch den Schwarzwald bewegte. Zunächst hinauf aus die Hornisgrinde, die mit 1165 hm höchster Punkt war. Bei den ersten 30 Kilometern hatte der Wettergott kein Einsehen mit der Gruppe. Es regnete auch beim Anstieg aus Forbach. Hier ging es von 300 Metern Höhe auf 1000 Meter Höhe. Danach kontinuierlich bergab. Auf der Strecke gab es immer wieder Verpflegungsstationen und die Nacht war sternenklar. Ein Wanderer bekam eine Kreislaufschwäche und konnte nicht mehr weiter wandern. Die Stimmung bezeichnete der DAV Berg-Wanderleiter Bruno Kohl als gut aber er wollte eine solche Strecke mit den vielen Auf – und Abstiegen nicht mehr auswählen, versicherte er bei der Ankunft am Kupferhammer.

Hier empfing das Duo Erwin Haller und Manfred Strobl die Wanderer mit einer entsprechenden schwungvollen Musik. Müde und abgespannt waren viele von der Mammuttour. Die 66 jährige Heidi Hoffmann aus Öschelbronn war von der Tour begeistert. Endlich gab es am Kupferhammer dann auch ein Bier und dazu passend ein Leberkäsesemmel. Eine reichhaltige Tombola, die von vielen Sponsoren, wie auch die mitgeführte Verpflegung in den Begleitfahrzeugen unterstützt wurde, kamen dann zu Verlosung.  Das Dreigespann mit Ingeborg Rebuschat vom Schwarzwaldverein Brötzingen, Ingrid Hoheisen von der Pforzheimer WSP und Rolf Constantin konnten leider nicht allen Teilnehmern die Preise direkt überreichen, da es mancher Teilnehmer vorzog lieber den Heimweg anzutreten und sich warm zu duschen. Mancher humpelte aber auch davon, da eine solche Tour für ihn ungewohnt war.

Trotz aller Strapazen, waren sich die Teilnehmer einig, dass es ein unvergessenes Erlebnis war die Natur in einem Tagesablauf zu erleben und viele freuen sich darauf auch im nächsten Jahr, dann vielleicht wieder im Mai, bei der fünften Tour dabei zu sein.  Als kleines Dankeschön erhielt jeder Teilnehmer einen Trinkbecher mit der Graveur des Wege.

Rolf Constantin

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Ein herzliches Dankeschön an unsere Unterstützer (alphabetischer Reihenfolge):

  • Adventure World Murgtalarena, Forbach
  • Autohaus Walter, Pforzheim;
  • Badische Staatsbrauerei Rothaus, Rothaus
  • Baumwipfelpfad, Bad Wildbad;
  • Berghotel Mummelsee, Seebach
  • Bergwaldhütte, Sand
  • City Supermarkt Pischzahn, Pforzheim;
  • DM Drogeriemärkte, Pforzheim
  • Eberhardt Reisen, Pforzheim, Engelsbrand
  • Gasthaus Kupferhammer, Pforzheim
  • Hotel Sarbacher, Gernsbach - Kaltenbronn
  • Intersport Adventure, Pforzheim
  • Mineralbrunnen Teinacher, Bad Teinach
  • MomenTour, Pforzheim
  • Müssle Feinkost, Pforzheim
  • Pforzheimer Hütte, St. Sigmund im Sellrain
  • Pforzheimer Zeitung, Pforzheim
  • Privat Brauerei Ketterer, Pforzheim
  • Saar-Hunsrück Steig, Losheim am See
  • Sanitätshaus Heintz, Pforzheim
  • Schwarzwaldverein Straubenhardt
  • Skizunft, Bad Herrenalb
  • Sparkasse Pforzheim Calw
  • Sportfreunde, Dobel
  • SWP Stadtwerke Pforzheim
  • VPE Verkehrsverbund Pforzheim Enzkreis
  • WSP Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim